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Die mikrochirurgische Therapie des cerebralen und spinalen Ependymoms
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die mikrochirurgische Therapie des cerebralen und spinalen Ependymoms. Als Grundlage der Evaluation dienten die aufgezeichneten klinischen Daten, Operationsberichte und radiologische Bilder aus der Patientenakte. Über einen Zeitraum von 20 Jahren (von 1987 bis 2007) unterzogen sich insgesamt 84 Patienten, die an einem Ependymom erkrankt waren, einer mikrochirurgischen Operation in der Neurochirurgischen Klinik der Universitätsklinik Bonn. 27 Patienten, darunter 14 Männer und 13 Frauen (davon insgesamt neun Kinder), litten an einem cerebralen Ependymom, 57 Patienten (33 Männer, 24 Frauen) an einem spinalen Ependymom. Der Median des Follow-Up lag bei 84 Monaten, der Mittelwert bei 87 Monaten. Bei Patienten mit spinalem Ependymom betrug das mittlere Follow-up 67 Monate, derMedian 56 Monate. Die archivierten histopathologischen Gewebsschnitte der Patienten wurden durch das Institut für Neuropathologie/ Deutsches Tumorreferenzzentrum der Universitätsklinik Bonn erneut beurteilt und reklassifiziert. Eine totale Tumorresektion konnte in 20 Fällen (74%) durchgeführt werden. In zehn Fällen (37%) traten Rezidive auf, darunter sechs Patienten mit E II und vier Patienten mit AE III. Postoperativ lag bei 22 von 27 Patienten ein unveränderter bzw. verbesserter Karnofsky- bzw. Lansky-Score vor. Das Gesamtüberleben bzw. progressionsfreie Überleben nach fünf Jahren betrug in der Gruppe der cerebralen Ependymome 86% bzw. 71%. Eine infratentorielle Tumorlokalisation und eine vollständige Resektion waren mit einer verbesserten Prognose assoziiert. In der Patientengruppe der spinalen Ependymome wurden Tumorrezidive in fünf Fällen (9%), darunter bei drei von insgesamt 16 MPE (19%), beobachtet. In vier der fünf Fälle war der Tumor zuvor nur unvollständig reseziert worden. In 49 Fällen blieb der präoperative McCormick-Grad postoperativ unverändert oder verbesserte sich. Eine permanente Verschlechterung (d.h. länger als ein Jahr) war in vier Fällen zu beobachten. Die Rate des progressionsfreien Überlebens betrug 89% nach fünf Jahren bzw. 84% nach zehn Jahren. In der multivariaten Analyse zeigte sich die unvollständige Resektion als einziger unabhängiger Prädiktor für das PFÜ (p=0.027)
Die Rolle von Monozyten-Chemoattraktor-Protein-1 im Remodeling des reperfundierten Myokardinfarktes bei Mäusen
Die Reperfusion eines Myokardinfarktes führt zu einer Entzündungsreaktion, die eine entscheidende Rolle im Remodeling und in der nachfolgenden Entwicklung der linksventrikulären Dysfunktion spielt. Die Ausdehnung der Entzündungsreaktion wird neben der Produktion von pro- und antiinflammatorischen Zytokinen auch durch die Induktion von Chemokinen reguliert. Verschiedene Zellen des Immunsystems werden durch Chemokine beeinflusst, darunter ist das CC-Chemokin MCP-1, ein potenter chemotaktischer Faktor für Monozyten und Makrophagen. In der vorliegenden Studie wurde die Rolle von MCP-1 im Remodeling nach Reperfusion eines Myokardinfarktes untersucht. Die Myokardischämie und –reperfusion wurde experimentell in einem „closed chest“ Modell an Wildtyp- undMCP-1-/- Mäusen vorgenommen. Die durch Reperfusion induzierte Infiltration von neutrophilen Granulozyten war vergleichbar zwischen den beiden Mäusestämmen. Nach 24 Stunden zeigten die MCP-1-defizienten