Ruhr University Bochum

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    Dielectric waveguides for advanced millimeter wave applications

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    In der Mikro- und mmWellen-Technik sind zwei Trends dominant: steigende Betriebsfrequenzen sowie eine zunehmende Integrationsdichte komplexer System-on-Chip-Lösungen. Höhere Frequenzen ermöglichen größere Bandbreiten, was zu höheren Datenraten in der Kommunikation und zu höherer Genauigkeit in der Messtechnik führt. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen: Messsysteme werden komplex, teuer und fehleranfällig, während schrumpfende Strukturen strengere Fertigungstoleranzen und höhere Kosten verursachen. Diese Arbeit untersucht dielektrische Wellenleiter (DWG) als vielversprechende Alternative zu klassischen Übertragungsleitungen. Sie betrachtet den gesamten Designprozess von theoretischen Grundlagen über Modellierung bis zur Systemintegration und stellt sowohl subtraktive als auch additive Fertigungsmethoden vor. Abschließend werden verschiedene mmWave-Systeme und Komponenten auf DWG-Basis präsentiert, die im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte entwickelt wurden

    Real-time structural health assessment of segmental tunnel linings

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    Unterirdische Verkehrsnetze werden kontinuierlich ausgebaut, um eine leistungsfähige Infrastruktur sicherzustellen. Zugleich müssen Sicherheit, Betriebsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit sowohl neuer als auch bestehender Tunnel gewährleistet werden. Bauwerksmonitoring spielt eine entscheidende Rolle, um die Leistungs- und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Angesichts der eingeschränkten Zugänglichkeit kritischer Tübbingbereiche u. der im Verhältnis zur Komplexität des Tunnelsystems begrenzten Datenbasis wurde eine Methode entwickelt, die Messdaten, numerische Simulationen u. Algorithmen des maschinellen Lernens integriert, um ein effizientes Tunnelmonitoring zu ermöglichen. Dieses Monitoringkonzept wurde sowohl durch Laboruntersuchungen als auch im Rahmen eines Tunnelprojekts validiert. Es bietet einen flexiblen Ansatz, der sich an unterschiedliche Monitoringkonfigurationen anpassen lässt u. mittels Echtzeitüberwachung die Bewertung des strukturellen Zustands der Tunnelauskleidung erlaubt.The underground transport network has been constantly expanding to accommodate the needs of an efficient infrastructure. At the same time, safety, operability, and durability of both new and existing tunnels must be guaranteed. Structural health monitoring plays a cardinal role in ensuring these performance and safety requirements. Given the limited accessibility to critical areas in segmental lining and a relatively sparse availability of measurements compared with the complexity of a tunnel system, a method that integrates measurement data, numerical simulations, and machine-learning algorithms was developed to enable efficient tunnel lining monitoring. This monitoring approach was validated through laboratory experiments as well as within a tunnel project. It represents a flexible approach adaptable to various monitoring configurations, enabling real-time evaluations of the structural health of segmental tunnel linings

    Outcome Evaluation von Patienten mit kathetergestützter bail-out-Valve-in-Valve Aortenklappenimplantation in derselben Prozedur

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    Zielsetzung:\bf Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, die In-Hospital- und Langzeitergebnisse von Patienten mit Bail-out-Valve-in-Valve-TAVI (bViV-TAVI) aufgrund einer primär fehlgeschlagenen Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) mit einer erfolgreichen TAVI zu vergleichen. Methode:\bf Methode: 4555 Patienten, die sich in unserem Zentrum einer TAVI unterzogen, wurden retrospektiv von Februar 2011 bis März 2022 eingeschlossen. Primärer Endpunkt war die Langzeitmortalität. Ergebnis:\bf Ergebnis: In 76,7 % der Fälle waren Transkatheterklappenembolisation und -migration (TVEM) die Gründe für die Implantation einer zweiten Klappe in der gleichen Prozedur. Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 4,9 ±\pm 3,0 Jahren war die Mortalität in der bViV-Gruppe signifikant höher. Diskussion:\bf Diskussion: Eine bViV-TAVI ist eine praktikable und sichere alternative Behandlungsoption bei Patienten mit fehlgeschlagenen TAVIs. Allerdings muss eine erhöhte Langzeitsterblichkeit berücksichtigt werden

