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    Elias Canetti Library

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    Diese Diplomarbeit behandelt Fragestellungen und Lösungen, die eine Bibliothek als Bauaufgabe aufwirft. Ein Bautypus, welcher dem steten Wandel unterworfen ist und das gesellschaftliche Verhältnis zum Geschriebenen widerspiegelt indem Bibliotheken als Vermittler zwischen Geistigem und Physischem und als Gedächtnisort der Vergänglichkeit trotzen. Bibliotheksarchitektur kann als Metapher für die Transformation einer Wissensgesellschaft verstanden werden, welche in der Sprache der Architektur veranschaulicht wird. Die Kulturform Bibliothek ist Akteur und Träger unserer Wissensproduktion und -Selektion, worauf nachfolgende Generationen aufbauen und sich in Gedankenwelten ihrer Zeitgenossen bis zu jenen, der vor ihnen Gelebten bewegen können. Namensgeber dieser Bibliothek ist Elias Canetti, welcher durch sein Schaffen mit elementaren Fragestellungen der Menschheit seiner Nachwelt neben seinen Bibliotheken und publizierten Büchern viele Manuskripte hinterlassen hat, die noch darauf warten entdeckt zu werden. Sein Ansporn, mit Stift und Papier gegen den Tod anzutreten, soll Leitmotiv dieses Entwurfs sein, der ein Haus für das Schreiben gegen den Tod abbildet. Somit soll die Bibliothek neben seinem Nachlass auch einen aktiven Gegenpol beinhalten, welcher sein Vermächtnis lebendig hält. Als Ort in dem Geistiges verkörperlicht und wieder vergeistigt wird, bietet sie schliesslich Räume für den Kreislauf der Handlungen des Lesens, Lernens, Diskutierens und Schreibens. Wiederkehrende Elemente der Bibliotheksbaugeschichte aufnehmend, wird eine offene Arkadenstruktur in die Zürcher Altstadt eingeschrieben. Auf der Winkelwiese, an einer Schnittstelle zwischen mittelalterlicher, gründerzeitlicher und moderner Bausubstanz und mit dem Hintergrund aktueller Stadtplanung mit der Absicht das angrenzende Universitätsviertel als Stadtcampus nachzuverdichten, soll die Struktur zwischen den Typologien vermitteln. Die Struktur von Arkadengängen, hier als gebäudehohe Scheiben im Raster, mit geschossübergreifenden Öffnungen in Form zweier gespiegelter Kettenlinien, soll den “Strom des Wissens” aufnehmen und den Bogen zwischen öffentlichen und intimen Qualitäten einer Bibliothek spannen.This diploma thesis deals with raising questions and solutions when approaching a library as architectural task. Its building type is subjected to change as it reflects the relation of a society to the written word. Libraries mediate between the intellectual and physical world and defy transience as places of rememberence. Library architecture can be seen as metaphor for the transformation of knowledge societies, illustrated by architectural language. The cultural form of a library is an active participant in our process of knowledge production and selection. Next generations can build up on them while moving in intellectual worlds of their contemporaries back to their ancestors. The library is named after Elias Canetti, who dealt with elementary questions of humanity. He left his private libraries, wrote many books and left many manuskripts, which are still waiting to be discovered. His incentive, to compete with pen and paper against death, becomes a guiding theme of the concept and results in a house for writing against death. The library should contain his literary remains and an active counterpart, to keep his legacy alive. As place where thoughts are materialized and dematerialised, the building provides rooms for the cycle of actions such as as reading, learning, discussing and writing. Recurring elements of the history of library architecture are incorporated in the design, which inscribes an open arcade structure into the historic center of Zürich. The building site “Winkelwiese” shows a variety of surrounding building structures, such as medivial, modern and metropolitan developments around the 19th century. With the actual development goals for the close by city campus in mind, the structure should mediate between those typologies. The structure of an arcade passages should accomodate the “stream of knowledge” and provide spaces for public and intimate qualities of a library. Walls in a grid are constructed with openings that are nearly as high as the building and consist of two opposite catenary curves

