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Die neue DIN EN 16907 "Earthworks"
Im Jahr 2009 wurde CEN/TC 396 „Erdarbeiten“ mit der Zielsetzung gegründet, erstmalig europäische Normen für Erdarbeiten zu erarbeiten. Durch eine einheitliche Grundlage für Erdarbeiten in den EU-Ländern sollen Handelshemmnisse vermieden und die Nutzung und Schonung natürlicher Ressourcen verbessert werden. Länder mit bestehenden nationalen Regelwerken, z. B. im Eisenbahn- oder Straßenbau, können diese weiterhin anwenden und gleichzeitig Erfahrungen mit der europäischen Norm sammeln. Gespiegelt werden die Arbeiten vom NA 005-05-22 AA „Erdarbeiten (SpA zu CEN/TC 396 und CEN/TC 396/WG 1 bis WG 8), Gemeinschaftsausschuss mit FGSV“ im DIN-Normenausschuss Bauwesen. Von allen Beteiligten wurde in den letzten Jahren großes Engagement in die Erarbeitung und Begleitung der ersten sechs Teile der Normenreihe EN 16907 eingebracht. Ihre Veröffentlichung wird im April 2019 erwartet. Bereits 2017 wurde DIN CEN/TS 17006 (DIN SPEC 1035), Erdarbeiten – Flächendeckende dynamische Verdichtungskontrolle (FDVK) veröffentlicht. Der Norm-Entwurf zu DIN EN 16907-7, Erdarbeiten – Teil 7: Hydraulische Einbringung von mineralischen Abfällen befindet sich derzeit in der CEN-Umfrage. Diese erste Generation der europäischen Erdbaunormen stellt im Ergebnis den derzeitigen Konsens im europäischen Raum dar und geht den ersten Schritt in Richtung Harmonisierung. Zudem wird eine Übersicht über die nationale Praxis der verschiedenen Länder gegeben. Sie bietet somit für ausführende Unternehmen eine Hilfestellung, da diese einen Überblick über die Regelwerke der jeweiligen Länder erhalten. In neuen Arbeitsgruppen des CEN/TC 396 haben bereits die Arbeiten an weiteren Normungsvorhaben begonnen. Ein Technical Report (CEN/TR) zum Einsatz von sekundären Rohstoffen befindet sich in der Erarbeitung, und eine Arbeitsgruppe befasst sich mit erdbauspezifischen Prüfverfahren. Diese neuen Themen werden ebenfalls durch den NA 005-05-22 AA gespiegelt. Für die nächste Generation europäischen Erdbaunormen wird der NA 005-05-22 AA gemeinsam mit den Gremien der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) eine auf den Erfahrungen mit der neuen Normenreihe basierende Liste mit Änderungserfordernissen vorbereiten, die bei der nächsten turnusmäßigen Überprüfung im Sommer 2023 von deutscher Seite eingebracht werden soll
The use of substitute construction materials: the view from the road sector
Die Länderarbeitsgemeinschaften Bodenschutz (LABO), Abfall (LAGA) und Wasser (LAWA) haben im September 2005 das Bundesumweltministerium gebeten, bundeseinheitliche, rechtsverbindliche Anforderungen an die Verwertung von mineralischen Abfällen in technischen Bauwerken und in bodenähnlichen Anwendungen zu regeln. Die Umweltministerien der Länder haben in ihren Stellungnahmen zum 2. Arbeitsentwurf der Mantelverordnung Forderungen gestellt, bei deren Umsetzung der Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen im Verkehrswegebau stark eingeschränkt und unwirtschaftlich würde. Der Wille zur Schonung natürlicher Ressourcen ist nicht erkennbar. Anforderungen an Straßenbauwerke, an den Umweltschutz und an die Kreislaufwirtschaft konkurrieren in vielen Bereichen miteinander. Im Gesetzgebungsverfahren sind bisher trotz Gesprächen zwischen den Ressorts auf Arbeitsebene in grundlegenden Aspekten keine Einigung oder von Allen tragbare Kompromisse erzielt worden. Der Verkehrswegebau ist Hauptabnehmer der Ersatzbaustoffe, geht mit großen Mengen des Primärbaustoffs "Boden" um, ist aber auch "Abfallerzeuger". In der Mantelverordnung werden Regelungen getroffen, die stark in die Belange des Straßenbaus eingreifen. Aus diesem Grund ist die Beteiligung der Straßenbauverwaltung erforderlich, um die bautechnische und bauvertragliche Kompetenz sicher zu stellen, das Potenzial für Boden- und Grundwasserschutz auszuschöpfen und natürliche Ressourcen zu schonen. Die wichtigsten Aspekte zum umweltgerechten Einsatz von Boden und Ersatzbaustoffen aus der Sicht des Straßenbaus werden vorgestellt.In September 2005, the federal states working groups on soil conservation (LABO), waste (LAGA), and water (LAWA) asked the Federal Ministry of the Environment to regulate for requirements relating to the use of mineral waste in civil engineering works and soil-related work that would be both uniform for the entire country and legally binding. In their statements on the second working draft of the relevant ordinance, which will impact on a number of existing ordinances, the ministries of the environment at federal state level made a number of demands. The meeting of these demands would not only severely restrict the use of