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    Prognosen des IfW und tatsächliche Entwicklung im Jahr 2018

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    Das Bruttoinlandsprodukt expandierte im Jahr 2018 deutlich langsamer, als wir im Frühjahr des vergangenen Jahres erwartet hatten. Während wir von einem Anstieg in Höhe von 2,5 Prozent ausgegangen waren, legte die gesamtwirtschaftliche Produktion gemäß den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts lediglich um 1,4 Prozent zu. Insgesamt ist der Prognosefehler in Höhe von 1,1 Prozentpunkten recht groß. In den Jahren von 1994 bis 2017 lag der durchschnittliche absolute Prognosefehler in den Frühjahrsprognosen des IfW bei 0,6 Prozentpunkten; zwischen den Jahren 2011 und 2017 betrug er durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte. Allerdings ist es nicht ungewöhnlich, dass die Prognosefehler in Zeiten von konjunkturellen Eintrübungen vergleichsweise hoch ausfallen

    sebastianstob/IFW-Validation-Tool: IFW-Validation-Tool V1.2.1

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    IFW-Validation-Tool-v.1.2.0.zi

    Prognosen des IfW und tatsächliche Entwicklung im Jahr 2019

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    Das Bruttoinlandsprodukt expandierte im Jahr 2019 um 0,6 Prozent. In unserer Frühjahrsprognose waren wir von einem Anstieg von 1 Prozent ausgegangen. Der resultierende Prognosefehler von 0,4 Prozentpunkten ist vergleichsweise gering. So lag der durchschnittliche absolute Prognosefehler in den Frühjahrsprognosen des IfW in den Jahren von 1994 bis 2018 bei 0,6 Prozentpunkten. Zudem sind die Prognosefehler in einem konjunkturellen Abschwung, so wie er in Deutschland im vergangenen Jahr zu verzeichnen war, tendenziell höher. Unsere Einschätzung, dass sich die Konjunktur ausgehend von deutlich überausgelasteten Kapazitäten weiter abkühlen wird, hat sich weitestgehend als korrekt herausgestellt. Im Verlauf des Jahres haben wir unsere Prognose etwas nach unten angepasst

    Zu den starken Kapitalzuflüssen in die Schwellenländer

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    Im Verlauf der vergangenen Jahre sind die Nettokapitalimporte der Schwellenländer stark gestiegen. Dabei sind die Zuflüsse sowohl struktureller als auch zyklischer Natur. Strukturell haben sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen mit inzwischen zumeist solide Staatsfinanzen, hohen Währungsreserven und gestiegener geldpolitischer Glaubwürdigkeit sowohl im historischen Vergleich als auch relativ zu vielen Industrieländern deutlich verbessert. Konjunkturell hat sich die gesamtwirtschaftliche Produktion in den Schwellenländern deutlich schneller und kräftiger von der Großen Rezession erholt als die in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Im Vergleich zu früheren Phasen hoher Kapitalimporte in die Schwellenländer sind die Zuflüsse zwar nicht außerordentlich hoch, sie legten jedoch außergewöhnlich rasch zu. Es ist zu vermuten, dass auch die globale Liquiditätsschwemme und die anhaltend niedrigen Zinsen in den Industrieländern maßgeblich zum Kapitalimport in die Schwellenländer beigetragen haben. Der massive Kapitalzufluss hat die Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen deutlich gesenkt hat und somit zu niedrigeren Finanzierungskosten geführt. Zudem haben die Währungen vieler Schwellenländer Länder im Anschluss der Finanzkrise stark aufgewertet. Der brasilianische Real beispielsweise wertete seit Januar 2009 gegenüber dem US-Dollar um mehr als 30 Prozent auf. Dies alles hat zu großen Herausforderungen für die Wirtschaftspolitik geführt

    Zur Methode der Potentialschätzung

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    Die Berechnung des Produktionspotentials nach der Kommissionsmethodea beruht auf einer Cobb-Douglas-Produktionsfunktion mit den Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital, wobei abnehmende partielle Grenzproduktivitäten unterstellt werden. Die dritte Komponente der Cobb-Douglas-Produktionsfunktion ist die Totale Faktorproduktivität (TFP), welche den Teil des Produktionspotentials erklärt, der sich nicht aus dem Einsatz der Produktionsfaktoren ergibt. In der Entwicklung der Totalen Faktorproduktivität spiegelt sich der technologische Fortschritt wider. Für die partiellen Produktionselastizitäten der Einsatzfaktoren wird angenommen, dass sie zeitlich konstant sind und sich zu eins addieren. Diese Elastizitäten sind von der EU-Kommission vorgegeben und belaufen sich auf 0,65 für den Faktor Arbeit und 0,35 für den Kapitaleinsatz

    Hochfrequenzdaten aus der Schifffahrt als Indikator für den deutschen Außenhandel