    Extension Stadtmuseum Bruneck

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    Bruneck als Zentrum des Pustertales in Südtirol besitzt ein kleines Stadtmuseum mit Sammlungen vor allem aus der Grafik und dem regionalen Raum. Um viele der Exponate sowie aber auch die Stadtgeschichte der Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen, ist ein Umdenken des Museums notwendig. Die Revitalisierung eines leer stehenden Gebäudes, als Erweiterung des nahe gelegenen Bestandsmuseums, am wieder zu belebenden Kapuzinerplatz, soll dem öffentlichen Anspruch genügen und einen adäquaten Rahmen an der östlichen Schwelle zum Stadtkern bieten.Bruneck, the center of the Pustertal region in South Tyrol, has a small city museum with a focus on graphic and regional art. In order to better display the col- lections and the history of the town it is necessary to rethink the museum. The extension of the museum will be placed at the revitalized Kapuzinerplatz, near the existing location, reusing an empty building. It should serve the demands of the public and offers a proper framework on the eastern brink to the city center

    The last Room

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    Am Ende des Lebens steht immer häufiger der Wunsch nach einer Feuerbestattung des verstorbenen Leichnams. Somit gewinnt der relativ junge Bautypus Krematorium als profaner und doch spiritueller ‚Zwischenort‘ zunehmend an Bedeutung. Die Masterarbeit ‚Der letzte Raum‘ beinhaltet eine Forschungsarbeit, die versucht, einen würdevollen Ort für den Abschied eines Menschen zu gestalten, der unserer Zeit und Trauerkultur entspricht. Dabei ist ein Entwurf für die Stadt Krefeld entstanden, der ein ‚Totenhaus‘ für die Möglichkeit der zweitägigen Aufbahrung und des Abschiednehmens beinhaltet sowie einen ‚Trauerpavillon‘ für die Abschiedszeremonie, ein ‚Einäscherungshaus‘ für die Feuerbestattung und eine letzte Ruhestätte, die ‚Stille Wiese‘. Der Entwurf stützt sich auf einen umfassenden Theorieteil, der sich unter anderem mit der Analyse von sechs ausgewählten Beispielen der Trauerarchitektur und mit einem Exkurs über den Umgang mit natürlichem Licht, insbesondere bei den Architekten Le Corbusier und Louis I. Kahn, befasst. Ziel der Arbeit ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem kulturellen Ritual des Abschiednehmens, dem Umgang mit Verstorbenen und der Frage, welche Rolle Architektur im Innen- und Außenraum in diesem Zusammenhang spielen kann.At the end of life there is a growing demand for cremation of the deceased. Thus, the crematorium, a relatively new building type, is becoming increasingly important as a profane yet spiritual ‚intermediate place‘. The master‘s thesis ‚The last room‘ contains research that seeks to create a dignified place for the final farewell of a human being that is in keeping with our modern times and mourning culture. A design was created for the city of Krefeld which includes a ‚house of the dead‘, where the bereaved have two days to take their leave from the deceased, a ‚mourning pavilion‘ for the farewell ceremony, an ‚incineration house‘ for the cremation and a ‚meadow of tranquillity‘, the final resting place. The concept is based on a wide-ranging theoretical section which, among other things, deals with the analysis of six selected examples of mourning architecture and a digression on the use of natural light, in particular by the architects Le Corbusier and Louis I. Kahn. The aim of this thesis is to examine critically the cultural ritual of farewell, the way in which the deceased are dealt with and, in this context, the role of architecture in interior and exterior space

