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Il passato tra condanna della memoria e desiderio di riconciliazione. Paradossi ironici e malinconia in 'Der Verlorene' (Il fratello perduto, 1998) di Hans-Ulrich Treichel
In his lessons on poetics, Hans-Ulrich Treichel underscored the close connection between his writing and the theme of memory, speaking both of the absence, triggered by a traumatic experience, of a communicative memory within his family and of the repercussions of this absence on his writing. Following the pathway marked out by Treichel, critics and scholars have put forward mainly thematic readings of the short novel Der Verlorene (1998), duly foregrounding nevertheless its historical and autobiographical underpinning. Treichel seems partly to answer these readings in his novels Menschenflug (2005) and in Anatolin (2008), which, together with Der Verlorene, form an actual trilogy dedicated to his lost brother and characterised by an extremely close association of life and fiction. This essay takes up the critical results achieved so far but moves beyond a thematic approach to the novel: by also taking into consideration other works by Treichel, a purely literary analysis of the text is proposed here, aimed in particular at investigating the writing strategies through which the author combines irony and detachment with melancholy and desperation. This line of inquiry is especially fruitful in revealing the special character of this novel within the wider context of contemporary literature of memory, and at the same time it represents a fresh contribution to a poetological analysis of memory in literature
«Cinque difficoltà per chi scrive la verità» di Bertolt Brecht: un contributo alla riflessione teorica e storica su letteratura e totalitarismo
After the fall of the Berlin Wall, numerous research projects were devoted to better understanding the organization of political, social, economic and cultural life in totalitarian regimes. In the German-speaking area, the reflection has often been conducted through a more or less close comparison of the National Socialist and the East German Socialist states. In the first part of the issue I discuss the potential and limits of this juxtaposition. In the second part I propose a close reading of Bertolt Brecht’s paper “Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit” (Five Difficulties in Writing the Truth)
Schmerz. Lust. Künstlerinnen und Autorinnen der deutschen Avantgarde, hg. v. Lorella Bosco, Anke Gilleir, Bielefeld 2015
Recensione al volume Schmerz. Lust. Künstlerinnen und Autorinnen der deutschen Avantgarde (Bielefeld 2015
Der strukturalistische Zirkel. Theorien über Mythos und Märchen bei Propp, Lévi-Strauss, Meletinskij
Attraverso l'applicazione degli schemi di analisi di fiaba e mito di Propp, Lévi-Strauss e Meletinskij a un corpus esemplare di fiabe tedesche, lo studio mette in luce lo specifico idealismo di scientificità di questi autori e il loro richiamo alle scienze esatte e alla linguistica moderna. La verifica del metodo, finora disattesa, mostra come esso sviluppi un'idea di unità di soggetto e oggetto dell'analisi che riavvicina formalismo e strutturalismo alle metodologie tradizionali dalle quali essi intendono in realtà distanziarsi.Anhand von Märchen- und Mythenanalysen von Propp, Lévi-Strauss und Meletinskij wird gezeigt, dass diese einen spezifischen Idealismus der Wissenschaftlichkeit entwickeln, indem sie sich auf Naturwissenschaften und die moderne Linguistik berufen. Die Autorin zeigt auf, wie Einheitsvorstellungen von Subjekt und Objekt der Analyse entwickelt werden, die sich den abgelehnten traditionellen Methodologien wieder annähern
Kleines Format, Kulturkritik, Nähe zum Leben. Über die literarischen Anfänge des deutschsprachigen Kabaretts.
