819 research outputs found
Deutlich mehr Humus in der Bodenoberschicht
Langzeitversuche sind ideal, um die langfristigen Auswirkungen verschiedener Bewirtschaftungssysteme auf den Boden zu erfassen. Meike Grosse und ihre Kolleg*innen haben die ersten Jahre eines solchen Versuchs zur reduzierten Bodenbearbeitung auf einer Biofläche ausgewertet
Auswirkungen des Hackens auf Umwelt und Ertrag - On-farm Versuch auf dem Schlatthof
Das Projekt "Hackfolgen" untersucht die Auswirkungen des Hackens auf Stickstoffmineralisation, Kohlenstoffabbau, Unkraut und Ertrag. Die Idee dazu stammt von Biobauer Andreas Leimgruber. Als Massnahme zur Minderung des Klimawandels wird zunehmend der Einsatz reduzierter Bodenbearbeitungsmethoden anstelle des Pflugs gefordert. Andreas Leimgruber schätzt den Pflug aber sehr, weil er so das Unkraut besser regulieren kann als mit reduzierten Bodenbearbeitungsmethoden. Mit diesem Versuch sollen deshalb die Auswirkungen des Pflügens und der reduzierten Bodenbearbeitung einschliesslich der Hackdurchgänge auf Umwelt und Ertrag verglichen werden. In diesem Video stellt Meike Grosse vom FiBL die Resultate des ersten Versuchsjahres mit Silomais vor. Das Hacken reduziert das Unkrautniveau erwartungsgemäss mit jedem Durchgang, ohne dass dabei die Bodenatmung respektive der Humusabbau signifikant erhöht wird. Die Stickstoffmineralisation wird durch das Hacken angeregt, was zu einem zusätzlichen Stickstoffgehalt im Boden führt. Bei den Silomais-Erträgen erzielt die reduzierte Bodenbearbeitung einen geringeren Ertrag im Vergleich zur Pflug-Bearbeitung. Einmaliges Hacken führt jedoch zu einem Mehrertrag, der mit den Erträgen der Pflugvarianten vergleichbar ist. Das Projekt wird dieses Jahr mit der Hauptkultur Winterweizen fortgesetzt
Emancipation in the net : theatre spectators and the "agency" of network
In a lecture given during the 49th Counterpoint Review of Small Theatrical Forms in Szczecin, Meike Wagner focuses on the emancipation of the theater viewer and the “agency of the Web.” The author's point of departure are some of Jacques Rancière's theses concerning the viewer as a “storyteller” and a “translator,” as well as a theory of the Internet by Bruno Latour. Using these concepts, Wagner performs an insightful analysis of the audience protests at Covent Garden in 1809 (the Old Price Riots) and the Situation Rooms project (2013) by the Rimini Protokoll group. The author considers the course and efficiency of the emancipation process in institutionalized theaters open to this sort of initiative, or the contrary, those which block the viewers' striving toward freedom
The influence of reduced tillage on soil fertility indicators in two long-term field experiments
SIE-SGR-CE
Scholarly Rights and Responsibilities in the Digital Age
This panel discussion session was about author and creator rights from the faculty and graduate student perspective. John Willinsky is a Khosla Family Professor of Education at Stanford University, as well a part-time professor in the UBC Faculty of Education. Reilly Yeo has an MA in comparative politics from McGill University and is currently pursuing an academic career in literature, in addition to her role as a Strategic Consultant with OpenMedia.ca and coordinating social media for the Red Tent campaign. She is a specialist in online communications on complex issues. Meike Wernicke is an SFU graduate with an M.A. in French linguistics currently pursuing a doctoral degree in the Department of Language and Literacy Education at UBC. Her research focuses on multi- and plurilingualism, French language education in Canada, and language teacher professional development. Meike heads the German Department at Capilano University and teaches in the French language MEd cohort program at UBC. This session took place on October 20, 2010 in the Lillooet Room of the Irving K. Barber Learning Centre at the University of British Columbia.Education, Faculty ofOther UBCNon UBCLanguage and Literacy Education (LLED), Department ofUnreviewedOthe
Auswirkungen des Hackens bei reduzierter Bodenbearbeitung
Biolandwirt*innen stehen für die direkte Beikrautregulierung hauptsächlich mechanische Verfahren zur Verfügung. Eines dieser Verfahren, das mechanische Hacken, wird in einem mehrjährigen BLW-Projekt im Hinblick auf die Beikrautentwicklung, den Ertrag der Hauptfrüchte, die Stickstoffmineralisierung des Bodens und den potentiellen Humusabbau untersucht
Der Einfluss von Zwischenfrüchten und reduzierter Bodenbearbeitung in ökologischen Anbausystemen auf Stickstoffflüsse und Beikräuter
Reduzierte Bodenbearbeitung und Zwischenfrüchte haben das Potenzial, Anbausysteme im Ökologischen Landbau weiter zu verbessern, wenn sie an dessen spezifische Bedingungen angepasst werden. Ein Ziel des europäischen Forschungsprojektes „TILMAN ORG“ (2011-2014; www.tilman-org.net) war es, eine wirksamere Beikrautregulierung bei gleichzeitig guter N-Versorgung der Kulturpflanzen durch den verbesserten Einsatz von Zwischenfrüchten innerhalb verschiedener Szenarien reduzierter Bodenbearbeitung zu entwickeln.