    Hotel Refugium

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    Vor dem Hintergrund des Strukturwandels und des damit einhergehenden Identitätsverlustes der peripheren Regionen Tirols widmet sich die vorliegende Diplomarbeit dem Weiterbauen am Land. Weiterbauen steht in diesem Zusammenhang, ohne die eigene Gesinnung und die Entstehungszeit zu leugnen, für eine reflektierte Fortschreibung der gebauten Kultur. Die konkrete Entwurfsarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Hotel, einem Haus für Gäste. Ausgehend von einer realen Anforderung definiert das vorliegende Projekt Parameter für ein orts- und kulturverträgliches Bauen touristischer Infrastruktur in einem alpinen, über Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägten Kontext. Ziel ist die zeitgemäße Anknüpfung an die historische Kulturlandschaft. Als Analogie zur tradierten Bauweise der anonymen bäuerlichen Architektur Tirols definieren sich die einzelnen Gebäude des Hotels als Holzbauten. Ein Geviert aus dunklem Lärchenholz steht im Dialog zur Umgebung und den punktuell in die Landschaft eingestreuten archaisch anmutenden Nutzbauten der Region. Die Gliederung in vier Baukörper bedingt einerseits eine feinere, dem Ort angemessene Körnung des Maßstabes und eröffnet andererseits atmosphärische Momente in der Erschließung des Hotels. Das konturformende, dem Kontext entsprechende Satteldach versteht sich als Zitat an die tradierte Bauform der Region. Ein Hotel als Ort des Rückzugs, der Ruhe und Entspannung inmitten intakter Natur. Ein Refugium.The diploma project addresses continuation of constructing buildings in the countryside. The structural change accompanied by the loss of identity of the peripheral region in Tirol is the base of the thesis. Continuation of constructing buildings means in this context to keep to the own attitude and time of origin a reflected accrual work of building culture. The architects plan is about a hotel, a house for guests. Referring to real conditions the project defines parameter for building touristic infrastructure in the alps with focus on the location and the agricultural background over centuries. The objective is a suitable connection to the historical cultural landscape. Based on the anonymous agricultural architecture in Tirol the objects of the hotel are built in timber. A square of dark larch wood is corresponding with the landscape and the buildings of the region which seem to be archaic. The structure of four main bodies allows a more gentle small scale and moments of atmosphere in developing the hotel. The saddle roof which is forming the shape of the building, is related to the context and can be seen as a quotation to the traditional type of construction in the region. The hotel being a safe haven - silence and relaxation in the middle of pure nature

    TEATRO RIVA : kulturelle Wiedergeburt des historischen Hafens San Nicolò

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    Das öffentliche Leben spielt sich am Gardasee in der warmen Jahreszeit von Ostern bis Oktober ab. Überflutet von Touristenwellen geraten die malerischen Küstendörfer mit ihren Infrastrukturen, aber vor allem die Flora und Fauna des Sees jedes Jahr aufs Neue an die Grenzen des Belastbaren. Ein reichhaltiges kulturelles- und kulinarisches Freiluftangebot füllt des Urlaubers Wunscheslücken. Danach kehrt Ruhe zurück - Hotelanlagen und Caravanparks schließen. Mit dem letzten Gast verriegeln sowohl Geschäfte als auch Gastronomie ihre Türen. Die Orte am Ufer des Gardasees fallen in tiefen Winterschlaf. Der See regeneriert sich. Aus dem Trübsal jener stillen, ja beinahe verlassenen Jahreszeit, wird die Sehnsucht nach einem sozialen Marktplatz umso lauter. Die Idee eines Theaterhauses entspringt aus dem Willen der Bewohner von Riva del Garda und Umgebung, einen frei bespielbaren und adaptierbaren Aufführungsort für ihre aktive und belebte Theater- und Musikszene zu schaffen. Der Schauplatz liegt am nördlichen Ufer des Gardasees, in Riva del Garda, am Bootshafen San Nicolo. Dort, wo ein stiller Zeitzeuge historische Erinnerungen bunkert, der Monte Brione in den bewegten See ausläuft und Seegelboote im Wind schwankend ankern entsteht die neue Bühne als Gegenüber der alten Festung. Die gemeinsame Mitte bildet der Bootshafen. In Reminiszenz an Vergangenes - aufgeladen mit neuen Impulsen - kann sich Zukünftiges entfalten.Public life around Lake Garda is primarily happening during the warm season, from Easter till October. Flooded by enormous waves of tourists, the picturesque villages, but mostly the lakes flora and fauna get to their limits of resilience. A rich culturaland culinary open-air-offer satisfies any tourists` wishes. Afterwards calmness comes back. Hotels and camping-complexes close their doors, as well as shops and gastronomic facilities. Lakefront villages fall into a deep hibernation. Meanwhile the lake regenerates. Out of the gloom of this silent, yet abandoned season, the longings for a social hub becomes even louder. The idea of a house for performances arises out of the desire from the local residents of Riva del Garda and surroundings to create a adaptable and free useable venue for their active and lively music- and theatre scene. The scene takes place at the marina di San Nicolo in Riva del Garda, on the northern lakefront. At the point where a silent contemporary witness stashes memories away from the past, the Monte Brione runs out into the rough water and sailboats are anchoring, the new stage as the counterpart of the old fortress emerges. The common centre is formed by the marina. In reminiscence to the past - charged by new stimuli - the future is able to unfold