This paper focuses on the relationship between literature, modern life and cultural criticism in German-speaking cabaret during the first three decades of the 20th century. Cabaret was based upon the concept of a form of art and literature that would correspond to the rhythm of the life of the modern city-dweller. The fast pace with which the several numbers alternated on the stage made it possible to connect social and cultural criticism and entertainment by means of many texts based on comic contrasts. This paper therefore also analyses the relationship between literary humour and cabaret performance and attempts to point out how comicality and short literary form fit together. At the same time it pays attention to the fundamental ambiguity characterising the form of cultural criticism in the cabarets of the period
"Sulla Heimatkunst", in E. DE ANGELIS, Ritratto di Lettere della Magna,
Il saggio offre una presentazione storica del movimento culturale e letterario della Heimatkunst, evidenziando il rapporto dello stesso con la cultura conservatrice tedesca di fine '800-inizio '900
Il concetto di canone alla luce delle 'Kulturwissenschaften'. L'esempio della Heimatkunst
Il saggio prende criticamente in esame il concetto di canone alla base degli studi culturali di ambito tedesco (Kulturwissenschaften) e propone un esempio storico-letterario di costruzione di canone (Heimatkunst
Al telefono. Teoria ed esercizi a sussidio del programma di apprendimento su cd-rom
Il testo, uscito contemporaneamente in cinque lingue (italiano, tedesco, ungherese, olandese e norvegese), offre un supporto didattico alle istituzioni scolastiche e agli enti formativi europei. Il lavoro scaturisce dal progetto europeo Dialoge in der multimedialen Telekommunikation, coordinato da Ilona Kassai (Üzleti Akadémia di Discimus) nell'ambito del programma "Leonardo da Vinci" (Nr. 2003 L-B-LA-170105), finanziato dalla Commissione Europea (Paesi partner: Ungheria, Germania, Paesi Bassi, Norvegia, Italia). Il volume e il Cd-Rom allegato offrono uno strumento didattico utile alla cura della comunicazione telefonica in ambito professionale
Scrittura e coscienza. Nel centenario della nascita di Wolfgang Hildesheimer (1916-1991)
Relazione del convegno "Scrittura e coscienza. Nel centenario della nascita di Wolfgang Hildesheimer (1916-1991)" (Università degli Studi di Pisa, 12-13 dicembre 2016)
Zur Theatralität und Ironie der Rosetta-Szene und ihrer ästhetischen Funktion in Georg Büchners "Leonce und Lena"
In Büchners Leonce und Lena stellt die Rosetta-Szene (I,3) den Höhepunkt des Lustspiels in puncto der Künstlichkeit und der theatralischen Ironie dar. Leonce spielt hier das Theater der Liebe und inszeniert die Begegnung mit seiner Geliebten als eine paradoxe Veranstaltung, die er auch ästhetisch goutiert. Er ist zugleich Regisseur, Schauspieler und Rezipient dieses Moments, in dem nichts dem Zufall überlassen wird. Diese Theatralisierung der Liebesbegegnung erzeugt eine doppelte ästhetische Distanz: Auf der einen Seite verhält sich Leonce ironisch distanziert zu dem, was er macht und sagt, auf der anderen legt das Lustspiel diese Selbstinszenierung des Prinzen bloß und baut eine eigene Distanz zu der Perspektive der Figur auf. Durch die auktoriale Ironisierung von Leonces Ironie geht nämlich das Lustspiel nur bis zu dem Punkt mit seiner Hauptfigur einher, wo es es sich schließlich gegen diese wendet.
Die ganze Szene steht offensichtlich unter dem Zeichen eines ostentativen Nihilismus und stark und durch intertextuelle Bezüge unmittelbar erkennbar sind ihre Parallele zu Danton’s Tod. Die Ähnlichkeiten münden jedoch nicht in die Identität des theatralischen Projektes: Indem Leonce und sein Nihilismus komisch karikiert werden und das Pathetische des Revolutionsdramas in das ‚Falsett der Komödie‘ (Zagari) umkippt, schlägt Büchner in Leonce und Lena einen neuen Weg ein, wodurch ein Abstand zu den in Danton’s Tod erprobten ästhetischen Positionen gewonnen wird. Der Komisierung des Nihilismus entspricht zwar keine grundlegende Negation desselben, durch Komik werden jedoch die Konsequenzen, die Leonce, so wie vor ihm Danton, aus seiner nihilistischen Sichtweise zieht, einem kritischen ästhetischen Blick ausgesetzt. Darin liegt Büchners besonderes Angebot an Erkenntnis durchs Theater und durch Komik.
In diesem ironischen Spiel mit dem Nihilismus und seinen Inhalten begibt sich Büchner allerdings auf eine ästhetische Gratwanderung und betritt einen Boden, der sich für das Gelingen der Komödie als unsicher erweist. In der Rosetta-Szene, so wie im darauffolgenden Monolog des Prinzen greift er nämlich auf Situationen und Motive, die in seinem Werk zentrale Bedeutung aufweisen. Leonce ist deren Sprachrohr, in gleicher Weise ist er aber auch deren komische Karikatur. Dies führt dazu, dass die erste Hälfte von I,3 von einer gewissen ästhetischen Unentschiedenheit bedroht ist, der Büchner durch die Valerio-Figur auszuweichen versucht. Hierin ist auch der Grund zu erkennen, warum die Rosetta-Szene bei vielen Interpreten eine gewisse Verlegenheit geweckt hat, die nicht selten zu einer moralischen Auslegung (und Verurteilung) von Leonces Aufführung veranlasst hat.
Der Vortrag präsentiert den Versuch eines anderen Ansatzes: Ohne die moralischen Implikationen des Verhaltens des Prinzen abstreiten zu wollen, wird eine ästhetische Analyse der Szene und ihres Zusammenhangs mit dem ganzen Stück vorgenommen, wobei das Augenmerk überwiegend auf die verschiedenen Ebenen des hier skizzierten theatralischen Spieles gelenkt wird. Der Fokus auf die Ironie und auf die komischen Widersprüche, die sie im Falle von Leonce produziert, im Falle des Lustspieles aufdeckt, vermittelt Einsicht in die Gründe und Ergebnisse von Büchners ästhetischem Wagnis Leonce und Lena, und allgemein in die Erkenntnisfunktion, die er dem Theater zuschreibt
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