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[Rezension zu:] Annette Simonis: Grenzüberschreitungen in der phantastischen Literatur
Rezension zu Annette Simonis: Grenzüberschreitungen in der phantastischen Literatur. Einführung in die Theorie und Geschichte eines narrativen Genres. Heidelberg (Winter) 2005. 312 S.
Annette Simonis macht in ihrem Einführungsbuch die kulturwissenschaftliche Modellierung des rituellen Übergangs für das Verständnis phantastischer Literatur fruchtbar. Deutlich ist dabei allerdings von Anfang an, dass es nicht darum gehen kann, phantastische Werke als bloße Illustrationen kulturwissenschaftlicher Thesen zu verstehen, sondern vielmehr darum, ein bereitgestelltes Modell in den Dienst genuin literaturhermeneutischer Interessen zu nehmen
Annette Simonis, Literarischer Ästhetizismus. Théorie der arabesken und hermetischen Kommunikation der Moderne
Espagne Michel. Annette Simonis, Literarischer Ästhetizismus. Théorie der arabesken und hermetischen Kommunikation der Moderne. In: Romantisme, 2002, n°117. Paysages de la mélancolie. pp. 125-126
Schöne Kunst und reiche Tafel: über die Bilder der Speisen in Literatur und Kunst. Belle arti e buona tavola: sul significato delle pietanze nell’arte e nella letteratura Beiträge der Tagungen Gießen (11./12. Oktober 2014) und Urbino (14./15. Oktober 2014) Atti dei convegni di Gießen (11/12 ottobre 2014) e Urbino (14/15 ottobre 2014)- Herausgegeben von/ a cura di Sandra Abderhalden, Michael Dallapiazza, Lorenzo Macharis & Annette Simonis. Bern et al. 2015
Dieser Band versammelt Beiträge zweier Tagungen zur Bedeutung von Essen und Trinken in Kunst und Literatur. Im Zentrum stehen Esskulturen und Praktiken vorrangig in der deutschen und italienischen Literatur vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Der mehrsprachige, komparatistisch ausgerichtete Tagungsband spiegelt die Vielfältigkeit des kulinarischen Themas in literarischen und künstlerischen Werken auf umfassende Weise wider.
Questo volume raccoglie i contributi di due conferenze sul significato del cibo e delle bevande nell’arte e nella letteratura. Al centro stanno culture e pratiche alimentari essenzialmente nella letteratura italiana e tedesca dal medioevo alla contemporaneità. Partendo da una prospettiva comparatistica, il volume plurilingue rispecchia in modo esemplare la molteplicità del tema nelle tradizioni dell’arte e della letteratura
The Animal-guide through Medieval Persian Poems
The article examines the figure of the animal-guide in medieval Persian literature, in particular in the narrative poetry of the 11th-14th centuries. The author focuses above all on the onager, a sort of wild donkey, and on its various functions within some works of pre-Islamic and Islamic times. In the latter, the analysis essentially concerns some epic and romance mathnavis (narrative poems) on the Sassanid King Bahrām V, a legendary figure famous as onager's hunter. This animal appears in the Persian literature mainly with the function of animal-guide, but also in some relationship with death. In the latter aspect, the onager is sometimes represented as a messenger or announcer of death or while leading the protagonist of the poem himself to the afterworld
Komparatistik : Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft ; 2018
Kathrin Ackermann: Kunstfälschung und Kunstpolemik in Romanen von William Gaddis, Georges Perec und Sergio Kokis - Annette Simonis: Katzen als tierliche Akteure und 'companion animals' in der neueren japanischen Literatur - Dagmar Burkhart: Komparatistik und Cultural Animal Studies - Andreas Mahler: Pfeifen im Weltdunkel - Stefan Bub: Quell' immenso baratro di stelle - Reinhard Krüger: Major Tom und die Einsamkeit des Kosmonauten - Alexandra Müller: Netzkommunikation, Ablenkungskultur und Informationsexzess - Corinna Dziudzia: Zum Verhältnis von Kunst und Politik - Michael Berger: Der Höllensammler - Peter Schuck: Auskreuzen/ Einklammern - Dennis Friedrichsen: Evoking Empathy in China Miéville's "Perdido Street Station
Mythische Visualität. Zum Verhältnis von optischen Medien und Schirft in der petrarkistischen Liebeslyrik Góngoras