    Heimatmuseum Bezau. A Building Extension In The Bregenzerwald

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    Ein Erweiterungsbau im Bregenzerwald. Inhalt dieser Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Heimatmuseum Bezau ein typisches Bauernhaus des Hinteren Bregenzerwaldes. Konkret handelt es sich um ein erweitertes Seitenflurhaus aus dem späten 17. Jahrhundert mit einem Wohntrakt nach Süden und einem ursprünglichen Wirtschaftsteil nach Norden. Mensch und Tier bzw. Wohnen und Arbeiten befinden sich bei dieser Typologie unter einem Dach. Wer mit den, für gewöhnlich langgestreckten, typischen Bregenzerwälderhäusern vertraut ist, wird schnell die eigenartige, fast befremdliche Proportion des Hauses bemerken. Die Transformation fand vor rund hundert Jahren statt, als das Hinterhaus aufgrund von Baumängeln nicht mehr erhaltenswert war. So formte sich der einst langgestreckte Körper zu einem quadratischen Volumen, das eingebettet in der Landschaft ruht. Der bestehende, umfunktionierte Wohntrakt dient seither als Heimatmuseum. Das Museum zieht viele Besucher an und gibt einen guten Einblick in die regionale Wohnund Lebenskultur des letzten Jahrhunderts. Allerdings fehlen dem Haus wichtige Räumlichkeiten, die Platz bieten für Verwaltung, Depot und Restaurierungsarbeiten sowie Veranstaltungsmöglichkeiten. Daraus resultierten der Wunsch und das Bedürfnis, mich mit einem Entwurf für einen Erweiterungsbau des Museums zu beschäftigen. Ziel ist es, einen Dialog zwischen Alt und Neu entstehen zu lassen den Neubau möglichst sensibel zu platzieren und dabei den Bedürfnissen des Altbestandes gerecht zu werden.A Building Extension In The Bregenzerwald. This document is a discussion about the local museum in Bezau a typical old farmhouse in the Bregenzerwald. To be more specific, the building is an extended „Seitenflurhaus“ from the late 17th century with a residential tract to the south and a formerly occupational section to the north. Due to the typology of these houses, the living and working areas are in one building, so the humans and the animals live under one roof. About a hundred years ago, the occupational section of today‘s local museum was demolished due to construction defects. Finally, the remaining residential part was transformed into the local museum of Bezau. Thus, today the once elongated body has been transformed into a square space, which seems rather unusual for this typology. The museum attracts numerous visitors and provides good insight into the living conditions during the last century. Today, the house lacks important rooms, which would offer space for administration, storage and restoration work as well as for events. This is what lead to my desire and the need to work on a design for an extension building. The aim is to create a dialogue between the old and the new sections to place the new building as sensitively as possible and to meet the requirements of the old existing building

    Musik in Reichenau

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    Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Entwurf eines Kammermusiksaales. In Verbindung mit dem bestehenden Schloss Reichenau soll ein Musikzentrum entstehen, das auch Platz für Einspielräume für die Musiker und Räumlichkeiten für die Musikschule Reichenau bietet. Ausschlaggebend für die Wahl des Bauplatzes war die Tatsache, dass die letzte Besitzerin des Schlosses, Margarethe Bader-Waißnix, eine Stiftung zugunsten der Marktgemeinde Kurort Reichenau an der Rax gründete, in der das Schloss, alle Nebengebäude, Fahrnisse und Erinnerungsstücke enthalten sind. Der Zweck dieser Stiftung war die Errichtung eines Kulturzentrums. Weiters wurde im Zuge einer Sanierung ein kleiner Veranstaltungssaal errichtet, der einen passenden Ausgangspunkt für den Entwurf bietet. Der Entwurf schließt an das städtebauliche Ensemble des Schlosses an und bietet einen weiteren Veranstaltungsort für musikalische Aufführungen. Unter anderem soll der neue Saal für die Internationale Sommerakademie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien genutzt werden. In Verbindung mit der Musikschule Reichenau, soll das Musikzentrum als Aufführungs- und Unterrichtsstätte genutzt werden und Raum für erstklassige Musik bieten.This diploma thesis is a designproject about planning a chamber music hall. In connection with the existing castle of the city Reichenau an der Rax a music center should be founded. It should contain preparation rooms for the musicians and classrooms for the music school Reichenau. The decisive factor for the choice of the site was the fact, that the last owner of the castle, Margaret Bader-Waissnix, established a foundation with the purpose of establishing a cultural center around the castle. In the course of a renovation, a small event hall was built. That event hall forms an appropriate starting point for the design. The building adjoins the urban ensemble of the castle and offers another venue for music performances. Among others, the new hall will be used for the International Summer Academy of the University of Music and Performing Arts Vienna. In connection with the music school of Reichenau, the music center should be seen as a performing and teaching facility and should provide space for excellent music performances