Mäuse dagegen eine geringere Induktion von proinflammatorischen Zytokinen und eine verzögerte Einwanderung von Makrophagen in das ischämische Myokard. Die Phagozytose der geschädigten Kardiomyozyten und die Differenzierung der Myofibroblasten waren dadurch bei MCP-1-defizienten Tieren signifikant verzögert und im Gegensatz zu den Wildtypmäusen war das Granulationsgewebe nach drei Tagen Reperfusion noch nicht vollständig ausgebildet. Die Induktion von antiinflammatorischem IL-10 und den für Fibrose verantwortlichen TGF-β-Isoformen war gleichzeitig reduziert und erreichte das Maximum erst nach sieben Tagen Reperfusion. Die spätere Induktion von Osteopontin, einem Marker der reifen Makrophagen, unterstreicht die verzögerte Narbenbildung bei MCP-1-/- Mäusen. Trotz dieser Effekte zeigten sich keine Unterschiede in der Neoangiogenese oder Infarktausdehnung, während funktionell lediglich eine signifikant geringere linksventrikuläre Dilatation bei den MCP-1-defizienten Mäusen beobachtet wurde. Zusammenfassend hat MCP-1 wichtige Effekte auf die Produktion von Zytokinen, Infiltration und auf die Funktion der Makrophagen sowie auf die Differenzierung von Myofibroblasten im reperfundierten Myokardinfarkt. Die MCP-1-Defizienz führte über eine verlängerte Entzündungsreaktion mit späterer Phagozytose der geschädigten Kardiomyozyten zur verzögerten Ausbildung von Granulationsgewebe und damit länger andauernden linksventrikulären Remodeling
CILENGITIDE AND METRONOMIC TEMOZOLOMIDE FOR RELAPSED OR REFRACTORY HIGH GRADE GLIOMAS OR DIFFUSE INTRINSIC PONTINE GLIOMAS IN CHILDREN AND ADOLESCENTS - PRELIMINARY RESULTS OF THE GERMAN PHASE II STUDY HIT-HGG-CILMETRO
Idarubicin - Fludarabin - Cytarabin - Granulozyten-Kolonie stimulierender Faktor (Ida-FLAG) als Reinduktions- Chemotherapie bei refraktärer und rezidivierter Akuter Myeloischer Leukämie im Kindes- und Jugendalter : Ergebnisse einer multizentrischen Phase-II-Studie
In der multizentrischen Phase-II-Studie wurden von Februar 1994 bis April 2001 refraktäre und rezidivierte AML-Patienten im Kinder- und Jugendalter mit der Kombinations-Chemotherapie Ida-FLAG bzw. FLAG sowie z. T. einer anschließenden Knochenmarks- oder Stammzelltransplantation behandelt. Die Nachbeobachtung der Patienten erfolgte bis 2006. Die mediane Beobachtungszeit betrug 10,4 Monate (maximal 137,6 Monate). Es wurden 45 Patienten aus 19 Kliniken in Deutschland und Österreich aufgenommen. Bei den 16 weiblichen und 29 männlichen Patienten (Alter bei aktuellem Rezidiv 0,8 – 17,5 Jahre) wurde in 38 Fällen das erste Rezidiv sowie in 2 Fällen das zweite Rezidiv im Rahmen der Studie behandelt. 5 Patienten wiesen zum Zeitpunkt des Studieneintritts eine refraktäre AML auf. Die mediane Dauer der Erstremission betrug 8,1 Monate. Neben 15 ungünstigen Karyotypen fanden sich bei den Patienten 14 normale und 3 günstige Karyotypen. Die vor der Studientherapie eingesetzte Behandlung war – bis auf eine Patientin – bei allen Studienteilnehmern im Rahmen der AML-BFM-Protokolle durchgeführt worden. Einundvierzig der 45 Patienten erhielten im ersten Kurs ein Ida-FLAG-Schema. Vier Patienten wurden initial mit FLAG behandelt. Im zweiten Kurs wurde 4x Ida-FLAG, 19x FLAG und 1x FLAG-FLAG als Konsolidierung bzw. Therapieintensivierung verabreicht. Einundzwanzig Patienten erhielten keinen zweiten Kurs. Fünfundzwanzig Patienten erhielten zusätzlich eine intrathekale Chemotherapie. Bei 28 der 45 