mineral substitute construction materials in road construction but also make it uneconomical. There is no discernible will to conserve natural resources. The demands of road construction, environmental protection, and the circular economy conflict with each other in many areas despite consultations between all relevant ministries at working level as part of the legislative process, no agreement has been reached on fundamental points and no compromises that are acceptable to all parties have been reached. Road construction is the main purchaser of substitute construction materials, deals with large volumes of the primary construction material soil, and also generates waste. Regulations included in this ordinance impact heavily on matters concerning road construction. For this reason, the involvement of the road construction administration is necessary in order to ensure structural engineering and construction contract expertise, to exploit the potential for soil and ground water conservation, and to conserve natural resources. This paper outlines the most important aspects of the environmentally friendly use of soil and substitute construction materials from the perspective of the road construction sector
Forschung und Entwicklung im Erdbau 2010-2013
Es ist Tradition in der Forschungsgesellschaft, an den Anfang von Arbeitsgruppentagungen den Tätigkeitsbericht des Arbeitsgruppenleiters zu stellen. Die Tätigkeiten im Berichtszeitraum zwischen 2010 und 2013 spiegeln sich in den Vorträgen über Ergebnisse und abgeschlossene Aktivitäten wider. Der Bericht ist deshalb auf Veränderungen und Entwicklungen fokussiert, die seit der Erd- und Grundbautagung 2010 stattgefunden haben. Das betrifft organisatorische und personelle Veränderungen in der Arbeitsgruppe, laufende und geplante Forschungsvorhaben und Regelwerke. Bei den vielfältigen Themen und Aufgaben der Arbeitsgruppe werden für weitergehende Informationen die nachfolgenden Beiträge der Tagung 2013 und die Road Maps und Steckbriefe der Gremien auf der Internetseite der FGSV empfohlen
The use of substitute construction materials: the view from the road sector
Die Länderarbeitsgemeinschaften Bodenschutz (LABO), Abfall (LAGA) und Wasser (LAWA) haben im September 2005 das Bundesumweltministerium gebeten, bundeseinheitliche, rechtsverbindliche Anforderungen an die Verwertung von mineralischen Abfällen in technischen Bauwerken und in bodenähnlichen Anwendungen zu regeln. Die Umweltministerien der Länder haben in ihren Stellungnahmen zum 2. Arbeitsentwurf der Mantelverordnung Forderungen gestellt, bei deren Umsetzung der Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen im Verkehrswegebau stark eingeschränkt und unwirtschaftlich würde. Der Wille zur Schonung natürlicher Ressourcen ist nicht erkennbar. Anforderungen an Straßenbauwerke, an den Umweltschutz und an die Kreislaufwirtschaft konkurrieren in vielen Bereichen miteinander. Im Gesetzgebungsverfahren sind bisher trotz Gesprächen zwischen den Ressorts auf Arbeitsebene in grundlegenden Aspekten keine Einigung oder von allen tragbare Kompromisse erzielt worden. Der Verkehrswegebau ist Hauptabnehmer der Ersatzbaustoffe, geht mit großen Mengen des Primärbaustoffs "Boden" um, ist aber auch "Abfallerzeuger". In der Mantelverordnung werden Regelungen getroffen, die stark in die Belange des Straßenbaus eingreifen. Aus diesem Grund ist die Beteiligung der Straßenbauverwaltung erforderlich, um die bautechnische und bauvertragliche Kompetenz sicherzustellen, das Potenzial für Boden- und Grundwasserschutz auszuschöpfen und natürliche Ressourcen zu schonen. Die wichtigsten Aspekte zum umweltgerechten Einsatz von Boden und Ersatzbaustoffen aus der Sicht des Straßenbaus werden vorgestellt.In September 2005, the federal states working groups on soil conservation (LABO), waste (LAGA), and water (LAWA) asked the Federal Ministry of the Environment to regulate for requirements relating to the use of mineral waste in civil engineering works and soil-related work that would be both uniform for the entire country and legally binding. In their statements on the second working draft of the relevant ordinance, which will impact on a number of existing ordinances, the ministries of the environment at federal state level made a number of demands. The meeting of these demands would not only severely restrict the use of mineral substitute construction materials in road construction but also make it uneconomical. There is no discernible will to conserve natural resources. The demands of road construction, environmental protection, and the circular economy conflict with each other in many areas despite consultations between all relevant ministries at working