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Sinn und Ordnung: Biographien als Deutungsmuster im Diskurs
"Biographien als soziale Ordnungsmuster erfüllen individuell und kollektiv eine sinnstiftende Funktion. Moderne Verwaltungen als Instrumente der Herrschaftslegitimation formulieren und dokumentieren biographische Daten, die sowohl zur Ordnung des Sozialen als auch als Grundlage für rekonstruktive Sozialforschung dienen. Das soziale Konstrukt Biographie liefert ein Analyseinstrument, um Deutungs- und Handlungsmuster sowie deren individuelle biographische Artikulation zu untersuchen. Je nachdem, welche Datengrundlagen für die sozialwissenschaftliche Rekonstruktion von Biographien genutzt werden, verweisen diese auf unterschiedliche Diskurse. Wie können die jeweils spezifischen sozio-historischen und diskursiven Kontexte der Datenproduktion für die Analyse berücksichtigt werden? In diesem methodologischen Beitrag wird Triangulation als Möglichkeit zur Rekonstruktion von sozialen Phänomenen diskutiert. Das Argument lautet, dass zur Erfassung der Komplexität von Biographien nicht die Kongruenz von Daten das Analyseziel sein kann, sondern dass gerade die Brüche und möglichen Widersprüche Aufschluss über das soziale Ordnungsmuster Biographie geben können." (Autorenreferat
Rezension über: Thea D. Boldt, Die stille Integration. Identitätskonstruktionen von polnischen Migranten in Deutschland, Frankfurt am Main: Campus Verl., 2012
Wie öffentlich ist das Private? Sozialforschung in digitalen Welten zwischen Sichtbarkeit und Anonymität
Rezension über: Agnes Arndt: Rote Bürger. Eine Milieu- und Beziehungsgeschichte linker Dissidenz in Polen (1956-1976). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2013
Rezension über: Alexander von Plato, Tomás Vilímek: Opposition als Lebensform. Dissidenz in der DDR, der CSSR und in Polen. Lit. Berlin u.a. 2013
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