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    Hölderliniana IV. Studia Theodisca (2025)

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    Il quarto volume degli «Studia Hölderliniana», che dal 2014 escono come numeri speciali della rivista «Studia theodisca» e si concepiscono anche come organo dell’Associazione Italiana Studi su Hölderlin (AISH), nata nel 2023 dalla sezione italiana della Hölderlin-Gesellschaft, fondata a Roma nel 2013, raccoglie saggi e recensioni incentrati sull’opera del poeta svevo e sulla sua ricezione, con lo scopo di dare visibilità alla ricerca scientifica e di fare interagire studiose e studiosi dell’Italia e del mondo

    Einleitung

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    Was spielen Theater eigentlich, wenn sie übersetzte Texte auf die Bühne bringen? Jede Inszenierung auf einer Bühne ist bereits ein Adaptions- und Übersetzungsprozess. Was also passiert, wenn der zugrunde liegende Text seinerseits eine Übersetzung ist? Was macht die Spielbarkeit eines übersetzten Bühnentexts aus? Nach welchen Kriterien werden Übersetzungen ausgewählt? Welche Instanzen spielen eine Rolle beim Transfer eines Bühnentexts von einem Sprach- und Kulturraum in einen anderen? Was passiert, wenn Dramenklassiker in einem fremden Kontext adaptiert werden? Der vorliegende Band geht diesen Fragen am Beispiel der deutsch-italienischen Theaterbeziehungen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart nach und nimmt dafür die Übersetzungs- und Aufführungsgeschichte von Goldoni, Pirandello oder Pasolini in Deutschland und von Goethe, Kleist oder Brecht in Italien unter Berücksichtigung von Theaterakteuren und Vermittlerfiguren wie Giorgio Strehler, Luca Ronconi, Heinz Riedt oder Edoardo Sanguineti und der Rolle von Theaterverlagen und -zeitschriften umfassend in den Blick

    «Dove tutto vi è in ordine». Goethe e la Biblioteca italiana di Fernow

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    L’articolo è dedicato ai rapporti tra Goethe e Carl Ludwig Fernow, mediatore per eccellenza della lingua e letteratura italiana a Weimar; attraverso lo studio di un fascicolo di 18 fogli in cui Fernow aveva annotato i prestiti di uomini illustri del Granducato dalla sua “Biblioteca Italiana” negli anni dal 1804 al 1808, prima cioè dell’integrazione dei suoi libri nella biblioteca di Weimar, l’articolo individua i volumi che Goethe prese in prestito dalla biblioteca e mette quindi in relazione questi testi con le opere a cui Goethe si stava dedicando in quegli anni. Emerge così come la curiositas del Goethe studioso e lettore andò di pari passo con le esigenze dello scrittore: l’orientamento verso la lirica, il teatro, le biografie e la letteratura di viaggio nei prestiti si mostrano infatti in sintonia con i progetti letterari, tra cui Dichtung und Wahrheit, lo Italienische Reise, l’opera lirica e l’attività presso lo Hoftheater di Weimar

    Wilhelm Heinses Übersetzung der erotischen Sinnlichkeit in ottave rime. Die "Jouissance" der Laidiion-Stanzen

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    Das Bild der italienischen Renaissance wurde in der Goethezeit im deutschsprachigen Raum durch den Roman Ardinghello und die in den Tagebüchern erzählte dreijährige Italienreise geprägt. Heinses Italienbild und Italienwahrnehmung, die sich durch eine erotische Sinnlichkeit und ein „unaufhörlich Vergnügen“ kennzeichnen, wurden aus seiner frühen Beschäftigung mit der italienischen Literatur stark beeinflusst. Vorbilder waren in primis Ariosto und Tasso, deren Epen der Dichter in Prosa übertrug, denn er meinte, dass die strenge Form der Stanze in den Übersetzungen die Leidenschaft des Originals unterdrückte. Die Ottava Rima verwendete er hingegen schon früher, am Ende seines Romans Laidion, dessen Protagonistin ins Elysium entrückt, die Hingabe ans Sinnesglück als den wahren Eingang zum seligen Leben preist; in den dem Roman angehängten 50 Stanzen, die eine erotische Badeszene darstellen, wird das irdische Paradies im Ardinghello vorweggenommen. Als Modell für seine feurigen rime nannte Heinse die Phantasie Ariostos und die Schönheit Tassos. Durch die Nachahmung der Stanze näherte er sich der sinnlichen Renaissance und fand darin den Impuls zur weiteren Auseinandersetzung mit der italienischen Dichtung. Im Folgenden wird die Annäherung der Deutschen an die Ottava Rima als die Form der italienischen Phantasie im 18. Jahrhundert und Wielands Kritik an der Verwendung der italienischen Stanze im Deutschen vorgestellt. Im Zentrum des Beitrags stehen Heinses Verteidigung der strengen Stanze und die 50 ottave, die er Wieland als Provokation und Beweis seiner Distanzierung von ihm schickte und die einen Bruch mit ihm, eine Vorwegnahme des Sturms und Drangs und eine Annäherung an Goethe und an die Poetik der Geniezeit bedeuteten. Goethe selber wird nicht zufällig ihre „[J]ouissance“ preisen. Anhand eines näheren Vergleichs mit Ariosts und Tassos Ottave wird gezeigt, wie Heinse die metrische Form der strengen Stanze und zusammen mit der Form auch grundlegende Motive und Bilder der italienischen Dichtung in solche Strophen übernahm. Solche Verse dienten zum Laboratorium für die späteren Übersetzungen Ariostos und Tassos, nicht nur für jene Heinses, sondern auch und vor allem für die metrische meisterhafte Übersetzung von Gries und übten darüber hinaus auch einen bedeutenden Einfluss auf Goethe und die spätere deutsche Stanzendichtung, nicht zuletzt auch auf die Übersetzungskunst der Romantik und ihre Idee der „strengen Observanz“ aus

