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    Emotion regulation ability compensates for the depression-related negativity bias

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    Emotion regulation ability (ERA) enables individuals to disengage from negative stimuli. In this study, we investigated the role of ERA in the depression-related negativity bias. Seventy-four individuals with major depressive disorder and eighty-three nonclinical individuals were screened for depressiveness using the Beck Depression Inventory. ERA was assessed using the Action Orientation After Failure Subscale of the Action Control Scale. We used a classical Stroop task variant, wherein the color words were preceded by either a self-relevant positive (success-related), negative (failure-related), or neutral word prime. The expected depressiveness × emotional prime interaction did not reach significance but the expected ERA × emotional prime interaction did. The latter effect was qualified by a three-way interaction between ERA, depressiveness, and emotional prime. Specifically, ERA predicted the negativity bias in individuals with high depressiveness scores. Using the Johnson–Neyman technique, we found that this effect was significant at the level of mild to moderate depression and beyond. Thus, poor ERA in individuals with depression may cause the depression-related negativity bias, whereas (at least) moderate ERA may protect individuals with depression from this bias. Future studies should assess ERA in individuals with depressive symptomatology and investigate how it influences their everyday functioning and treatment outcomes

    Infektionskrankheiten – Aspekte der Meldepflicht : Ein Beitrag zur Erfassung von Infektionskrankheiten durch die Arztmeldepflicht unter besonderer Berücksichtigung einer vergleichenden Befragung von Ärzten der Region Bonn/ Rhein-Sieg in Deutschland und der Region Sundsvall/ Västernorrland in Schweden

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    Einleitung – Ziel der Arbeit: Die systematische Vorbeugung und Kontrolle von Infektionen erfordert deren epidemiologische Einschätzbarkeit. Ein wesentliches Instrument zur Erfassung, besonders schwerer oder seuchengefährlicher Infektionen, ist die Arztmeldepflicht. Zwar ist mangelnde Motivation der Ärzte als eine der Ursachen für das Unterlassen von Meldungen beschrieben, doch wurde bislang wenig auf die Hintergründe dieses Motivationsdefizits eingegangen. Diese Arbeit untersucht vergleichend den Umgang deutscher und schwedischer Ärzte mit der Arztmeldepflicht. Bei ähnlichen sozioökonischen und medizinischen Bedingungen in Deutschland und Schweden bestehen wesentliche Unterschiede einerseits in der Organisation der ambulanten hausärztlichen Versorgung, andererseits der Anzahl der meldepflichtigen Krankheitsbilder und damit Häufigkeit des Meldens. Dies erlaubt die Untersuchung der Auswirkungen von wirtschaftlichem Leistungsdruck, Routine im Umgang mit der Meldepflicht und Verfügbarkeit von Informationen auf die Akzeptanz der Meldepflicht.Methodik: Je 40 Ärzte (Krankenhausärzte/ hausärztliche Versorgung) in Deutschland und Schweden wurden persönlich befragt.Ergebnisse der Befragung: 53% der deutschen, aber nur 13% der schwedischen Ärzte hatten noch nie selber eine Infektion gemeldet. Bei Unsicherheit über meldepflichtige Infektionen bevorzugten schwedische Ärzte das Nachschlagen im sogenannten Infektionsschutzhandbuch, deutsche Ärzte fragten häufiger Kollegen oder nahmen Kontakt zum Gesundheitsamt auf. Als möglicher Grund für unterlassene Meldungen wurde zwar das Vergessen insgesamt als der wichtigste Faktor bewertet, deutsche Ärzte allerdings bewerteten im Krankenhaus „fehlende Routine“ und in der ambulanten Versorgung „Unsicherheit, ob Infektion meldepflichtig“ als noch wichtiger. Sowohl in Deutschland als auch in Schweden schätzten Ärzte die Meldequote im allgemeinen wesentlich niedriger ein als ihre eigene. Regelmässige Fortbildungen und besseres Feedback der Gesundheitsbehörden könnten am meisten zur besseren Umsetzung der Meldepflicht beitragen, lediglich die deutschen Krankenhausärzte bewerteten das Delegieren der Meldung noch höher. Die Einsatzbereitschaft des Öffentlichen Gesundheitswesens im Falle von Seuchen oder bioterroristischen Anschlägen wurde von 50% der deutschen Ärzte als ungenügend bewertet, während 50% der schwedischen Ärzte dies nicht abschätzen konnten.Diskussion und Perspektiven: Bereits im Medizinstudium sollte der Unterricht in Hygiene, Mikrobiologie und Infektiologie sowie Grundzügen der Epidemiologie intensiviert werden. Der prinzipiellen Bereitschaft der Ärzte, zeitnah, fehlerfrei und vollständig zu melden, sollte das Surveillancesystem durch größtmögliche Einfachheit entgegenkommen. Elektronische Bearbeitungsmethoden sollten weiterentwickelt und genutzt werden. Wesentliche Informationen zum Umgang mit Infektionen sollten für die Ärzte im klinischen Alltag einfacher auffindbar sein. Die Motivation, der Meldepflicht Folge zu leisten, ist effektiv steigerbar mit gezielter Rückkopplung an den meldenden Arzt