level as part of the legislative process, no agreement has been reached on fundamental points and no compromises that are acceptable to all parties have been reached. Road construction is the main purchaser of substitute construction materials, deals with large volumes of the primary construction material soil, and also generates waste. Regulations included in this ordinance impact heavily on matters concerning road construction. For this reason, the involvement of the road construction administration is necessary in order to ensure structural engineering and construction contract expertise, to exploit the potential for soil and ground water conservation, and to conserve natural resources. This paper outlines the most important aspects of the environmentally friendly use of soil and substitute construction materials from the perspective of the road construction sector
The environmentally friendly use of recycled construction materials
Der Einsatz von Recycling-Baustoffen (RC-Baustoffen) soll zukünftig in einer "Bundesverwertungsverordnung für mineralische Abfälle in technischen Bauwerken" geregelt werden. Bei der Erstellung dieser Verordnung gilt es, die technischen Bauwerke "Straße" und die dafür vorhandenen beziehungsweise in Er- und Überarbeitung befindlichen Regelungen angemessen zu berücksichtigen. In Deutschland werden RC-Baustoffe überwiegend in 3 Verwertungsklassen aufbereitet. In der höchsten Verwertungsklasse können die RC-Baustoffe in Tragschichten im Straßenoberbau eingesetzt werden. Ein großer Teil der aufbereiteten RC-Baustoffe kann unter bautechnischen und umweltrelevanten Aspekten beim Bau von Dämmen und Schutzwällen verwendet werden. Hinsichtlich der Umweltverträglichkeit werden Qualitätsklassen für den uneingeschränkten beziehungsweise eingeschränkten offenen Einbau bei ungünstigen beziehungsweise günstigen hydrogeologischen Standortbedingungen sowie für den Einbau mit definierten technischen Sicherungsmaßnahmen angeboten. Wo und unter welchen Bedingungen RC-Baustoffe im Straßenbau eingesetzt werden dürfen, ist in den "Richtlinien für die umweltverträgliche Anwendung von industriellen Nebenprodukten und RC-Baustoffen im Straßenbau" (RuA-StB) geregelt. Die RuA-StB werden derzeit zusammen mit Vertretern der Länderarbeitsgemeinschaften überarbeitet. Sie sollen zukünftig durch das "Merkblatt über technische Sicherungsmaßnahmen bei Verwendung von schadstoffbelasteten Böden und Baustoffen im Erdbau (M TS E), Teil 1: Behandlung mit Bindemitteln und Teil 2: Bauweisen" ergänzt werden. Darin werden Bauweisen und Verfahren aufgezeigt, die die Durchsickerung beziehungsweise den Austrag von Schadstoffen bei Dämmen und Schutzwällen so reduzieren, dass keine schädliche Veränderung von Gewässern zu befürchten ist.In the future, the use of recycled construction materials shall be regulated by a Federal ordinance on the use of mineral debris in engineering structures. When drafting this ordinance, it will be important to adequately take into account both roads and all existing regulations relating to road construction, whether these regulations are currently being drafted or revised. In Germany, recycled construction materials are generally processed to meet the requirements of one of three utilisation Recycled construction materials in the highest utilisation can be used in pavement bases. A large proportion of processed recycled construction materials can be used for the construction of embankments and protective embankments as long as structural and environmental considerations are taken into account. With regard to environmental compatibility, there are quality es for unrestricted or restricted open paving in favourable or unfavourable hydrogeological locations and for paving with defined technical precautions. Where and under what conditions recycled construction materials may be used for road construction is stipulated in the "Guidelines for the environmentally friendly use of industrial by-products and recycled construction materials in road construction" (RuA-StB). The RuA-StB are currently being revised in conjunction with representatives of the Laender working groups. The intention is that these guidelines shall be supplemented by the Instructions on technical precautions that must be taken when using contaminated soils and construction materials for earthworks, Part 1: Treatment using binders (M TS E) and Part 2: Construction methods. These instructions shall outline the construction methods and procedures that reduce the leaching or discharge of contaminants in embankments or protective embankments in such a way that watercourses are not polluted in any way
Research and development in Earthworks from 2007 to 2010
