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    Massenmedien als Herausforderer oder Agenturen nationaler Eliten? Eine Analyse der deutschen und französischen EU-Erweiterungsdebatte

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    Die bisherige Erfolgsgeschichte europäischen Regierens beruht auf der Nicht-Öffentlichkeit hochgradig politischer Prozesse (Brüggemann 2002: 1), hat sich doch die Integration Europas weitgehend hinter verschlossenen Türen abgespielt. Diese Form der Integration stößt an ihre Grenzen. Die Zeit, in der die Bevölkerung der Elite freie Hand ließ, ist vorbei. Der „permissive Konsens“ sinkt (Carey 2001: 2) und wandelt sich zu einer „reluctant acceptance“ (Mittag/Wessels 2003: 416) oder gar zu einer Ablehnung weiterer Integrationsschritte. Offenkundig wird dies nicht nur im spektakulären „Nein“ der Franzosen und Niederländer zur EU-Verfassung, sondern auch in der rückläufigen Beteiligung bei Europawahlen und in den gewaltigen Einstellungsunterschieden zwischen Elite und Bevölkerung bezüglich der europäischen Integration in allen Mitgliedsstaaten (Mittag/Wessels 2003: 418)

    Die Akteursperspektive in der politischen Kommunikationsforschung – Fragestellungen, Forschungsparadigmen und Problemlagen

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    Im Jahre 1996 wurden in „PS Political Science and Politics“, der American Political Science Association, die Papiere eines Symposiums zum Thema „Medien und Politik“ publiziert. Unter den Beiträgen dieses Heftes befindet sich ein Aufsatz von (1996) mit dem Titel „Die Massenmedien als politische Akteure“. Benjamin Page verweist darin auf einen eigenartigen Umstand: Politische Beobachter und Laien würden ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass die Massenmedien versuchen, Politik zu beeinflussen. Man wisse doch, dass die New York Times sich für diese Positionen stark mache und das Wallstreet Journal jene Haltungen vertrete. Und doch, schrieb Page, würden die meisten Kommunikationswissenschaftler den Gedanken eines politischen Einflusses der Medien strikt von der Hand weisen. Diese Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Laien und den Einsichten und Forschungsagenden der Wissenschaftler ist keine US-amerikanische Besonderheit. Es fällt auch für Deutschland nicht schwer, eine Vielzahl von Beispielen zu finden, in denen die Medien politisch wurden. Erinnern wir uns nicht mehr, dass die BILD-Zeitung vehement gegen den Euro schrieb und dass die FAZ gegen die Rechtschreibreform aufbegehrte? Aber genauso wie in den USA fiel es sowohl der Kommunikationswissenschaft als auch der Politikwissenschaft in Deutschland lange Zeit schwer, die laienhafte Beobachtung, dass die Medien eine zutiefst politische Rolle ausüben und dabei in die Rolle eines politischen Akteurs schlüpfen, in ein nachhaltiges Forschungsprogramm umzumünzen

    Bringing the Mass Media in. The Contribution of the Mass Media for Understanding Citizens’ Attitudes towards the European Union

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    Economic considerations, identity related considerations and cueing theory are used for explaining citizens’ attitudes towards the European Union. Yet, all of this research has failed to show how elite cues on interests and identities actually reach the citizens. As a consequence, the author argues that domestic mass media as the most widely used source for citizens’ information about the European Union has the potential to fill this missing link. Mass media actively construct reality by promoting ideas (agenda-setting and framing) and thereby shaping processes of socialization and persuasion. In this article the author discusses theoretical concepts of how mass media might affect citizens’ attitudes, summarizes what we know about the role of domestic mass media in the course of EU integration, derives research desiderates and finally shows why knowledge on the link between mass media and citizens is paramount to understand the future of EU integration

    Der Beitrag des Service Public zur Demokratie

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    Jede Demokratie braucht Medien, die relevante Information bereitstellen und damit zum politischen Wissen in einer Gesellschaft beitragen. Mediensysteme mit einem starken Service Public fördern die Informationsqualität, wie wissenschaftliche Studien zeigen. Medialer Service public ist zudem zentral für die Vermittlung von politischem Wissen und trägt dazu bei, die Wissenskluft in einer Gesellschaft zu verringern
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