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Weltklimagipfel in Kopenhagen: Welche Erfolgsaussichten hat ein globales Klimaabkommen?
Auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 wird ein globales Klimaabkommen verhandelt. Können dort Strukturen geschaffen werden, die einen effizienten und kostengünstigen Klimaschutz ermöglichen? Entscheidend sei es, nach Meinung von Hubertus Bardt, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, die Klimaschutzziele mit möglichst geringem Kostenaufwand zu erreichen. Möchte man international einen möglichst effizienten Klimaschutz betreiben, müssten die Maßnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen an den Orten vorgenommen werden, wo dies je vermiedener Einheit am billigsten sei. Oftmals dürften diese Möglichkeiten in den Entwicklungs- und Schwellenländern liegen, während in den klimapolitisch aktiven Industrieländern preiswerte Vermeidungspotentiale bereits zu einem guten Teil ausgeschöpft seien. Ein neues internationales Klimaabkommen müsse also dazu beitragen, dass die global günstigsten Vermeidungspotentiale realisiert werden. Ottmar Edenhofer, Brigitte Knopf und Gunnar Luderer, Potsdam-Institut für Klimafolgengforschung, sehen eine sinnvolle Architektur der Klimapolitik hauptsächlich in drei Maßnahmen: 1) in einer Einigung über die Kohlenstoffmenge, die noch bis zum Ende des Jahrhunderts in der Atmosphäre abgelagert werden darf, 2) in der Verteilung der Emissionsrechte nach einem gerechten Schlüssel auf alle Nationen und 3) in der Schaffung der institutionellen Voraussetzungen für einen globalen Emissionshandel. Für Sabine Schlacke, Universität Bremen, scheint das "Ob" und "Wie" eines Post-Kyoto-Abkommens "derzeit mehr als ungewiss". Ein Scheitern der internationalen Verhandlungen könne aber durchaus auch die Möglichkeit eröffnen, über einen Systemwandel bei der internationalen Architektur des Klimaschutzes nachzudenken.Umweltabkommen, Internationale Umweltpolitik, Klimaschutz, Finanzierung, Welt
Autonome Mobilität und autonome Automobile: Deutschlands Patentleistung im internationalen Vergleich
Autonome Mobilität und autonome Automobile Autonome Mobilität und autonome Automobile - Deutschlands Patentleistung im internationalen Vergleich Hubertus Bardt / Enno Kohlisch / Oliver Koppel / Thomas Puls, März 2025 Zusammenfassung Drei Viertel aller internationalen Patentanmeldungen der autonomen Mobilität entfallen auf autonome Automobile. Aber auch das autonome Fliegen oder autonome Arbeitsmaschinen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere beim autonomen Automobil zählt der Forschungsstandort Deutschland über den Zeitraum 2010 bis 2021 mit einem Anteil von 27 Prozent an allen internationalen Patentanmeldungen gemeinsam mit den USA und Japan zur Weltspitze und stellt sogar das patentstärkste Unternehmen. In diesem Zeitraum ist die Anzahl der jedes Jahr aus Deutschland kommenden internationalen Patentanmeldungen deutlich von 1.350 auf 3.900 gestiegen. Dennoch ist ihr Anteil an allen Anmeldungen von 36 auf 25 Prozent gesunken, da andere Nationen ihre Patentaktivität in diesem Bereich noch stärker erhöht haben. Insbesondere China holt massiv auf und droht angesichts seiner Kompetenz im Softwarebereich, den USA und Deutschland den Rang abzulaufen. Während die Automobilindustrie weltweit mit zuletzt 68 Prozent weiterhin den Großteil aller Patente des autonomen Automobils hervorbringt, drängen zunehmend auch Elektronik- und IT-Konzerne in diesen Markt. Ein strategischer Ansatzpunkt für die deutschen Automobilhersteller und ihre Zulieferer könnte darin bestehen, aufbauend auf ihrem sehr gut aufgestellten Patentportfolio im Hardwarebereich Kooperationen mit Unternehmen aus der Elektronik- und Softwarebranche einzugehen. Damit können die komplementär benötigten Softwarekomponenten in ihre Produkte des autonomen Automobils integriert werden.Three quarters of all international patent applications relating to autonomous mobility are for autonomous cars. However, unmanned aircraft systems and driverless machinery are also growing in importance. In the field of autonomous cars, Germany joins the USA and Japan in hosting the world's leading research centres. Between 2010 and 2021 Germany had a 27 per cent share of all relevant international patent applications and could even boast the single company with the highest number of patents. Over this period, the annual number of international patent applications originating in Germany almost tripled from 1,350 to 3,900. Nevertheless, the country's share of all applications in this area fell from 36 to 25 per cent, as other nations increased their patent activity even more. China, in particular, is catching up massively and, given its expertise in the software sector, is threatening to overtake both the USA and Germany. With a current 68 per cent share, the automotive industry continues to produce the majority of all patents relating to autonomous cars worldwide. However, more and more electronics and IT companies are penetrating the market. Entering into partnerships with these latter firms could prove a successful long-term strategy for German carmakers and their suppliers. Building on their own very strong patent portfolio in the hardware sector it would enable them to integrate complementary software into their autonomous cars and components
La transition énergétique : un défi pour l'industrie allemande
La transition énergétique : un défi pour l'industrie allemande / Hubertus Bardt, directeur adjoint pour la politique économique et sociale à l’Institut de l’économie allemande (Institut der deutschen Wirtschaft) de Cologne. Paris : IFRI, juin 2013, 29 p. (Note du Cerfa n°102) http://www.ifri.org/downloads/noteducerfa102hbardtvf.pdf Présentation (© IFRI) : En s’engageant dans une transition énergétique sans précédent au niveau international, l’Allemagne a lancé un défi à son industrie. De nom..
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