Es ist Tradition in der Forschungsgesellschaft, an den Anfang von Arbeitsgruppentagungen den Tätigkeitsbericht des Arbeitsgruppenleiters zu stellen. Die Tätigkeiten im Berichtszeitraum zwischen 2007 und 2010 spiegeln sich in den Vorträgen über Ergebnisse und abgeschlossene Aktivitäten wider. Der Bericht ist deshalb auf Veränderungen und Entwicklungen fokussiert, die seit der Erd- und Grundbautagung 2007 stattgefunden haben. Das betrifft organisatorische und personelle Veränderungen in der Arbeitsgruppe, laufende und geplante Forschungsvorhaben und Regelwerke. Außerdem ist über die Europäische Normung der Erdarbeiten und die Aktivitäten zur nationalen Spiegelung zu berichten. Bei den vielfältigen Themen und Aufgaben der Arbeitsgruppe werden für weitergehende Informationen die Road Maps und Steckbriefe der Gremien auf der Internetseite der FGSV empfohlen.It is a tradition of the research association to present the activity report of the work group manager at the beginning of work group meetings. The activities in the reporting period between 2007 and 2010 are reflected in the presentations of results and concluded activities. This report therefore focuses on the changes and developments that have taken place since the Earthworks Meeting 2007. It concerns organisational and personal changes to the work group, current and planned research projects and regulations. The European standardisation regarding earthworks and the activities for national mirroring of regulations are also described. As the topics and responsibilities of the work group cover a very wide range, it is recommended to use the Road Maps and Profiles of the committees on the internet site of the Road and Traffic Research Organisation (FGSV) for further information
Realisation of soil- and groundwater-protection in road construction
In den letzten Jahren sind neue Gesetze verabschiedet und Verordnungen erlassen worden, die hinsichtlich des Schutzes der Medien Boden und Wasser sowie hinsichtlich der Kreislaufwirtschaft bei der Erfüllung des gesetzlichen Auftrags, Straßen zu bauen, zu unterhalten und zu erweitern beziehungsweise zu verbessern, berücksichtigt werden müssen. Zur Konkretisierung dieser Gesetze und Verordnungen für den Straßenbau und seine Bauwerke sind in den jeweiligen Gremien der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) entsprechende Regelwerke erarbeitet worden beziehungsweise werden erarbeitet. Parallel dazu sind von den Umweltverwaltungen Regelungen erarbeitet worden, die in die Belange des Straßenbaus eingreifen. Die jeweiligen Regelungen fanden in der Vergangenheit von der jeweils anderen Seite kaum Akzeptanz. Ausgehend von den Vereinbarungen über eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen der Länderarbeitsgemeinschaft "Abfall" und der Leiterkonferenz Straßenbau mit festgelegten "Kernkompetenzen" wird über den aktuellen Bearbeitungsstand des Straßenbauregelwerks mit Bezug zu Umweltschutzfragen berichtet, wobei die Regelungen zur umweltverträglichen Anwendung von RC-Baustoffen und industriellen Nebenprodukten im Vordergrund stehen. Es wird aufgezeigt, was bei der Zusammenarbeit inzwischen erreicht worden ist und bei welchen Aspekten noch wesentliche Meinungsunterschiede zwischen Straßen- und Umweltverwaltung bestehen. Der Ausblick ist den erkennbaren Ansätzen für das (horizontale) Mandat ER3 "Umwelt- und Gesundheitsanforderungen" gewidmet.During the last years new laws have been passed and decrees have been published which have to be considered with regard to the protection of the media soil and water as well as the recycling system when fulfilling the statutory instructions to build, to maintain and to widen or rather to improve roads. To put these laws and decrees for road constructions and its buildings in concrete form the competent bodies of experts of the FGSV (Research Association for Roads and Traffic) have worked out, or rather are still working out, respective set of rules and regulations. At the same time rules and regulations, which interfere with the interest of road construction, have been worked out by the environmental administration. In the past the respective rules and regulations were hardly accepted by the other side. Proceeding from the agreement about a better cooperation between the state working pool "waste" and the head meeting "road construction" with fixed "core competence" it is reported about the latest working stand of the road constructions set of rules and regulations, in doing so the regulations concerning the environmentally friendly usage of RC-building material and industrial byproduct are given special emphasis. It is pointed out, what the cooperation has achieved so far and in which aspects essential disagreement between road- and environmental administration still remains. The outlook is dedicated to the recognizable approach for the (horizontal) mandate ER3 "Environment and health demands"