    Collection of contemporary history Carinthia : archive - library - museum

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    Diese Arbeit setzt sich mit dem Projekt Sammlung Zeitgeschichte Kärnten auseinander. Ausgehend von einem geschichtlichen Rückblick sowie einer Analyse der geographischen Lage wird der Blick anhand von vier Beispielen auf die Erinnerungskultur in Kärnten gelenkt. Vier repräsentative Zeitgeschichtemuseen eins in Deutschland, drei in Österreich sollen Aufschluss über eine mögliche Herangehensweise für ein solches Unterfangen geben. Im Entwurfsteil wird die Verortung des Museums in Klagenfurt anhand historischer Karten entwickelt. Der Entwurf Sammlung Zeitgeschichte Kärnten beinhaltet 3 Hauptbereichen: Archiv, Bibliothek und Museum. Dem Gebäude zugeordnet ist ein bestehender Gedenkort, der neu als Apfelbaumhain gestaltet wird.This project concerns the topic of a collection of contemporary history in Carinthia. Based on a historical review and a geographical analysis, it focuses on commemorative culture in Carinthia in four examples. Via four representative museums of contemporary history one in Germany, three in Austria a possible approach to such an endeavour is shown. In the project part the localisation of the museum in Klagenfurt is developed due to historical maps. The project itself contains three main issues: An archive, a library and a museum. Attached to the building is an existing memorial, which will be redesigned as an apple tree grove