    Indikation, Patientenwissen und weiteres Procedere bezüglich der Harnableitung in einer geriatrischen Klinik

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    Hitergrund und Ziel: Die vorliegende Studie wurde durchgeführt, um das weitere „Schicksal“ eines Katheter- Trägers nach Aufnahme in eine Geriatrie genauer zu verfolgen und darzustellen. Methode: In die geriatrische Klinik wurden 250 Patienten (61% weiblich) mit einer Urinableitung verlegt oder eingewiesen oder erhielten eine instrumentelle Harnableitung während des stationären Aufenthaltes. Der Anteil der älteren und alten (70-100 Jahre) Patienten betrug 76%. Der Mittelwert lag bei 78,3 Jahre. Ergebnisse: Die häufigste Urinableitung (Dauerkatheter) fand sich in 74% (186 Patienten) der Fälle, dann folgten suprapubischer Katheter (10%- 24 Patienten), Urostomata bei 1% (2 Patienten) und ursprünglich ohne Urinableitung aufgenommen wurden 38 Patienten (15%). Das Ziel der endgültigen Katheter-Entfernung konnte bis zum Entlassungszeitpunkt in 48% der Fälle erreicht werden. Patienten, die primär mit einem Dauerkatheter versorgt waren, gingen in 55% der Fälle ohne Urinableitung nach Hause, mit suprapubischer Fistel versorgte Patienten immerhin noch in 8% und bei Patienten, die initial ohne Harnableitung kamen und später eine Indikation zeigten, gelang das in 45% der Fälle. Schlussfolgerung: Zum Schluss sollte man noch einmal auf die strengste Indikationsstellung zum Katheter und auf die Bemühungen zum späteren Verlassen der Methode hinweisen. Ein Katheter sollte auf keinen Fall nur auf Grund pflegerischer Vereinfachung angelegt oder beibehalten werden. Wenn eine Indikation für die Urinableitung besteht, sollte man auf die Alternativen zum transurethralen Harnblasenkatheter ausweichen

    Sicherheit und Verträglichkeit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik des selektiven Endothelin-A-Rezeptor-Antagonisten SPP301 bei oraler Mehrfachadministration an gesunde, männliche Probanden

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    In dieser Studie an 32 gesunden, männlichen Probanden bestätigte sich die Sicherheit und Verträglichkeit von SPP301, einem selektiven ET-A-Rezeptor-Antagonisten, bei oraler Mehrfachadministration im Bereich von 5-60 mg. Die häufigsten Nebewirkungen waren Kopfschmerzen, Gesichtsödem und schmerzhafte Augenrötung. Es kam ausserdem zu reversiblen Transaminasenanstiegen unter den höheren Dosierungen, dies wurde schon von anderen Endothelin-1-Rezeptor-Antagonisten beschrieben. SPP301 zeigte auch unter Mehrfachadministration eine lineare Pharmakokinetik, eine Akkumulation konnte ausgeschlossen werden. Die Pharmakodynamischen Effekte spiegelten sich in den ET-1-Konzentrationen, im Serum gemessen, sowie in den Blutdruck-und Herzfrequenzprofilen wieder

    Langzeitergebnisse der Immunadsorption als Teil eines multimodalen Behandlungskonzepts bei therapierefraktärer myasthener Krise