The use of substitute construction materials: the view from the road sector
Die Länderarbeitsgemeinschaften Bodenschutz (LABO), Abfall (LAGA) und Wasser (LAWA) haben im September 2005 das Bundesumweltministerium gebeten, bundeseinheitliche, rechtsverbindliche Anforderungen an die Verwertung von mineralischen Abfällen in technischen Bauwerken und in bodenähnlichen Anwendungen zu regeln. Die Umweltministerien der Länder haben in ihren Stellungnahmen zum 2. Arbeitsentwurf der Mantelverordnung Forderungen gestellt, bei deren Umsetzung der Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen im Verkehrswegebau stark eingeschränkt und unwirtschaftlich würde. Der Wille zur Schonung natürlicher Ressourcen ist nicht erkennbar. Anforderungen an Straßenbauwerke, an den Umweltschutz und an die Kreislaufwirtschaft konkurrieren in vielen Bereichen miteinander. Im Gesetzgebungsverfahren sind bisher trotz Gesprächen zwischen den Ressorts auf Arbeitsebene in grundlegenden Aspekten keine Einigung oder von Allen tragbare Kompromisse erzielt worden. Der Verkehrswegebau ist Hauptabnehmer der Ersatzbaustoffe, geht mit großen Mengen des Primärbaustoffs "Boden" um, ist aber auch "Abfallerzeuger". In der Mantelverordnung werden Regelungen getroffen, die stark in die Belange des Straßenbaus eingreifen. Aus diesem Grund ist die Beteiligung der Straßenbauverwaltung erforderlich, um die bautechnische und bauvertragliche Kompetenz sicher zu stellen, das Potenzial für Boden- und Grundwasserschutz auszuschöpfen und natürliche Ressourcen zu schonen. Die wichtigsten Aspekte zum umweltgerechten Einsatz von Boden und Ersatzbaustoffen aus der Sicht des Straßenbaus werden vorgestellt.In September 2005, the federal states working groups on soil conservation (LABO), waste (LAGA), and water (LAWA) asked the Federal Ministry of the Environment to regulate for requirements relating to the use of mineral waste in civil engineering works and soil-related work that would be both uniform for the entire country and legally binding. In their statements on the second working draft of the relevant ordinance, which will impact on a number of existing ordinances, the ministries of the environment at federal state level made a number of demands. The meeting of these demands would not only severely restrict the use of mineral substitute construction materials in road construction but also make it uneconomical. There is no discernible will to conserve natural resources. The demands of road construction, environmental protection, and the circular economy conflict with each other in many areas despite consultations between all relevant ministries at working level as part of the legislative process, no agreement has been reached on fundamental points and no compromises that are acceptable to all parties have been reached. Road construction is the main purchaser of substitute construction materials, deals with large volumes of the primary construction material soil, and also generates waste. Regulations included in this ordinance impact heavily on matters concerning road construction. For this reason, the involvement of the road construction administration is necessary in order to ensure structural engineering and construction contract expertise, to exploit the potential for soil and ground water conservation, and to conserve natural resources. This paper outlines the most important aspects of the environmentally friendly use of soil and substitute construction materials from the perspective of the road construction sector
Use of EPS hard-foam blocks in the construction of road embankments
EPS-Hartschaumstoffe (expandiertes Poly-Styrol, handelsübliche Bezeichnung "Styropor") werden im Straßenbau in Deutschland schon seit 25 Jahren als Ersatz für Frostschutzschichten erfolgreich angewendet. Seit einigen Jahren liegen aus dem Ausland Erfahrungen mit der Verwendung von EPS-Hartschaum als Ersatz für klassische Dammbaustoffe vor. In der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sind an Modellstraßen mit EPS im Straßenunterbau Großversuche durchgeführt worden. Auf diesen Grundlagen wurde vom AK 5.12.1 "Leichtbaustoffe" der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) das 1995 erschienene "Merkblatt für die Verwendung von EPS-Hartschaumstoffen beim Bau von Straßendämmen" erarbeitet. Mit EPS-Hartschaum lassen sich wegen seiner sehr geringen Rohdichte von 20 bis 30 kg pro m3 viele standsicherheits- und verformungsrelevante Probleme beim Straßenbau