    Dying in a foreign country. House of farewell for the Muslim diaspora in Vienna

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    Die Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts in Europa führten zu Veränderungen der Lebensrealität unterschiedlicher Kulturen. Die gesellschaftliche Änderung schafft einen neuen Dialog, insbesondere mit der Diaspora muslimischen Glaubens: Die Ankunft der ersten Generation an Zuwandernden liegt bereits 60 Jahre her. Diese ist gegenwärtig mit dem Thema Tod und dem Sterben in der Fremde konfrontiert. Entschied sich die erste Generation nach dem Tod eines Angehörigen noch öfters für eine Überführung in die Heimat, sehen die meisten der zweiten und dritten Generation keine Rückkehr mehr in das Geburtsland ihrer Eltern vor. Mit der Zeit stieg das Bedürfnis der Diaspora nach selbstbestimmten Räumen für Kultur und Religion: Die neue islamische Architektur wird in Europa im Zuge dessen jedoch oft auf formale architektonische Elemente wie das Minarett und die Kuppel reduziert. Dabei werden gegenwärtige Entwicklungen in der Religion und Dynamiken, die sich in der zweiten und dritten Generation vollziehen, außer Acht gelassen. Es ist daher längst überfällig, das Gespräch auf einer neuen Ebene zu suchen, in einem kreativen Diskurs, abseits vom unfruchtbaren Formenstreit. Die Suche nach neuen Ausformulierungen von neuen Ritualen birgt indes Möglichkeiten für die Religion, Architektur und die Gesellschaft der Zukunft.Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist, einen Raum zu schaffen, der nicht nur aus dem Bedürfnis nach Trauerverarbeitung heraus entspringt, sondern auch dazu dient, der Diaspora-Gesellschaft in Europa einen identitätsstiftenden Ort und die Anteilnahme an einem öffentlichen Raum zu ermöglichen. Sie setzt somit eine Inklusion voraus und verleiht Menschen mit ‚hybrider Identität‘ eine neue Sprache und Autonomie, welche beide Kulturen vereint – im wörtlichen und bildlichen Sinne. Die Erzählung dieses Prozesses gliedert sich in drei Teile. Grundthemen sind das Wechselspiel mit dem architektonisch Vorhandenen und dem, was neu hinzukommt.Der erste Teil analysiert das ‚Nahe‘ und in Wien Vorgefundene – den Wiener Zentralfriedhof und seine bauliche Struktur. Die geometrisierte Landschaft gibt der Entwurfsaufgabe das Koordinatensystem vor. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf den Bauten, die als Fragmente auf dem großen Gelände stehen, sondern auch auf den Wegen und der Vegetation.Der zweite Teil behandelt das Abschiedszeremoniell und die sakrale islamische Architektur. Diese geben den Rahmen für die rituellen Abläufe und die erforderlichen Räumlichkeiten für einen wür-devollen Abschied an. Der dritte Teil behandelt die Synthese der Kulturen und wie der Islam durch adhoce Strukturen und Adaption seine Architektur in Europa weiterschrieb. Prägender Auslöser für die Entwurfsaufgabe sind sowohl meine eigenen Erfahrungen als Angehörige der zweiten Generation, als auch der Kontakt mit Beisetzungen in der Fremde. Auf diese Weise entsteht eine Synergie aus der nahen, sowie der entfernten Kultur und der dualistischen Gefühlswelt der Diaspora. Vor diesem Hintergrund wird die Gestaltung eines Hauses für das Abschiedszeremoniell und eine Ruhestätte für die islamischen Glaubensrichtungen entwickelt. Dieses Trauerhaus soll für ein neues Bedürfnis Raum schaffen, welches bei der Errichtung des Friedhofs noch nicht absehbar war. Auf diese Weise entsteht eine Weitererzählung von Grund und Figur, was den Zentralfriedhof und die Stadt Wien mit kontinuierlichen Erweiterungen als lebendiges Palimpsest auszeichnet.The migration in the 20th century in Europe led to changes in the life for many. The societal changes are accompanied by new confrontations, especially for Muslims in the Diaspora. It has been 60 years since the arrival of the first generation of immigrants. They are now confronted with the topic of death. While the first generation often decided to return home after their death, most of the second and third generations do not plan to return to their parents’ homeland. The Islamic architecture in Europe, however, is still often reduced to formal elements such as the minaret and the dome. Current developments in religion and dynamics that take place in the second and third genera-tion are ignored. It is therefore long overdue to seek dialogue on a new level, in a creative dis-course, away from the fruitless dispute over forms. The search for new formulations hold many possibilities for the religion, architecture and the society of the future.The aim of this diploma thesis is to create a space that not only arises from a need, but also serves to give the diaspora society in Europe a place that creates identity and enables partici-pation in public space. It thus presupposes inclusion and gives those with a ‘hybrid identity’ a new language and autonomy that unites both cultures - literally and figuratively.The narrative of this process is divided into three parts. The basic themes are the interplay be-tween the existing architectural structure and that which is new. The first part analyses the ‚pre-sent‘: the central cemetery of Vienna and its structure. The geometric landscape provides the coordinate system for the design task. The focus is not only on the buildings, which stand as fragments on the large site, but also on the paths and the vegetation.The second part deals with the ritual sequences of the farewell ceremony and sacred Islamic architecture that have retained their validity over centuries. These provide the framework for the ritual processes and the necessary premises for a dignified farewell.The third part deals with the synthesis of cultures and how Islam continued to write their archi-tecture in Europe through adhoc structures and adaptations. The key triggers for the design task are both my own experiences as a member of the second generation and my contact with burials abroad. In this way, a synergy is created between the given, as well distant culture and the dualistic emotional world of the diaspora. Against this background, the design of a house for the farewell ceremony and a resting place for the Islamic faiths creates space for a new need that was not prevalent when the cemetery was built. In this way, a further narrative of ground and figure is created, which characterizes the central cemetery and the city of Vienna with continuous expansion as a living palimpsest

    Cutting reed. Strategy for the architectural handling of Lake Neusiedl´s reed belt