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    In dieser Fallstudie wurden 15 Patienten, die trotz umfangreicher Vorbehandlung eine myasthene Krise (MK) erlitten, nach einem einheitlichen multimodalen Therapiekonzept, mit der Immunadsorption als zentralem Element, bis zur ihrer Mobilisation mit sich wiederholenden, kontinuierlichen 7 Tage Zyklen behandelt: Tag 1 bis 5 Immunadsorption; Tag 6 bis 7 Immunglobulin Substitution (0,3-0,5 g/kg KG/d); Tag 1 bis Remission Cyclophosphamid (1-2 mg/kg KG/d) und Prednisolon (0,5-1 mg/kg KG/d). Die Patienten waren im Median 8 Tage beatmet, 12 Tage auf Intensivstation und 35 Tage stationär im Krankenhaus. Funktionelle Verbesserungen verglichen mit dem Zustand vor der MK wurden bei 14 von 15 Patienten erreicht. Der Krankheitsschweregrad und die Lebensqualität (gemessen nach den Standards der Myasthenia Gravis Foundation of America) verbesserten sich im Mittel um 10 bzw. 9,8 Punkte sowie der Karnofsky Index um 29 Punkte bei 14 von 15 Patienten 36 Monate nach MK. Während der Nachuntersuchungen, welche durchschnittlich 4,4 Jahre dauerten, waren diese Verbesserungen stabil und es traten keine weiteren MK auf. Es gab keine Todesfälle aufgrund der MK. Fünf unserer Patienten, die in den Monaten vor der MK therapierefraktär gegenüber Immunsuppressiva waren, sprachen nach unserer Behandlung wieder gut auf Kortikosteroide, Azathioprin oder Methotrexat an. Neun Patienten wurden nach der MK lediglich mit Cholinesterase Hemmern behandelt, ein Patient benötigte keinerlei Medikation. Die Patienten erreichten eine schnelle und lang anhaltende Erholung; das Fortschreiten der Erkrankung wurde begrenzt; Komplikationen konnten vermieden werden.</p

    Vergleich der Linsentransparenz von Patienten mit Diabetes mellitus Typ II unter Insulintherapie gegenüber oraler antidiabetischer Medikation

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    Die Katarakt ist weltweit die häufigste Erblindungsursache. Den größten Teil nimmt hier ursächlich die altersbedingte Katarakt ein. Durch die Umverteilung der Alterspyramide wird es zwangsläufig zu einer Zunahme der Häufigkeit der altersbedingten Katarakt kommen. Die Reduktion der Risikofaktoren konnte bisher als einziger beeinflussbarer Faktor der Kataraktentwicklung nachwiesen werden. Diabetes mellitus ist ein häufiger Risikofaktor und somit ein wichtiger Faktor der Prävention der frühzeitigen Katarakt. Ziel dieser Arbeit war es die Auswirkung der unterschiedlichen Therapieformen des Diabetes mellitus auf die Linsentransparenz zu untersuchen. Mittels Scheimpflug Photographie wurde die Linsentranzparenz von Patienten mit Diabetes mellitus unter Insulintherapie gegenüber Patienten mit oraler antidiabetischer Medikation verglichen. Mittels Densitometrie wurde die Dichte der einzelnen Linsenschichten bestimmt. Aus den Densitometriewerten wurden Regressionsgeraden der Linsenschichten ermittelt. Des Weiteren erfolgte der Vergleich der Regressionsgeraden der beiden Subgruppen +Insulin und -Insulin. Diese Arbeit zeigt, dass Patienten deren Blutzuckereinstellung mit Insulin erfolgt, eine geringere Abnahme der Linsentransparenz im Bereich der hinteren Rinde aufweisen als Patienten mit oraler antidiabetischer Therapie. Somit stellt die Wahl der antidiabetischen Therapie möglicherweise eine beeinflussbare Größe in der Kataraktogenese dar

    <sup>18</sup>F-Fluoracetat als potentieller Tracer zur Diagnostik des Prostatakarzinoms mittels Positronenemissionstomographie (PET)

