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    „Eine Expedition im hohen Eise“. Psychologie des Ausnahmezustands in Erich Maria Remarques Roman Der Funke Leben

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    Ausgehend von Erich Maria Remarques Überlegungen zum heiklen Verhältnis von ‚Psychologie‘ und ‚Macht‘ im Bestseller Im Westen nichts Neues erkundet Cristina Fossaluzza im vorliegenden Beitrag die bisher kaum beachtete Interpretation des Kriegserlebnisses der Frontsoldaten als ‚psychologischen Ausnahmezustands‘. Anhand von Remarques spätem Roman Der Funke Leben, in welchem die Psychologie von Tätern und Unterdrückten (diesmal auf das System der Konzentrationslager bezogen) erzählerisch verarbeitet wird, untersucht die Verfasserin diese psychologische Herangehensweise an das Thema des ‚Ausnahmezustands‘. Dabei geht Fossaluzza nicht zuletzt auf Remarques bewusst „überbetonten“ Schreibstil ein, einen Stil, der das ‚Unerhörte‘ der Geschichte literarisiert und schon früh den Weg zu einer fehlenden ‚Sprache der Latenz‘ sucht

    A Romantic Fairy Tale and Its Social Purpose in Times of War: The Woman without a Shadow by Hugo von Hofmannsthal

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    The Woman without a Shadow is both the title of an opera resulting from the collaboration between Hugo von Hofmannsthal and the composer Richard Strauss in the three years immediately preceding the outbreak of the First World War, and that of a fairy tale in which the writer, from 1912 to 1919, reworked the subject of the libretto. With a specific focus on the second version, this essay sets out to describe how, beyond the complex symbolism of the formal structure (which initially makes one think of an artistic product finely crafted, but completely unrelated to historical reality), Hofmannsthal’s fairy tale is actually intimately connected to the cultural and ‘social’ project developed by the author during the years of the First World War. It was this project that gave rise to the veritable ‘mythology of the social’ that lies at the heart of this fairy tale, in which Hofmannsthal revisits the very cornerstones of Romantic aesthetics and gives them a modern twist

    La Grande vetrata di San Zanipolo: acquisizioni e problemi aperti a trent’anni dalla mostra al Museo Correr

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    Il contributo offre un succinto consuntivo degli studi e delle problematiche aperte sulla celebre “grande vetrata” della chiesa dei Santi Giovanni e Paolo a Venezia a trent’anni dalla mostra realizzata in occasione dell’ultimo restauro. Nell’occasione si propone per la prima volta l’attribuzione a Giovanni Mansueti della parte superiore della vetrata, a lungo ritenuta di Bartolomeo Vivarini e oggetto di un vasto dibattito. Tale attribuzione consente di sostenere la sostanziale contemporaneità di esecuzione con la parte inferiore, firmata da Girolamo Mocetto. Di quest’ultimo si offre l’elenco ragionato di un numero cospicuo di opere su tavola di nuova attribuzione che aumentano in modo determinante il catalogo dell’artista finora not

    Poesia e nuovo ordine. Romanticismo politico nel tardo Hofmannsthal

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    Questo libro studia per la prima volta lo stretto legame che unisce l'opera di Hofmannsthal alla tradizione del pensiero romantico viennese, illustrando il rapporto tra estetica e politica negli scritti della maturità dell'autore austriaco. Le riflessioni estetiche di Hofmannsthal nel ventennio 1908-1928 costituiscono la base concettuale di un progetto politico estremamente attuale per l'epoca, portato avanti nel nome della "Kultur" tedesca. "Poesia e nuovo ordine" ricostruisce le tappe fondamentali del percorso di Hofmannsthal dalla letteratura alla politica, aprendo nuove prospettive sui rapporti tra la sua opera matura e la tradizione romantica e indagandone criticamente il problematico esito politico