    Design, calibration, and application of a fully polarimetric automotive radar front end

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    In den letzten Jahren wächst das Interesse an der Radarpolarimetrie im Automobilbereich, da sie durch Analyse des Polarisationszustands der reflektierten Wellen die Objekterkennung und -klassifizierung verbessert. Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung, Kalibrierung und Anwendung eines vollpolarimetrischen Radar-Frontends. Zwei Antennensystem-Prototypen, ein PCB-basiertes mit ±\pm45° Polarisierung und ein Aluminium-basiertes mit horizontaler und vertikaler Polarisierung, wurden für 76–81 GHz entwickelt. Eine neuartige Kalibrierungsmethode nutzt einen dihedralen Eckreflektor zur genauen Ausrichtung und effizienten Erfassung der Streumatrix. Die Systeme wurden in Labor- und Freiluftumgebungen getestet. Ergebnisse zeigen, dass Polarimetrie Mehrwegeeffekte erkennt und die Zielklassifizierung verbessert. Die Arbeit trägt zur Entwicklung sicherer, autonomer Fahrzeuge bei

    Behandlung asymptomatischer Densfrakturen im hohen Lebensalter

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    Diese retrospektive Studie untersucht asymptomatische Densfrakturen bei Patienten ab 85 Jahren nach Bagatelltrauma. Von 877 CT-Untersuchungen der Halswirbelsäule wurden 50 Densfrakturen identifiziert, davon 27 asymptomatische Befunde, was einer Prävalenz von etwa 3,07 % entspricht. Alle asymptomatischen Fälle wurden konservativ behandelt. Bei 17 nachuntersuchten Typ-II-Frakturen heilten vier knöchern, während 13 stabile Pseudarthrosen zeigten. Neurologische Komplikationen traten nicht auf; die Schmerzangaben waren gering und die funktionelle Einschränkung niedrig. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine knöcherne Heilung im sehr hohen Lebensalter nicht zwingend erforderlich ist und dass die konservative Therapie asymptomatischer Densfrakturen eine sichere und klinisch ausreichende Behandlungsoption darstellt

    A semantic digital twin for occupant-centric workplace management

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    Die Dissertation entwickelt ein Framework für einen Workplace Semantic Digital Twin (WSDT), um Büroarbeitsplätze nutzerzentriert zu managen. Ausgangspunkt sind Grenzen klassischer FM-Ansätze und POE-Befragungen, die Aktivitäten der Mitarbeitenden und deren Kontext nur unzureichend berücksichtigen. Der WSDT verknüpft BIM-Modelle, IoT-Sensordaten und subjektives Feedback, das über Mikrobefragungen nach dem Ecological Momentary Assessment erhoben wird, in einer semantischen Wissensbasis auf Basis der Ontologie WOMO und ICDD-Informationscontainern. Ein prototypisches System wurde an der Ruhr-Universität Bochum in zwei Stufen umgesetzt: zunächst für einen Arbeitsplatz, anschließend skaliert auf 14 Arbeitsplätze. Die Evaluation zeigt, dass das containerisierte WSDT-Konzept die Integration heterogener Daten und die Analyse der Arbeitsplatzqualität für ein datenbasiertes, mitarbeiterorientiertes Arbeitsplatzmanagement ermöglicht

