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Fünf Quadratmeter Lebensweisheit. Einführende Überlegungen zur Berner Kebes-Tafel im Kontext
Paving the Way with Snippets. Pasting as a Method of Innovation and Automation in the Route Scrolls of Augustus, Elector of Saxony
Elector August of Saxony (1553–1586), one of the early modern prince-practitioners, was extremely interested in cartography. Not only did he further the development of sophisticated geodetic instruments, several of which he held in his courtly collections, he also conducted land surveys himself. Among the results of August’s mapping projects are six "route scrolls" – oblong maps of routes from one destination to another – which he produced in the context of his travels. While August generated the geodetic data for these maps by using his instruments, the fabrication and materiality of the scrolls were based on techniques of gluing: The maps are composed of prefabricated paper images representing landscape elements which were combined as needed and pasted onto the basic material of the scrolls. The article argues that this method of gluing should be understood as a central part of August’s efforts to technically improve mapmaking processes. Thus it is connected to his representative as well as his practical exertion of power
Historische Topographien. Bilder europäischer Reisender im Osmanischen Reich um 1700
Die Sicht Reisender aus Nordwesteuropa auf den östlichen Mittelmeerraum war um 1700 durch die Bibel und antike Quellen, die Kreuzzüge und die osmanische Herrschaft geprägt. Wie fanden diese historischen Schichten Eingang in das Bild der Region, das ihre Zeichnungen und illustrierten Berichte hervorbrachten?
Reisende der Neuzeit fertigten Ansichten historischer Orte und Bauwerke im Osmanischen Reich für ein Publikum in Europa an. Diese Bilder wurden bislang meist als Quellen für die archäologische Forschung genutzt oder als Beleg für einen orientalistischen Blick gewertet. Die Studie beleuchtet sie erstmals in ihrem kulturhistorischen Kontext. Sie waren Teil eines breiten Austauschs über die Antike, für den auch der Kontakt mit lokalen Akteuren eine Rolle spielte. In drei Abschnitten zeigt das Buch auf, wie man das Reisen in die Länder der Bibel und der Antike verstand, wie man historisch bedeutende Topographien visualisierte und wie man sich Monumente und Relikte durch Zeichnen wie durch Sammeln aneignete
Der Weg zum Glück. Die Berner Kebes-Tafel und die Bilderwelten des Barock
Die Kebes-Tafel des Berner Künstlers Joseph Plepp aus dem Jahr 1633 umfasst eine ganze Lebensphilosophie. Basierend auf einem antiken Text stellt sie den Weg des Menschen zu einem glücklichen Leben dar: Er begegnet den Verlockungen von Reichtum und Ruhm, wird von Begierden und Meinungen auf Abwege gelockt und benötigt Verstand und Moral, um schliesslich das wahre Glück zu erkennen. Die Ausstellung stellt das monumentale Gemälde in den Kontext seiner Entstehungszeit im barocken Bern. Es zeigt sich, dass die Kunst in immer neuen Varianten und Nuancen das verhandelte, was den Menschen wichtig war: sowohl Status und Wohlstand als auch Normen und Werte für das Zusammenleben. Eine Kooperation der Universität Bern, Institut für Kunstgeschichte mit dem Kunstmuseum Bern
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