Patienten wurde im Anschluss an Ida-FLAG bzw. FLAG eine Knochenmarks- oder Stammzelltransplantation durchgeführt. Nach Durchführung der Chemotherapie erreichten 29 Patienten (64,4 %) eine CR, 3 Patienten (6,6 %) eine PR und 13 (18,8 %) blieben refraktär. Bei Einsatz von Ida-FLAG als Reinduktionskurs gelangten 68,3 % in CR, bei FLAG als Reinduktionskurs erreichten 25 % der Patienten eine CR. Am Ende des Beobachtungszeitraums lebten 13 (28,9 %) der Patienten. Das maximale Gesamtüberleben in CR lag bei 137 Monaten. In der univarianten Überlebensanalyse fand sich ein signifikanter Einfluss des FAB-Typs (FAB M5 verglichen mit den restl. FAB-Typen) auf das Überleben. Ebenso hatten die Dauer der Erstremission und die Durchführung einer KMT/PBSCT einen signifikanten Einfluss auf EFS, DFS und OS. Die Variablen „Rezidivanzahl bei Studieneintritt“ und „Ansprechen auf die Studientherapie“ hatten jeweils einen signifikanten Einfluss auf das OS. Das Alter bei Erstdiagnose und die Dauer bis zum ersten Rezidiv zeigten in unserer Studie keinen signifikanten Einfluss auf das Überleben. Nach Aufnahme der signifikanten Variablen in die Cox-Regressionsanalyse ergab sich nur für die Durchführung einer KMT/PBSCT mit p = 0,000 ein signifikanter Einfluss auf das 5-Jahres-EFS, -DFS und -OS. Die hämatologische Toxizität äußerte sich in einer längeren Myelosuppression in den Ida-FLAG Kursen verglichen mit den FLAG-Kursen. Bei einem Patienten musste die Behandlung aufgrund einer prolongierten Myelosuppression abgebrochen werden. Als nicht-hämatologische Toxizität stachen – neben leichtgradiger Alopezie, Mukositis sowie leichten Leber- und Nierenbeeinträchtigungen – schwerwiegend und lebensbedrohlich verlaufende Infektionen mit z. T. fatalem Ausgang (Septitiden, v. a. mit pulmonalem Fokus) als schwerwiegende Komplikationen hervor. Es wurden nur leichtgradige kardiologische Einschränkungen bei einem Patienten beobachtet. Chronische Kardiomyopathien als Langzeitfolge fanden sich nicht. Insgesamt konnte sowohl die akute als auch die Langzeit-Toxizität der Behandlung als tolerabel angesehen werden. Im Rahmen der Studie traten 3 Frühtodesfälle (6,6 %) auf – jedoch nicht durch therapiebedingte Komplikationen, sondern als Folge der refraktären AML-Erkrankung. Die geschätzten 5-Jahres Überlebensraten unserer Studie lagen mit EFS 22,0 %, DFS 21,4 % und OS 24,9 % im Bereich der Ergebnisse vergleichbarer anderer pädiatrischer AML-Rezidiv-Studien. Die Durchführung einer Knochenmarks- oder Stammzelltransplantation nach der Reinduktions-Chemotherapie stellte sich als wichtigster Einflussfaktor auf ein langfristiges Überleben der Erkrankung heraus. Ida-FLAG stellt eine effektive Behandlung der refraktären und rezidivierten AML dar. Sie ermöglicht durch das Erreichen einer erneuten CR die Durchführung einer KMT/PBSCT und somit eine Chance auf eine langfristige Heilung der Erkrankung
CILENGITIDE AND METRONOMIC TEMOZOLOMIDE FOR RELAPSED OR REFRACTORY HIGH GRADE GLIOMAS OR DIFFUSE INTRINSIC PONTINE GLIOMAS IN CHILDREN AND ADOLESCENTS - PRELIMINARY RESULTS OF THE GERMAN PHASE II STUDY HIT-HGG-CILMETRO
Intraventricular methotrexate as part of primary therapy for children with infant and/or metastatic medulloblastoma: Feasibility, acute toxicity and evidence for efficacy
Background: To assess feasibility, acute toxicity, and efficacy of intraventricular methotrexate administered as part of the primary therapy in medulloblastoma.