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    Die Anreicherung des in der PET-Diagnostik am häufigsten verwendeten Tracers der 18F-Fluordeoxyglukose (18F-FDG) ist beim Prostatakarzinom limitiert. 18F-FDG wird zudem über die Nieren ausgeschieden wird, so dass Überlagerungen entstehen. Alternativ wurde 11C-Acetat von Hautzel et al. (2002) als Radiopharmakon zur Diagnostik des Prostatakarzinoms getestet und erzielte gute Ergebnisse. Der Nachteil der 11C markierten Substanzen ist die sehr kurze Halbwertszeit von 20,38 Minuten, die eine zyklotronnahe Verwendung voraussetzten. Fluor-18 markierte Verbindungen mit einer Halbwertszeit von 109,07 Minuten sind daher vorteilhaft. Das 18F-Fluoracetat könnte sich ebenso wie 11C-Acetat zur Prostatakarzinom-Diagnostik eignen und den Vorteil der längeren Halbwertszeit mit sich bringen. Hier soll nun 18F-Fluoracetat, als möglicher Tracer für die PET Diagnostik des Prostatakarzinoms, untersucht und bewertet werden. Die Aufnahme von 18F-Fluoracetat soll in Zellversuchen mit humanen Prostatakarzinom (PC-3, DU-145, LNCaP) und Hyperplasie (BPH-1)- Zellen mit der von 18F-FDG verglichen werden. Des Weiteren sollen Biokinetik- und Biodistributionsstudien in einem Mausmodell mit unterschiedlichen Zelllinien (PC-3, DU-145, BPH-1 und LNCaP) untersucht werden und in einem Doppelmarkierungsexperiment, 18F-Fluoracetat und Tritiumacetat in-vivo verglichen werden. Erste Untersuchungen bei Patienten mit metastasierten Prostatakarzinomen wurden mit 18F-Fluoracetat PET durchgeführt und lieferten eine gute bildliche Darstellung mittels PET/CT.Synthesis and Evaluation of 18F-labeled Acetate as an oncologic tracer for imaging prostate cancer with Positron emission tomography (PET) Visualization of prostate cancer with positron emission tomography (PET) using 18F-FDG is limited by the low uptake of 18F-FDG in the tumor and by radioactivity excreted into the bladder. More specific PET radiopharmaceuticals would be welcome. 18F-fluoroacetate is a new potentially useful tracer for tumor imaging as it is incorporated in the cell membranes. We investigate the potential of 18F-fluoroacetate Positron emission tomography (PET) in cultured cell lines (PC-3, DU-145, BPH-1, LNCaP) as well as in a murine PC-3, DU-145, BPH-1 and LNCaP xenograft model and compared 18F-fluoroacetate with tritiumacetate in a duallabeling murine xenograft model. We acquired 18F-fluoroacetate PET images in patients with prostate cancer and tumor bearing mice. Whole body PET scan was performed ca. 60 minutes after injection

    Einfluss von initialer Hyperglykämie auf den klinischen Verlauf von Patienten mit ischämischem Schlaganfall

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    In der vorliegenden Arbeit wurde der Einfluss von initial erhöhten Blutzuckerwerten und weiterhin korrigierten Blutzuckerwerten anhand klinischer Parameter bei Patienten mit frischem Hirninfarkt untersucht. Die Patienten wurden in drei Gruppen eingeteilt. In der ersten Gruppe befanden sich die Patienten mit vorbekanntem Diabetes mellitus (n = 35), in der zweiten Gruppe befanden sich die Patienten mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus (n = 52) und in der dritten Gruppe die Patienten ohne Diabetes mellitus (n = 22). Die Diagnose des Diabetes mellitus wurde anhand der Kriterien der Praxis-Leitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft gestellt, wie sie zum Zeitpunkt der Studie gültig waren. Als Nüchtern-Blutzuckerwert wurde für die Einteilung der 4-Stunden-Wert festgelegt. Der Grund war die Unkenntnis über die eventuelle Nahrungsaufnahmen in den Stunden vor der stationären Aufnahme. Der klinisch neurologische Befund aller Patienten wurde bei Aufnahme und bei Nachuntersuchung anhand der neurologischen Skalen National-Institutes of Health Stroke Scale, Scandinavian Stroke Scale, European Stroke Scale, Barthel-Index und Glasgow outcome sclae beurteilt. So konnten verschiedene neurologische Aspekte untersucht werden. Die statistische Analyse der Daten für den initialen Blutzuckerwert erfolgte durch Bestimmung der Korrelationskoeffizieten nach Pearson und Kendall-Tau-b. Ein Einfluss erhöhter Blutzuckerwerte im Verlauf wurde im Rahmen eines Mann-Whitney-Wilcoxon-Tests untersucht. Es konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen erhöhten initialen Blutzuckerwerten und dem weiteren klinischen Verlauf der Patienten, gemessen durch die oben genannten neurologische Skalen, in der Gruppe mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus im Sinne eines schlechteren Wertes der neurologische Skalen festgestellt werden (p Somit handelt es sich bei einem neu diagnostizierten, und damit auch nicht behandelten Diabetes mellitus um einen prognostisch ungünstigen Prädiktor für den neurologischen Verlauf