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    Die IfW Kiel Handelsindikatoren für die deutschen Warenexporte und -importe basieren auf hochfrequenten Schiffspositionsdaten und machen damit Informationen verfügbar, die bislang kaum in Konjunkturanalysen und -prognosen genutzt werden konnten. Sie zeichnen sich durch eine vergleichsweise hohe Prognosegüte aus und stellen eine wertvolle Ergänzung zu konventionellen Frühindikatoren dar. Aufgrund der nahezu tagesaktuellen Verfügbarkeit der Daten sind die IfW Kiel Handelsindikatoren insbesondere auch in Krisenzeiten nützlich, also wenn hohe Unsicherheit herrscht und traditionelle Indikatoren oft erst mit größerer Verzögerung Signale liefern - wie beispielsweise während der ersten Corona-Welle im Frühjahr des Jahres 2020

    Zum Konjunkturrisiko der Staatsschuldenkrise im Euroraum

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    In jüngster Zeit ist deutlich geworden, dass Griechenland trotz der Finanzhilfen durch den IWF und die EU seinen finanziellen Verpflichtungen nur schwer nachkommen kann. Außerdem wird bezweifelt, dass die griechische Regierung die ausgehandelten Auflagen vollständig erfüllt, sodass Unsicherheit über die zukünftigen Zahlungsströme besteht, auch wenn jüngst eine weitere Tranche zugeteilt wurde. In der Prognose gehen wir davon aus, dass sowohl die griechische Regierung als auch die Regierungen anderer Länder des Euroraums ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen werden. Im Fall einer faktischen Insolvenz eines Mitgliedslandes des Euroraums, nehmen wir an, dass es zu einer entsprechenden Ausweitung der Rettungsmaßnahmen durch EU und IWF kommen wird

    Zur Projektion des impliziten Zinses der öffentlichen Bruttoschuld

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    Die Projektion der Zinsausgaben des Staates wird konditional auf die Zinsprognosen des IfW durchgeführt. Der Einfluss der unterschiedlichen Restlaufzeiten wird durch ein einfaches Zeitreihenmodell relativ zuverlässlich approximiert

    Prognosen des IfW und tatsächliche Entwicklung 2017

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    In unserer Frühjahrsprognose vom vergangenen Jahr haben wir den gesamtwirtschaftlichen Produktions-anstieg für das Jahr 2017 deutlich unterschätzt. Nach den ersten Schätzungen des Statistischen Bundes-amts stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2017 um 2,2 Prozent; in unserer Prognose waren wir von einem Anstieg um 1,7 Prozent ausgegangen (Tabelle 1). Gleichwohl hat der kräftige Produktionsanstieg unsere konjunkturelle Einschätzung im Großen und Ganzen bestätigt, wonach das Bruttoinlandsprodukt deutlich stärker steigen würde als das Produktionspotenzial und die deutsche Wirtschaft allmählich in die Hochkonjunktur driftet

    Makroökonometrische Simulationen zur US-Zinspolitik

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    Im Frühsommer 2015 wurde der erste Zinsschritt der amerikanischen Notenbank noch für September erwartet. Diese Einschätzung hat sich seit der Veröffentlichung des Protokolls der US-Notenbanksitzung vom Juli geändert und die Märkte -; wie beispielsweise an den Futures für die US-Leitzinsen ablesbar -; rechnen nunmehr mit einer ersten Zinsanhebung erst im Dezember. In diesem Kasten stellen wir das aktuelle makroökonomische IfW-Modell der US-Volkswirtschaft vor und berechnen mit diesem Prognosen basierend auf der Annahme einer ersten Zinsanhebung im Dezember. Wir simulieren außerdem, wie eine Verschiebung einer Zinsanhebung in das erste Quartal 2016 auf die Prognosen wirkt. Obwohl Fed-Präsidentin Janet Yellen einen ersten Zinsschritt noch für 2015 angekündigt hat, ist eine solche Verschiebung aufgrund der Eintrübung der Aussichten in China und gesunkener Energiepreise, welche die Inflation dämpfen, nicht unwahrscheinlich. Auf der anderen Seite expandierte die US-Wirtschaft im zweiten Quartal 2015 stärker als bisher angenommen. Ende August wurde die annualisierte Zuwachsrate des US-BIP für das zweite Quartal 2015 von 2,3 auf 3,7 Prozent nach oben korrigiert. Daher analysieren wir als Alternativszenario einen überraschenden Zinsschritt im September. Um die Modellunsicherheit abzuschätzen, vergleichen wir Ergebnisse des IfW-Modells mit den Ergebnissen anderer Modelle. Abschließend analysieren wir wie sich die Modellierung von Finanzmarktfriktionen im IfW-Modell und aktuell gestiegene Risikoprämien auf die Prognose des Modells auswirken
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