Kramer K. Mythische Visualität. Zum Verhältnis von optischen Medien und Schirft in der petrarkistischen Liebeslyrik Góngoras . In: Simonis A, Simonis L, eds. Mythen in Kunst und Literatur. Tradition und kulturelle Repräsentation. Köln: Böhlau; 2004: 419-453
Der Bär aus der Schweiz, die Katze an der Leine und der Widder an der Elbe. Ein Blick hinter Lichtenbergs Tieraphorismen
Reflexionen über Tiere als Thema von Aphorismen von Lichtenberg bis Canetti sind seit langem anvisiert worden. Der vorliegende Beitrag nimmt sich vor, den Blick für den weiteren Umfeld von Lichtenbergs „Tieraphorismen“ zu schärfen und fokussiert den Rekurs auf die Tradition der Tierfabel in einem satirischen Kupferstich gegen Johann Georg Zimmermann und in der ebenfalls in Göttingen anonym erschienenen Brochüre Ailurokriomachie oder das Gefecht des Widder an der Elbe mit der Katze an der Leine. Abschließend wird für eine Erkundung der zahlreichen kurzen Beiträge zum Thema „Tier“ in dem von Lichtenberg redigierten Göttinger Taschen Calender plädiert
Komparatistik : Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft ; 2020/2021
Aus dem Inhalt: Nachruf. Zum Tod von Hugo Dyserinck (1927-2020) - Peter Brandes: Paul Celan - Dichtung als globale Sprache - Paweł Piszczatowski: Paul Celan in postanthropozentrischer Perspektive - Friederike Heimann: Über das "Gegenwort" des Hebräischen in der Dichtung Paul Celans - Peter Brandes: Figuren des Globalen in Celans Hamburg-Gedicht Hafen - Anna Murawska: Emily Dickinson in der Übersetzung Paul Celans - Monika Schmitz-Emans: Deutungsperspektiven auf Celan bei Anne Carson - Roman Lach: Stimmen aus dem Geisterreich. Bae Suah und die Mehrsprachigkeit - Annette Simonis: Narrative des 'Retreat' und ihre inhärenten Paradoxien - Alena Heinritz: Arbeit dokumentiert. Jurij Ščerbak und Emmanuel Carrère - Stefan Bub: Der versehrte Gott und das erblindete Ich in Texten von Georges Bataille - Matthias Beckonert: Pathologische Wahrheit(en). Wolf Haas und Thomas Pynchon - Tagungsberichte, Rezensionen
Gedächtnis der Shoah und Surrealität bei Wolfgang Hildesheimer und Peter Weiss
Im Rahmen der allgemeinen, diesem Sammelband zugrundeliegenden Überlegung über die Beziehung zwischen deutschsprachiger Literatur und Gedächtnis der Shoah verdient das literarische Vermächtnis des Surrealismus nähere Aufmerksamkeit. Das Thema ist eher spärlich behandelt worden, und erst in jüngster Zeit sind Versuche systematischer und historisch breit angelegter Untersuchungen unternommen worden. Dieser Sachverhalt darf über die Bedeutung nicht hinwegtäuschen, die dem Einfluss der in Frankreich entstandenen Bewegung auf den literarischen deutschsprachigen Bereich vor allem in den zentralen Jahrzehnten der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts beizumessen ist. In einem von der Zäsur des Zweiten Weltkriegs und dem fortschreitenden Bewusstwerden über die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern begangenen Verbrechen zutiefst geprägten geschichtlichen Kontext entwickelten nämlich einige Schriftsteller: innen, besonders jüdischer Herkunft, surrealistisch ausgerichtete Schreibweisen und Poetiken, nicht zuletzt mit dem Versuch, sich in ihren Werken mit der jüngsten Vergangenheit und der durch sie gezeichneten Gegenwart auseinanderzusetzen. Ihre Suche nach einer literarischen Form und einer Sprache, die dieser ständig an der Grenze des Unsagbaren und Unfassbaren zu scheitern drohenden Auseinandersetzung mit der Gewalt der Geschichte und ihren Folgen auf das Subjekt angemessen wären, profitierte auch von den Impulsen und Errungenschaften des Surrealismus. Dieser Themenkomplex wird im Folgenden am Beispiel von Peter Weiss (1916–1982) und Wolfgang Hildesheimer (1916–1991) ausgeführt. Beide Autoren – die ihre künstlerische Tätigkeit als Maler begonnen hatten – hatten überwiegend während ihrer durch Hitlers Machtergreifung und ihre jüdische Herkunft veranlassten Emigration die Gelegenheit, den Surrealismus, dessen Produktion im damaligen Deutschland als entartete und deswegen verbotene Kunst galt, näher kennen zu lernen; als Bildkünstler setzten sie sich intensiv mit seinen Praktiken auseinander und eigneten sich diese auf eine sehr persönliche Weise an, die sich auch als literarisch produktiv erwies
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