    Die hepatische Clearance von Cholesterin, Cholestanol, pflanzlichen Sterinen und Stanolen bei Patienten mit Lebererkrankungen

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    Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde die Leberclearance von Sterinen und Stanolen bei Patienten mit Lebererkrankung und biliärer Drainage untersucht. Der ABCG5/G8 Transporter hat dabei in der Leber eine wichtige Funktion. Dieser Transporter pumpt Cholesterin, Cholestanol, pflanzliche Sterine und Stanole von der Leber in die Galle. Die an der Studie teilnehmenden Patienten hatten unterschiedliche Lebererkrankungen. Dies ermöglichte es zu untersuchen, wie sich die Leberclearance bei Patienten mit Lebererkrankungen verhält. Alle Patienten hatten eine nasobiliäre Sonde liegen, über die die Gewinnung der Gallenproben erfolgte. Blutserum wurde durch venöse Blutentnahmen entnommen. Die Proben wurden nach ihrer Aufarbeitung gaschromatographisch/massenspektrometrisch ausgewertet. Die hepatische Clearance wurde danach aus den Konzentrationen der Sterine und Stanole im Serum und in der Galle berechnet. Es zeigte sich, dass die Clearancewerte der Patienten mit Lebererkrankungen deutlich niedriger waren als die in der Literatur bekannten Clearancewerte von gesunden Probanden. Die Serumkonzentrationen von Cholesterin, Sitosterin und Campesterin waren bei beiden Kollektiven annähernd gleich. Die Clearance variierte jedoch erheblich. Die Cholesterinclearance war bei Gesunden 4-mal höher als bei Patienten mit Lebererkrankungen. Die Clearance von Sitosterin war 13-mal, die von Campesterin 8-mal höher bei den aus der Literatur bekannten gesunden Probanden als bei dem untersuchten Patientenkollektiv. Dies zeigt, dass die Leberclearance von der Leberschädigung abhängt und es ließ sich nachweisen, dass sie eine negative Korrelation mit der alkalischen Phosphatase, als Parameter der Cholestase, aufweist. Der ABCG5/G8 Transporter ist der wichtigste Transporter für Sterine von der Leber in die Galle. Bei Patienten mit Cholestase transportiert er deutlich weniger Substanzen als bei gesunden Probanden, aber seine Differenzierungsfähigkeit zwischen den einzelnen Sterinen/Stanolen bleibt erhalten. Je komplexer der Strukturunterschied des Stoffes zum Cholesterin ist, umso bevorzugter wird er transportiert und damit ausgeschieden. Diese Reihenfolge des Transportes von Substanzen ist bei gesunden Probanden und bei Patienten mit Lebererkrankungen gleich. Die Aktivität und die Anzahl der ABCG5/G8 Transporter ist auch von den genetischen Voraussetzungen des Patienten abhängig. Zusätzlich zeigte sich, dass die von den Patienten eingenommenen Medikamente keinen Einfluss auf die Clearance ausübten. Diese Aussage, wie auch die übrigen Aussagen der Studie, stehen unter dem Vorbehalt eines kleinen Patientenkollektives. Die gewonnenen Erkenntnisse legen es jedoch nahe, in einer breiter angelegten Probanden- Patientenstudie, eine Bestätigung und Detaillierung der bisherigen Ergebnisse zu suchen, um hieraus die Erkenntnisse für den Sterinstoffwechsel zu erweitern

    Langzeitoutcome des Nephrotischen Syndroms des Kindes- und Jugendalters : Eine Querschnittsstudie im Langzeitverlauf