Die Ergebnisse zweier wiederholter einjähriger Feldversuche auf zwei verschiedenen Standorten hinsichtlich der Wirkung unterschiedlicher legumer und nicht-legumer Zwischenfruchtarten in verschiedenen Bodenbearbeitungssystemen auf das Beikrautaufkommen, die N-Flüsse und die Hauptfruchterträge sind das erste Hauptthema dieser Arbeit.
Die Standorte der Versuche waren das Versuchsgut der Universität Kassel, die Domäne Frankenhausen (DFH1 und DFH2), und der Biolandbetrieb Meyerhof in Belm/Osnabrück (Belm1 und Belm2). In diesen Versuchen folgte die Hauptfrucht Hafer nach folgenden Zwischenfrüchten:
• Sinapis alba
• Trifolium resupinatum
• Vicia sativa
• sowie einer Schwarzbrache als Kontrolle.
Der Hafer wurde nach unterschiedlichen Bodenbearbeitungsvarianten gesät. Dies waren in DFH1 und DFH2:
• Pflug (22-24 cm Bearbeitungstiefe)
• Grubber (DFH1; 10-12 cm) bzw. Scheibenegge (DFH2; 7 cm)
• Mulchsaat
• Direktsaat.
In Belm1 und Belm2 waren es:
• Pflug (23 cm)
• Grubber (13-15 cm)
• Fräse (6-8 cm).
Im Versuch DFH1 hatte V. sativa den höchsten Ertrag von allen Zwischenfrüchten. Im Versuch DFH2 lag der Ertrag von V. sativa nur bei der Hälfte des Vorjahresversuchs und S. alba erreichte hier ein ähnliches Ertragsniveau. In Belm1 und Belm2 war der Ertrag von S. alba in beiden Jahren deutlich höher als von V. sativa und T. resupinatum. T. resupinatum hatte in jedem der Versuche den niedrigsten Ertrag von allen Zwischenfruchtarten.
V. sativa hatte in DFH1 und DFH2 die höchste N-Aufnahme und das niedrigste C/N-Verhältnis der untersuchten Zwischenfrüchte. S. alba hatte das höchste C/N-Verhältnis. In Belm1 und Belm2 hatte S. alba sowohl die höchste N-Aufnahme als auch das höchste C/N-Verhältnis.
In DFH1 und DFH2 führte V. sativa zu den höchsten Nmin-Gehalten im Oberboden und NO3-N-Gehalten im Unterboden, insbesondere auch in den Varianten mit reduzierter Bodenbearbeitung. In Belm1 und Belm2 waren die N-Gehalte nach allen Zwischenfrüchten ähnlich. Die verschiedenen Bodenbearbeitungsvarianten führten zu keinen signifikanten Unterschieden in den N-Gehalten.
Das Beikrautaufkommen war in DFH1 in den Pflugvarianten grundsätzlich niedrig verglichen mit den anderen Bodenbearbeitungsvarianten. In DFH1 mussten in den Mulch- und Direktsaatvarianten die Haferparzellen nach den Zwischenfrüchten S. alba und T. resupinatum sowie nach der Schwarzbrache wegen zu hohen Beikrautdruckes aufgegeben werden. Im Vergleich dazu konnte V. sativa im Versuch DFH1 die Beikräuter wesentlich besser unterdrücken und führte zu mit Pflug- und Grubbervarianten vergleichbaren Erträgen der Hauptfrucht Hafer auf einem Niveau von 55,3 dt ha-1 bis 59,1 dt ha-1. Im Versuch DFH2 mussten alle Mulch- und Direktsaatvarianten aufgrund zu hohen Beikrautdruckes aufgegeben werden. Der Beikrautdruck auf den Scheibenegge - Varianten unterschied sich nicht signifikant von dem Beikrautdruck auf den Pflug – Varianten, es führte aber nur die Zwischenfrucht V. sativa zu ähnlich hohen Erträgen in der Hauptfrucht Hafer wie in den Pflug - Varianten (V. sativa x Scheibenegge 56,2 dt ha-1, V. sativa x Pflug 53,9 dt ha-1). Auf den Pflug – Varianten herrschte abermals ein geringer Beikrautdruck. Beim Ertrag der Pflugvarianten gab es keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Zwischenfrüchte.