    Briefe

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    L'articolo presenta l'intero corpus epistolare hölderliniano. Dopo una riflessione sul ruolo della forma epistolare nell'opera di Hölderlin viene ricostruita la storia delle edizioni delle lettere, quindi presentata la fortuna, la tradizione critica e le ultime tendenze della ricerca. Le lettere vengono poi analizzate suddividendole, diversamente dagli studi finora pubblicati, per destinatari: familiari, amici e scrittori, donne, editori; ne vengono individuate peculiarità sostanziali e formali, tematiche e problematiche; viene quindi sottolineato il rapporto con l'opera hölderliniana e il loro valore poetologico; viene mostrata la diversità sostanziale delle lettere indirizzate rispettivamente alla madre piuttosto che a Schiller, Hegel, Schelling, Böhlendorff. Der Aufsatz präsentiert zuerst die Briefform in Hölderlins Werk und seine Briefkonzeption, rekonstruiert die Editions- , Überlieferungs- und Forschungsgeschichte und die aktuellen Tendenzen. Die Briefe werden dann nach Adressaten sortiert und präsentiert; es werden Themen, Entwicklungen, Stil und Form der Briefe jeweils an die Familie, an die Freunde, an die Frauen sowie an die Verleger und Herausgeber bestimmt und die wesentlichen Unterschiede unter den Briefen an die Mutter, an Schiller, Hegel, Schelling, Susette usw. hervorgehoben; nicht zuletzt werden auch der poetologische Wert der Briefe und ihre Bedeutung als Schlüssel zum Verständnis von Hölderlins Werk hervorgehoben

    Riscrivere i “classici” tedeschi sulle macerie: Weiterschreiben, Widerschreiben, Gegenwort nella poesia del secondo dopoguerra

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    The manipulation of the German culture by National Socialism, the failure of the humanitarian ideals and of the “aesthetic education” led post-World War II poets to a critical confrontation with the writers of the past, which resulted in poetic rewritings, i.e., in poems where biographies, forms and works of classic authors were transformed and reinterpreted. The essay focuses first of all on the “rediscovery” of Schiller, Goethe and Hölderlin in the two Germanies; three paragraphs are then dedicated to specific poetic rewritings in the GDR (Erich Arendt, Johannes Bobrowski, Heinz Czechowski), the FRG (Günther Eich, Gottfried Benn, Peter Rühmkorf, Hans Magnus Enzensberger) and Austria, including the territories of the former Habsburg Empire (Ingeborg Bachmann, Paul Celan

    Volksliedpoetik und synkretistische Obersetzung. Cesarottis Ossian zwischen Denis, Herder und Saloms Verter

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    Sowohl Herders Dialog mit dem italienischen Ossian Cesarottis in seinem Briefauszug über Ossian als auch der englisch-deutsch-italienische Synkretismus der Übersetzung im Verter Michiel Saloms zeigen exemplarisch, wie der deutsch-italienische Kulturtransfer um 18. Jahrhundert in beiden Richtungen fruchtbar war: so kam der italienische Ossian Cesarottis durch Denis und Herder unter die Deutschen und umgekehrt der deutsche Ossian Herders und Goethes in dem Verter Michiel Saloms nach Italien, wo er wieder durch Saloms Übersetzungssprache, von Cesarotti aber auch von Goethe beeinflusst, zu einem deutsch-italienischen Ossian wurde

    Blödigkeit. Beiträge zu einer pluralen Interpretation

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    Vor der Tübinger Hölderlin-Tagung im Jahr 2022 hat sich eine kleine Gruppe von Hölderlin-affinen Literaturwissenschaftlern zusammengefunden, um ein hermeneutisches Podium vorzubereiten, auf dem wir gemeinsam unsere Sichtweisen des Gedichts Blödigkeit aus Hölderlins ‚Nachtgesängen‘2 würden vorstellen und uns darüber austauschen können. Elena Polledri aus Udine (Italien), Manfred Koch, Boris Previšic ́ und Alexander Honold von verschiedenen Standorten aus der Schweiz (Sent, Luzern, Basel); eine ad hoc gebildete Konstellation, die dann in Tübingen gemeinsam ihre je unterschiedlich akzentuierten Lektüren entwickelte, die im Folgenden nachzulesen sind
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