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    In der vorliegenden Untersuchung wurde das Langzeitoutcome von 43 Patienten mit steroidsensiblem und 7 Patienten mit steroidresistentem Nephrotischen Syndrom 30 Jahre nach Erstmanifestation erfasst und beurteilt. Das mittlere Alter bei Datenerhebung liegt bei 35,4 Jahren (14,4 bis 51,3 Jahre). Die Daten wurden anhand der retrospektiven Aktenauswertung und einer klinischen Nachuntersuchung sowie persönlichen Befragung anhand eines standardisierten Anamnesebogens generiert. Ziel der Arbeit ist es den Krankheitsverlauf beim steroidsensiblen und steroidresistenten NeS zu beurteilen und Fragen nach dem Gesundheitszustand der Patienten durchschnittlich 30 Jahre nach Erstmanifestation eines NeS zu beantworten. Die Ergebnisse wurden im Zusammenhang mit früher durchgeführten Studien bewertet. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Patienten mit SSNeS (n=43). Das mittlere Alter bei Erstmanifestation beträgt 4,7 Jahre, die mittlere Rezidivzahl 5,8. 11 Patienten hatten häufig Rezidive (25,6 %), 7 Patienten kein Rezidiv (16,3 %). 4 Patienten zeigten Rezidive im Erwachsenenalter, also nach dem 18. Lebensjahr. Der Krankheitsverlauf ist mit Beobachtungen anderer Autoren vergleichbar, jedoch ist in unserer Gruppe der Anteil an Patienten mit Rezidiven im Erwachsenenalter und mit alternativer immunsuppressiver Therapie deutlich geringer. Ein junges Alter bei Erstmanifestation ( Die gute Prognose bei Kindern mit steroidsensiblem Nephrotischen Syndrom lässt sich auch in unserer Studie bestätigen. Insbesondere das renale Outcome ist sehr gut und kein Patient mit SSNeS hat eine Niereninsuffizienz. Die mittlere Proteinurie liegt bei 2. Jedoch wurden bei 1/3 aller Patienten mit steroidsensiblem NeS erhöhte Blutdruckwerte über 140/90 mmHg gemessen oder die Patienten stehen unter antihypertensiver Therapie. Zwei Patienten erlitten einen Herzinfarkt im Erwachsenenalter, wobei kardiovaskuläre Risikofaktoren in beiden Fällen vorhanden waren. Erwachsene Patienten mit in der Kindheit erworbenem SSNeS sind nicht dicker und nicht kleiner als andere Erwachsene. Sie liegen im Mittel sogar über ihrer genetischen Zielgröße. Der mittlere BMI beträgt 25,5 kg/m2, die mittlere Endgröße –0,2 SDS. Ebenfalls 1/3 der Patienten hat erhöhte Lipoproteine im Serum, die bekanntermaßen für eine Arteriosklerose disponieren. Das Gesamtcholesterin ist in 8 Fällen (25 %) erhöht, der HDL/LDL-Quotient in 6 Fällen (22 %) erniedrigt und das Lipoprotein (a) in 10 Fällen (37 %) erhöht. Es besteht keine Korrelation zu einem komplizierten Verlauf des NeS, ebenso gibt es keine Korrelation zwischen arterieller Hypertonie und Hypercholesterinämie bzw. Erhöhung des Lipoprotein (a). Eine IgE-Erhöhung liegt in 13 Fällen (43 %) vor. 3 Patienten haben eine Osteopenie. Das mittlere DPD/Kreatinin beträgt 5,5 nmol DPD/nmol Krea. Das psychosoziale Outcome ist exzellent. Kein Patient befand sich zum Zeitpunkt der Untersuchung in psychotherapeutischer Behandlung oder unter Therapie mit Psychopharmaka. 21 Patienten sind verheiratet, 19 ledig, 3 geschieden. Von 41 Patienten über 18 Jahren haben 18 insgesamt 29 Kinder. Ein Patient hat eine Fertilitätstörung nach Behandlung mit Chlorambucil und Cyclophoshamid. Einer beruflichen Tätigkeit gehen 80 % nach, 12,5 % sind in der Ausbildung und 7,5 % sind arbeitslos. Endlänge, Komorbiditäten und sozialer Status unterscheiden sich nicht von der Normalbevölkerung. Auffallend ist eine Tendenz zu Fettstoffwechselstörungen, arterieller Hypertonie und eine hohe Prävalenz an Allergien und erhöhten Serum-IgE-Werten. Ein Zusammenhang mit der Schwere der Nierenerkrankung bestätigte sich nicht
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