In Belm war das Beikraut nur im Versuch Belm2 bonitiert worden. Dort hatte S. alba das Beikraut im späten Stadium der Zwischenfrüchte besser unterdrückt als die anderen Zwischenfruchtarten. Später wurde dieser Effekt von der Bodenbearbeitung überdeckt; Pflügen führte zum niedrigsten Beikrautaufkommen nach jeder Zwischenfruchtart sowie Schwarzbrache. Sowohl in Belm1 als auch Belm2 führte Pflügen zu höheren Hafererträgen als Grubbern oder Fräsen. Dieser Effekt war jedoch in beiden Versuchen nach V. sativa schwächer ausgeprägt als nach den anderen Zwischenfruchtarten.
Das zweite Hauptthema dieser Arbeit ist ein Systemversuch, bei dem untersucht wurde, ob der Stoppelhobel der Firma Zobel ähnlich effizient in der Regulierung von C. arvense ist wie mehrjähriger Futterbau. Der Versuch wurde auf dem Versuchsgut der Universität Kassel im Jahr 2007 angelegt. Es erfolgte ein Vergleich zwischen den folgenden Systemen:
• Pflügen in einer Fruchtfolge, die dreijähriges Luzernegras enthielt (bis 25 cm tief)
• Pflügen in einer getreidebasierten Fruchtfolge (bis 25 cm tief)
• einer Bearbeitung mit dem Stoppelhobel ebenfalls in getreidebasierter Fruchtfolge (bis 12 cm tief).
2011 wurden in allen drei Systemen folgende Zwischenfrüchte integriert:
• Lolium perenne
• Phacelia tanacetifolia
• Sinapis alba
• Trifolium resupinatum
• Mischung aus S. alba und T. resupinatum
• Vicia sativa
• Schwarzbrache als Kontrolle.
Als Hauptfrüchte wurden 2012 Hafer und 2013 Ackerbohnen angebaut.
Die Auswirkungen dieser Systeme auf Beikrautaufkommen, N-Flüsse und Hauptfruchterträge sind das Thema dieses Teils.
Von allen Zwischenfrüchten hatte V. sativa den höchsten Ertrag und die höchste N-Aufnahme in allen drei Systemen. Der Ertrag der Zwischenfrüchte im Stoppelhobel-System war für alle Arten außer V. sativa niedriger als in den beiden Pflugsystemen. Gleiches galt für die N-Aufnahme. L. perenne hatte das höchste C/N-Verhältnis und V. sativa das niedrigste der untersuchten Zwischenfrüchte. T. resupinatum hatten aufgrund dessen schlechten Feldaufgangs nicht beprobt werden können.
Die Vorfrucht Luzernegras (2007-2010) wirkte sich 2012 deutlich auf den Nmin-Gehalt des Oberbodens und den NO3-N-Gehalt des Unterbodens aus und führte zu höheren Werten als im Pflug- und Stoppelhobel-System in der getreidebasierten Fruchtfolge. Hinsichtlich der Zwischenfrüchte führte V. sativa zum höchsten und L. perenne zum niedrigsten Nmin- und NO3-N-Gehalt. Teilweise führte auch T. resupinatum zu ähnlich hohen N-Gehalten wie V. sativa; Schwarzbrache, P. tanacetifolia und S. alba zu ähnlich niedrigen N-Gehalten wie L. perenne. Auch 2013 war im Pflug-System in der Fruchtfolge mit Luzernegras Nmin und NO3-N höher als in den anderen beiden Systemen. Ein Einfluss der Zwischenfrüchte auf Nmin und NO3-N war im zweiten Jahr nach ihrem Anbau unter der Hauptfrucht Ackerbohne nicht nachweisbar.
2012, also fünf Jahre nach Beginn des Versuchs, gab es zwischen den drei Systemen keine signifikanten Unterschiede im Gehalt an organischem Kohlenstoff. In jedem System hatten die oberen beiden Schichten (0-10 cm und 10-25 cm) einen signifikant höheren prozentualen Anteil an organischen Kohlenstoff als die unterste Schicht (25-50 cm). 2013 wurde der Boden auf den Gehalt an mikrobiellem N und C untersucht. Das Stoppelhobel-System hatte in der obersten Schicht signifikant mehr Nmik und Cmik als das Pflugsystem in der Fruchtfolge mit Luzernegras- und das Pflug-System in der getreidebasierten Fruchtfolge. In den beiden unteren Schichten unterschieden sich die drei Systeme nicht signifikant voneinander.
