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    Isabelle Noth über die Krise in der reformierten Kirche

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    Warum ist Gottfried Locher Ende Mai als Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche zurückgetreten? Was steckt hinter den Vorwürfen, Locher habe «Grenzverletzungen» begangen? Diese Fragen haben in den letzten Wochen die Reformierte-evangelische Kirche Schweiz beschäftigt und in eine tiefe Krise gestürzt. Gestern hat die Synode, das Parlament der Kirche, getagt. Der Tag war mit Spannung erwartet worden, viele offene Fragen sollten endlich geklärt werden. Gelungen ist dies nur zum Teil. Denn neue Enthüllungen über eine heimliche Affäre zwischen Gottfried Locher und einem weiteren Mitglied der Kirchenleitung wurden publik. Diese Affäre verkompliziert auch die Aufklärung der Vorwürfe gegen Gottfried Locher. Wie findet die Evangelisch-reformierte Kirche aus dieser Krise wieder heraus? Wie sehr schadet das alles der Kirche als Institution? Wir haben die Berner Theologieprofessorin Isabelle Noth dazu befragt. Sie ist Co-Direktorin des Instituts für Praktische Theologie an der Universität Bern. Barbara Peter hat mit ihr gesprochen

    Spiritual Care - was braucht der Mensch in Krisenzeiten? Olivia Röllin spricht mit Isabelle Noth und Ulrike Dausel über spirituelle Begleitung in Krisenzeiten.

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    Menschen in grosser Not stellen sich oft existentielle Fragen. Bei dieser Sinnsuche half früher meist die Religion. Was aber braucht eine zunehmend säkulare Gesellschaft? Olivia Röllin spricht mit Isabelle Noth und Ulrike Dausel über spirituelle Begleitung in Krisenzeiten. Spiritual Care heisst spirituelle Sorge oder Pflege. Das Ziel ist, Menschen in schwerer Not, bei existentiellen Krankheiten oder Schicksalsschlägen zu helfen. Spiritual Care versteht sich als Seelsorge unabhängig von Religion und Konfession. Die Beraterinnen vertreten ein ganzheitliches Menschenbild, welches Spiritualität und die Seele mit einbezieht. Freidenker lehnen jedoch den Begriff der Seele ab. Sie verlangen sogenannt humanistische Beratung. Dabei verweisen sie unter anderem auf ein seit langen Jahren etabliertes Modell in Belgien. Dort arbeiten humanistische Beraterinnen und Berater. Diese vertreten ein atheistisches oder agnostisches Menschenbild. So haben säkulare Menschen einen Ansprechpartner, mit dem sie ihr Weltbild teilen. Olivia Röllin fragt: Was hilft Menschen in ihrer individuellen Not, gibt es eine Seele und wann gelingt ein Gespräch
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