    Subjektiver Antisubjektivismus: Karl Philipp Moritz als Diagnostiker seiner Zeit

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    Karl Philipp Moritz' Auseinandersetzung mit der menschlichen Seele ist in der Forschung aus verschiedenen Perspektiven untersucht worden: etwa der biographischen, philosophischen, sozialhistorischen und psychologischen. Ziel der vorliegenden Dissertation ist eine Untersuchung von Moritz' Subjekt-Verständnis aus kulturgeschichtlicher Sicht. Dies ist noch ein Desiderat der Forschung. Subjektivität wird als Kernwert und zugleich als Kernproblem einer sich am Ende des 18. Jahrhunderts aus verschiedenen Traditionssträngen (Pietismus, Quietismus, Empfindsamkeit, Anthropologie usw.) entwickelnden Weltanschauung betrachtet: Moritz' intensive Beschäftigung mit dem Subjekt ist im Grunde als eine Beschäftigung mit den Zeitfragen zu verstehen, die aus einem neuen Weltbild entstehen. In drei Schritten soll dies aufgezeigt werden. Zunächst wird auf Moritz' Erfahrungsseelenkunde eingegangen, auf die Voraussetzungen für dieses neue empirisch-psychologische Studium des Menschen in der Tradition und auf die besondere Position dieses Autors innerhalb der Diskussion seiner Zeit. Zweitens wird Moritz' literarische Menschendarstellung analysiert. Diese Menschendarstellung spiegelt einen kulturellen Umbruch wider: Sie nimmt zwar von der Tradition der Empfindsamkeit her ihren Lauf, aber sie stellt sie zugleich eindeutig in Frage. In diesem Rahmen kann Rousseaus Kulturkritik als eine der Quellen von Moritz' Ansichten über den Menschen und die Gesellschaft seiner Zeit gelten. Im Hinblick darauf sind auch die Verknüpfungen zwischen dem Menschenbild Moritz' und des jungen Goethe zu thematisieren. Besonders deutlich zeigt sich dieses Menschenbild in Moritz' psychologischem Roman Anton Reiser. Anhand der Pathographie Anton Reisers, die sich im Koordinatensystem "Unterdrückung-Selbstinszenierung-Selbsttäuschung" abspielt, lässt sich darlegen, dass der von Moritz dargestellte Mensch Repräsentant einer Schwellenzeit ist, einer Zeit, welche gerade an der Apotheose einer extremen Subjektivität leidet. In diesem Kontext lässt sich drittens auch Moritz' antisubjektives ästhetisches Programm verstehen: Die Kunst darf nicht zur Funktion der pathologischen Wirklichkeit des Subjektes werden. Vielmehr muss sie sich zu einem autonomen, aber repräsentativen Symbol für die Wirklichkeit entwickeln. Diese programmatische Trennung von Kunst und Leben empfindet Moritz in einer Zeit extremer Selbstbezogenheit als notwendig. Einerseits überschneiden sich Moritz' Erfahrungsseelenkunde, Literatur und Ästhetik in der Warnung vor den Gefahren eines "kranken" Subjektivismus, andererseits sind sie selber auch als Ergebnisse eines subjektiven Weltbildes zu betrachten. Wie ein roter Faden zieht sich die Denkfigur des "subjektiven Antisubjektivismus" durch Moritz' ganzes Werk. Darin besteht vielleicht auch Moritz' Modernität, in der einer der Gründe für das immer stärkere Interesse an diesem Autor liegt. Ein übergeordnetes Ziel der vorliegenden Dissertation besteht darin, dieser Denkfigur auf den Grund zu gehen und sie in einem systematischen Zugriff herauszuarbeiten

    Tagungsbericht Interdisziplinärer Workshop: Repräsentation, Wissen und Öffentlichkeit : Bibliotheken zwischen Barock und Aufklärung

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    Um 1795, unter der Regentschaft des aufgeklärten Fürsten Friedrich und wenige Jahre nach dem Ausbruch der Französischen Revolution, wird in der Hofbibliothek der Fürsten zu Waldeck und Pyrmont „jedermann zu lesen gnädigst erlaubet“ (StA MR Best. 118d, Generalia I,1). Damit wird diese Fürstenbibliothek, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen und die in der Frühen Neuzeit zu einer prachtvollen Sammlung von Büchern und Kunstobjekten zusammenwächst, für eine breite Öffentlichkeit zugänglich. Dies legen alte Ausleihlisten und Kataloge unmissverständlich dar. Wer waren aber die Nutzer dieser und anderer Bibliotheken im Aufklärungsjahrhundert? Welche Bücher und Archivalien wurden gesammelt, gelesen oder erforscht? In welchem Maße und auf welche Art fanden das „Schöne“ und das „Nützliche“ in Bibliotheken dieser Zeit zueinander? Ausgehend von diesen Themenkomplexen fokussierte der Workshop das Spannungsverhältnis von Repräsentation, Wissen und Öffentlichkeit in (Hof)bibliotheken der Zeit zwischen Barock und Aufklärung und ging der Frage nach, wie diese drei Aspekte in der Entwicklung von der Raritätenkammer zur „modernen“ Bibliothek sich zueinander verhalten und gegenseitig beeinflussen
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