2012 war das Beikrautaufkommen in der Regel im Pflug-System in der Fruchtfolge mit Luzernegras am niedrigsten und im Stoppelhobel-System am höchsten. Das Beikrautaufkommen im Pflug-System in der getreidebasierten Fruchtfolge lag an den ersten beiden Boniturterminen zwischen den anderen beiden Systemen, am dritten Boniturtermin war es aber in manchen Varianten höher als im Stoppelhobel-System. Schwarzbrache führte in der Regel in jedem System zu einem hohen Beikrautaufkommen. Im Pflug-System in der Fruchtfolge mit Luzernegras war L. perenne tendenziell weniger zur Beikrautunterdrückung geeignet als die anderen Zwischenfrüchte; hier kann auch Durchwuchs von L. perenne, der als Beikaut mitzählte, eine Rolle gespielt haben. P. tanacetifolia und S. alba hatten vor allem im Pflug-System in der getreidebasierten Fruchtfolge eine gute Wirkung. Im Stoppelhobel-System führte T. resupinatum im späten Stadium der Zwischenfrüchte zum höchsten Beikrautaufkommen, was sich aber bis zur Ernte des Hafers wieder an die anderen Varianten anglich. 2013 unterschieden sich die Systeme zur Ernte der Ackerbohne nicht stark im Beikrautaufkommen; dies kann in einer einmaligen mechanischen Beikrautkontrolle (Hacken) nach dem Auflaufen der Ackerbohnen begründet sein.
2012 wirkte sich der Stoppelhobel tendenziell negativ auf die Diversität der Beikrautgesellschaft, gemessen in Artenanzahl, Äquität und Shannon-Wiener Index, aus. Die Zwischenfrüchte hatten verglichen mit der Schwarzbrache eher einen positiven Effekt, d.h. eine höhere Diversität bei gleichmäßigerer Verteilung. 2013 waren keine klaren Tendenzen zu erkennen.
C. arvense trat in beiden Jahren im Stoppelhobel-System und im Pflug-System in der getreidebasierten Fruchtfolge stärker auf als im Pflug-System in der Fruchtfolge mit Luzernegras. Das dreijährige Luzernegras in der Fruchtfolge erwies sich somit als effektiver zur Kontrolle von C. arvense als die Wahl der Bodenbearbeitung.
2012 hatte das Stoppelhobel-System den niedrigsten, das Pflug-System in der Fruchtfolge mit Luzernegras den höchsten und das Pflug-System in der getreidebasierten Fruchtfolge einen mittleren Haferkornertrag. Im Pflug-System in der Fruchtfolge mit Luzernegras führten alle Zwischenfruchtvarianten zu höchsten Erträgen. Im Stoppelhobel-System spielte die Wahl der Zwischenfrucht eine große Rolle. Nur V. sativa führte hier zu Erträgen auf demselben Niveau wie das aller Varianten des Pflug-Systems in der Fruchtfolge mit Luzernegras und das der besten Varianten des Pflug-Systems. 2013 gab es im Ertrag der Ackerbohnen keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten
Effets du sarclage lors d’un travail réduit du sol
Les agricultrices et agriculteurs bio disposent principalement de procédés mécaniques pour la régulation directe de la flore adventice. Dans un projet pluriannuel de l’OFAG, le sarclage mécanique est étudié sous l’angle de l’évolution de la flore adventice, du rendement des cultures principales, de la minéralisation de l’azote du sol et de la dégradation potentielle de l’humus
Renoncer au labour pour contribuer à protéger le climat?
Le travail réduit du sol est souvent mentionné comme mesure de protection du climat. L’essai de longue durée «Bodenbearbeitung Schlatthof» (travail du sol au Schlatthof) montre cependant que les émissions de gaz à effet de serre dépendent moins des méthodes de travail du sol que du genre de fumure
Auswirkungen des Hackens auf Boden und Ertrag
Eine im Vergleich zum herkömmlichen Pflügen reduzierte Bodenbearbeitung gilt als bodenschonend, kann aber im Bioackerbau zu einem vermehrten Beikrautaufkommen und einer verringerten oder verzögerten Mineralisation führen. Das Projektziel des neu gestarteten BLW-Projekts «Hackfolgen» ist, zu untersuchen, ob mit gezieltem Hacken die Stickstoffernährung der Pflanzen und die Beikrautregulierung auch bei reduzierter Bodenbearbeitung effizient gesteuert werden kann und der dabei angeregte Humusabbau auf einem akzeptablen Niveau bleibt
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