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    Schilf wird geschnitten um die Wasserfläche des Sees freizuhalten. um die Uferflächen vor Versumpfung zu schützen. um Tierarten einen Lebensraum zu geben. um einen Rohstoff zu gewinnen. um das sensible Ökosystem des Neusiedler Sees aufrecht zu erhalten. Der Schilfgürtel des Neusiedler Sees im Burgenland ist unmittelbarer Bestandteil der Naturund Kulturlandschaft Neusiedler See. Er steht in Zusammenhang mit der agrikulturellen Nutzung der umliegenden Uferzonen und ist für den natürlichen Lebensraum des Sees wesentlich. Seine Pflege trägt dazu bei, das uns bekannte Landschaftsbild des Neusiedler Sees, das erst durch die Einwirkung des Menschen seit ca. 120 Jahre als solches bestehend ist, zu erhalten. Folgt man dem Lauf der Geschichte, so liegt es heute an uns, diese Kulturlandschaft zu pflegen und in einer Wechselbeziehung mit dieser zu leben. Dem entgegen stehen die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft in Zusammenhang mit der Nutzung des Sees und des Schilfgürtels, die diesen als Naherholungs-, Freizeitund Wohnort zu erobern versucht. Wohnsiedlungen im Schilf ohne Einbindung in das Dorfgefüge, Restaurants mit prominenter Lage und Konsumzwang auf öffentlichem Gut,und Seebäder, die die Besucherzahlen maximieren wollen, beschreiben eine Progression an sozialen Räumen, die weder demokratisch noch im Sinne der Gemeinschaft zu werten sind. Diese rapid entstehenden Strukturen entwickeln sich im Spannungsfeld mit dem UNESCO-Weltkulturerbe und Naturund Vogelschutz. „Schilf schneiden“ steht sinnbildlich für eine nachhaltige Umgangsform mit dieser Kulturlandschaft. Dieser Idee folgend versucht diese Arbeit die gegenwärtigen Strukturen rund um den Neusiedlersee räumlich zu erfassen, deren Ausprägungen programmatisch, typologisch und morphologisch im Kontext der Geschichte zu analysieren, um gegenwärtig gültige Fragen und Antworten im richtigen Umgang mit der Kulturund Naturlandschaft des Schilfgürtels zu formulieren. Ein architektonischer Entwurf soll zeigen, wie beispielhaft bauliche Eingriffe im Schilfgürtel die Kommerzialisierung des Sees, die sozial-räumliche Einbindung der Dorfzentren (Zersiedelung, Donut-Effekt), die Nutzung durch den menschlichen Lebensstil und das Problem der Zerstörung von Naturund Lebensraum nachhaltig behandeln können.Reed gets cut ... ... to prevent the water surface from becoming overgrown. ... to prevent the banks from becoming a marshy area. ... to give animals a habitat. ... to obtain raw material. ... to preserve the sensitive ecosystem of the Lake Neusiedl. The Reed-Belt around the Lake Neusiedl in Burgenland is part of the Fertö/Neusiedlersee Cultural Landscape. It is connected to the agricultural use of the shoreline and it is of a certain importance to the lakes natural environment. Its care is indispensable to retain the landscape of Lake Neusiedl, which came to exist of about 100 years in cause of human interaction. Following the course of history it is our duty to care this cultural landscape and to form a symbiotic relationship. Todays society challenges the protected and sustainable use of the lake and the Reed-Belt trying to conquer the area for residential and leisure motifs. Housing estates without any connection to the village, restaurants with a prominent site and with pressure to consume in an public area, and beach resorts that try to maximize the tourists numbers describe a progression of social spaces, that are neither democratic nor in a sense of community. These structures are growing rapidly in contradiction to the aims of the Unesco World Heritage, the protection of nature and the protection of birds. “Cutting reed” is symbolic for the treatment of the cultural landscape in a sustainable way. Following this idea, the aim of this work is to describe the existing structures around the Lake Neusiedl programmatically, typologically, morphologically and historically to formulate current and valid questions concerning a right treatment of the natural and cultural landscape of the Reed Belt. An architectonical project will show how structural interventions could take care of the lakes commercialization, the social-spacial integration of the village centres (urban sprawl, doughnut effect), the use of the todays lifestyle and the problem of destructing natural landscape and habitat
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