Methods: From 2001 to 2007, 240 patients < 22 years from 61 treatment centres were registered. Patients received 2-3 cycles of intraventricular methotrexate with systemic chemotherapy in three different treatment arms of the prospective multicentre trial HIT2000 (150 children > 4 years with metastatic, 59 < 4 years with non-metastatic, 31 < 4 years with metastatic medulloblastoma).
Results: 211 patients received an intraventricular access device with a subcutaneous reservoir for the application of chemotherapy. Reservoir-associated complications were documented in 57 (27%) patients, mostly due to infection (n = 32) and reservoir malfunction (n = 19), requiring removal in 39 (18%) patients. Acute neurotoxicity likely associated with intraventricular MTX was observed in 9/202 documented patients. Toxicity was usually mild, apart from one therapy-associated death due to toxic oedema followed by seizures. Of 519 treatment cycles including intraventricular methotrexate, 226 (43%) were reduced or omitted, most frequently due to the absence of an intraventricular device. Survival rates were higher in patients receiving ⩾ 75% of the scheduled intraventricular methotrexate dose compared to those receiving < 75% in both univariate and multivariate models (event-free survival (EFS), 61.5 versus 46.2%, p = 0.004; OS, 75.5% versus 60.4%, p = 0.015; hazard ratio: EFS 1.723, p = 0.016; OS 1.648, p = 0.051).
Conclusion: Intraventricular methotrexate therapy was feasible and mostly well tolerated. Infections were the most frequent complication. A higher cumulative dose of intraventricular methotrexate was associated with better survival. Further evaluation of efficacy and late effects is warranted. </p
LONG-TERM FOLLOW-UP OF CHILDREN WITH EPENDYMOMA TREATED ACCORDING TO HIT-TRIALS 1987-1998
LONG-TERM FOLLOW-UP OF CHILDREN WITH EPENDYMOMA TREATED ACCORDING TO HIT-TRIALS 1987-1998
Postponed Is Not Canceled: Role of Craniospinal Radiation Therapy in the Management of Recurrent Infant Medulloblastoma-An Experience From the HIT-REZ 1997 & 2005 Studies
Purpose: To evaluate the efficacy of craniospinal irradiation (CSI) in the management of recurrent infant medulloblastoma after surgery and chemotherapy alone. Methods and Materials: Seventeen pediatric medulloblastoma patients registered in the HIT-REZ 1997 and 2005 studies underwent CSI as salvage treatment at first recurrence. All patients had achieved complete remission after first-line treatment consisting of surgery and chemotherapy. Eleven patients showed metastatic disease at relapse. Five patients underwent surgery prior to radiation therapy, which resulted in complete resection in 1 case. In 1 patient, complete resection of the residual tumor was performed after CSI. Eleven patients received chemotherapy prior, 6 patients during and 8 patients after CSI. All patients received CSI with a median total dose of 35.2 Gy, and all but 1 received a boost to the posterior fossa (median total dose, 55.0 Gy). Metastases were boosted with an individual radiation dose, depending on their location and extent. Results: During a median follow-up time of 6.2 years since recurrence, 11 patients showed progressive disease and died. Median progression-free (overall) survival was 2.9 +/- 1.1 (3.8 +/- 0.8) years. Progression-free survival (PFS) rates at 1, 3, and 5 years were 88% +/- 8%, 46% +/- 12%, and 40% +/- 12%, respectively. Overall survival (OS) rates at 1, 3, and 5 years were 94% +/- 6%, 58% +/- 12%, and 39% +/- 12%, respectively. For 11 patients with classic medulloblastoma, 3-year (and 5-year) PFS and OS were 62% +/- 15% and 72% +/- 14% (52% +/- 16% and 51% +/- 16%), respectively. On univariate analysis, metastatic disease was not associated with poorer progression-free and overall survival. Conclusions: Our results suggest that salvage treatment of relapsed medulloblastomas consisting of CSI and chemotherapy offers a second chance for cure, even for patients with classic histological findings. Metastatic disease at relapse did not have an impact on survival. However, this may be explained by the small number of patients. (C) 2014 Elsevier Inc
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