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Gedanken zum politischen Lifestyle: Eine neue Phase der Reformbewegung
Nachdem Suharto gezwungenermaßen sein Amt als Präsident der Republik Indonesien niederlegen mußte, ersetzte der inzwischen schon fast heilige Begriff Reformasi den Ausdruck »Neue Ordnung«, der all die Jahre für die Suharto-Ära gestanden hatte. Betrachtet man die beiden Slogans, so besteht zwischen Neue Ordnung und Reformasi auf den ersten Blick nicht viel Unterschied. Die Entstehungsgeschichte der beiden Begriffe, ihr jeweiliges politisches und kulturelles Umfeld, ist jedoch völlig unterschiedlich. Die Neue Ordnung entstand in einem Klima der Angst, in dem das Militär die Staatsgewalt innehatte. Reformasi hingegen wurde zunächst von Studenten aus der Taufe gehoben, die sich bald mit anderen Bevölkerungsgruppen zusammenschlossen und den regierenden Militärs zunehmend weniger Respekt und Ehrfurcht entgegenbrachten. In dieser Phase hörten die zivile politische Elite und auch Kreise des Militärs erstmals mehr auf die »Stimme des Volkes»
»Alles ist vermittelbar« – »Alles kann man regeln«: Korruption ohne Ende
Wie in den meisten Ländern der Welt, bekommt man es in Indonesien vom ersten Tag seines Daseins an mit der Bürokratie zu tun: Das erste wichtige Schriftstück im Leben des Neugeborenen ist die Geburtsurkunde. Theoretisch könnte dieser bürokratische Akt ganz einfach sein
Spiel ohne Grenzen: Eine neue Dynamik innerhalb der Machtstrukturen Indonesiens
Der Autor gibt eine aktuelle Einschätzung der derzeitigen Umbruchssituation
Fragen an Dédé Oetomo
Das Interview mit Dédé Oetomo, einem der Hauptprotagonisten der indonesischen Homosexuellen, führte Warsito Ellwein für südostasien
Mit den Augen eines Rückkehrers in die Heimat
Vor meinem ersten Besuch in Indonesien seit der Finanzkrise und nach dem Rücktritt von Präsident Suharto konnte ich mir nur schwer ein Bild von meiner Heimat machen, obwohl ich mich sowohl über die deutschen als auch über die indonesischen Medien immer auf dem laufenden gehalten hatte
Der informelle Sektor als Milchkuh
Solange die Beschäftigten im informellen Sektor keinen Schutz vom Staat oder von Gewerkschaften bekommen, bleiben sie die Kuh, die von verschiedensten Interessengruppen gemolken wird
100 Tage Demokratie ... oder der Versuch, ein demokratisches Fundament zu errichten
Abdurrahman Wahid, auch Gus Dur genannt, und Megawati Sukarnoputri wissen, dass ihre Aufgabe als Präsident und Vizepräsidentin der Republik Indonesien äußerst schwer ist. Sie sind mit den unterschiedlichsten Krisen konfrontiert: Der politischen Krise, der Wirtschaftskrise, der Vertrauenskrise gegenüber der Regierung sowie der sozialen Krise; die angehäuften Auslandsschulden, die verschiedenen regionalen Konflikte, die hohe Arbeitslosigkeit, das Verschwinden einer gemeinsamen politischen Orientierung und vieles andere mehr
Brief aus ... Indonesien
Obwohl ich nun schon seit fast drei Monaten in Indonesien bin, habe ich bis jetzt noch nicht geschrieben. Meine ursprüngliche Idee war, einen Brief zu schreiben, dessen Inhalt ein Bild der politischen Situation in Indonesien wiedergibt und die letzten Ereignisse gleichzeitig knapp zusammenfasst. Das ist nicht ganz einfach, obwohl ich jeden Tag die Morgen- und Abendzeitungen kaufe und zusätzlich natürlich regelmäßig die »politische Gemeinde« besuche. Aber da die politische Entwicklung in Indonesien zur Zeit dermaßen schnell vorangeht, ist sie nicht leicht vorherzusagen. Dennoch werde ich versuchen, aus meinen Notizen und Unterlagen die allgemeine Lage zu skizzieren.
Fair Trade – aber für wen? Gespräch mit Iman Rahmana
Den Leiter des Sedane Labour Information Center, Iman Rahmana, interviewte Warsito Ellwein nach dessen Besuch einer Clean-Clothes- Campaign-Veranstaltung in Mülheim im Februar 2003 für die südostasien.
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