auf wenig tragfähigem Untergrund lösen, wie zum Beispiel bei Rampen an Überführungsbauwerken, bei der Verarbeitung von Straßen oder bei der Sanierung von Setzungsschäden. In dem Beitrag werden Materialeigenschaften von EPS, wie mechanisches, chemisches und biologisches Verhalten, sowie die verschiedenen Bauweisen, die sich hinsichtlich der Höhenlage des EPS-Körpers im Damm unterscheiden, vorgestellt. Außerdem wird über die Ergebnisse von Dauerbelastungsversuchen der BASt an Modellstraßen berichtet, die für unterschiedliche EPS-Überdeckungsarten verschiedene Einstufungen in die Bauklassen nach den RStO 86/89 ergaben. Daraus lassen sich allgemeine Empfehlungen für die Dimensionierung der EPS-Überdeckung bei verschiedenen Randbedingungen ableiten. Anhand zweier Beispiele werden die Bemessungs- und Ausführungskriterien für die Verwendung von EPS-Hartschaumstoff erläutert
Road construction in view of the area of conflict of the circular flow economy and the environmental protection
Anforderungen an Straßenbauwerke, an den Umweltschutz und an die Kreislaufwirtschaft konkurrieren in vielen Bereichen miteinander. Im Gesetzgebungsverfahren werden trotz Abstimmung zwischen den Ressorts in diesem Spannungsfeld in relevanten Aspekten nicht immer Einigung oder von allen Betroffenen tragbare Kompromisse erzielt. Diese Feststellung trifft auch auf die Verwertung sogenannter Ersatzbaustoffe zu. An einer "Verordnung über Anforderungen an den Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen in technischen Bauwerken" wird unter Federführung des Bundesumweltministeriums seit fast 10 Jahren gearbeitet. Die unterschiedlichen Interessen von Umweltseite, Wirtschaft und Anwendern bei der Verwertung von Bodenmaterial, RC-Baustoffen und industriellen Nebenprodukten liegen teilweise im Grundsätzlichen und teilweise im Detail. In dem Beitrag werden Verwertungswege und -lösungen im Straßenbau aufgezeigt, bei denen die im Straßenkörper vorhandenen Baustoffe zum Beispiel bei Erhaltungsmaßnahmen oder bei Maßnahmen zur grundhaften Erneuerung vor Ort wieder eingesetzt werden. Die Betroffenheit des Straßenbaus in dem oben genannten Spannungsfeld besteht aber insbesondere bei Maßnahmen mit Massenüberschuss oder -defizit, also bei der Abgabe von anstehenden Böden oder gebrauchten Baustoffen aus Straßenbauwerken beziehungsweise beim Einsatz von Bodenmaterial, RC-Baustoffen oder industriellen Nebenprodukten in Straßenbauwerken. Zum umweltgerechten Einsatz dieser Baustoffe im Straßenbau sind deshalb in den letzten Jahren vielfältige Forschungsaktivitäten durchgeführt worden oder laufen noch, weitere Untersuchungen sind geplant. Konzepte und Ziele dieser Aktivitäten werden vorgestellt.Demands on road construction, environmental flow protection, and the circular economy rival with each other in many areas. Despite the fact that in Germany, the ministry responsible for a piece of legislation relating to these areas consults with all relevant ministries as part of the legislative process, the ministries do not always reach agreement on relevant aspects or arrive at compromises that are acceptable to all parties. This is also true for the utilization of what are known as "substitute construction materials". For instance, the Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation, Building, and Nuclear Safety has been working on a "Regulation on the requirements relating to the use of substitute mineral materials in technical civil engineering works" for almost ten years now. The interests of the environmental protection sector, the economy, and users when it comes to the use of soil material, recycled materials, and industrial by-products can differ both on fundamental matters and in specific details. This article highlights utilization processes and solutions in the field of road construction where the construction materials present in the road are recycled on site, e. g. for maintenance or rehabilitation measures. However, nowhere are the conflicting interests in the field of road construction so marked as in those cases where there is too much or too little material available, in other words in cases where soil or construction materials used in road structures are disposed of or in cases where soil material, recycled material, or industrial by-products are supplied in road structures. In order to ensure that this material is used in an environmentally sound manner in the field of road construction, several research activities have either been completed in recent years or are ongoing. Further studies are also planned. This article outlines the concepts behind and the objectives of these activities
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