    Mesoscopic modelling of the porous-fluid interface

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    Festbettreaktoren nutzen Gasströmungen für Trocknung oder Kalzinierung. Vor Verlassen des Reaktors gelangt das Gas in den Freeboard oberhalb der Schüttung. Da diese Prozesse energieintensiv sind und Treibhausgase freisetzen, sind präzise Modelle essenziell. Die Dissertation untersucht die Gasströmung an der porös-fluiden Grenzfläche zum Freeboard. Die Strömung im Festbett lässt sich mit porösen Medienmodellen beschreiben, doch die Grenzfläche wird oft durch einen abrupten Übergang zu klassischen Strömungsmodellen dargestellt. Ein alternativer mesoskopischer Ansatz ermöglicht hingegen eine kontinuierliche Modellierung der Grenzfläche, ohne zusätzliche empirische Parameter und ist geeignet für bewegliche Partikel. Die Arbeit umfasst fünf Studien zur Grenzfläche, die sich auf die Entwicklung eines neuen Widerstandsmodells, die Bewertung von Turbulenzmodellen, die Verbesserung mathematischer Formulierungen sowie die Analyse des Geometrieeinflusses auf Widerstand und Turbulenz konzentrieren

    Empirical essays on urban environments and public health

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    Diese Arbeit untersucht zwei zentrale, voneinander unabhängige Themen: 1. Offene Räume und Immobilienpreise: Parks und geschützte Gebiete sind wertvolle Annehmlichkeiten, doch deren Schutz kann auf Widerstand stoßen. Die Studie nutzt hedonische Hauspreismodelle und Immobilienanzeigen von 2007 bis 2023, um den Einfluss der Nähe zu Parks und Schutzgebieten auf die Angebotspreise zu quantifizieren. 2. Substanzkonsum mittels Abwasser-Epidemiologie (WBE): Die Pandemie veränderte Lebensweisen und psychische Gesundheit, was sich auf den Substanzkonsum auswirkte. Die Studie verwendet Abwasserdaten, um Veränderungen im Drogenkonsum in deutschen Städten während des ersten Lockdowns zu quantifizieren. Die Ergebnisse werden mit prä-pandemischen Abwasserdaten sowie Mobilitätsdaten und Polizeistatistiken in einen größeren Kontext gesetzt, um die Dynamik des Drogenmarkts und die regionalen Auswirkungen der Pandemie auf das individuelle Verhalten zu beleuchten

    Impact of intangible and tangible factors on a metropolitan region associated with hosting mega sporting events

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    Die Dissertation untersucht gesellschaftliche Wirkungen sportlicher Großereignisse anhand dreier empirischer Studien. Studie 1, der zentrale Bestandteil, analysiert die individuelle Unterstützung (62%) und Zahlungsbereitschaft (235 €) für eine mögliche Olympia-Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region 2036. Dabei fördern u.a. Stolz, Nachhaltigkeitswahrnehmung und historischer Bezug die Zustimmung. Studie 2 nutzt ein Multilevel-Modell und zeigt, dass individuelle Faktoren das Abstimmungsverhalten dominieren, während kommunale Strukturdaten keinen Einfluss haben. Studie 3 untersucht die Auswirkungen von Bundesliga-Spieltagen auf Verkehr und CO₂-Emissionen. Sie bestätigt zwar zusätzliche Umweltbelastungen, zeigt jedoch, dass diese durch Crowding-Out-Effekte deutlich geringer ausfallen als bisher angenommen. Die Arbeit liefert empirische Impulse für nachhaltigere und akzeptanzorientierte Sportgroßveranstaltungen

    Einfluss einer akuten experimentellen Entzündungsreaktion auf die Empathie für Schmerz

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    Das Endotoxin Lipopolysaccharid (LPS) wird experimentell dazu genutzt, eine transiente Entzündungsreaktion hervorzurufen. Diese geht mit einem sogenannten „Sickness Behavior“ (SB) einher, das vielfältige Auswirkungen auf Kognition und Verhalten hat. Wir haben für die vorliegende doppelblinde Studie 52 gesunde weibliche Probandinnen rekrutiert, welche eine intravenöse Injektion mit 0,4 ng/kg Körpergewicht LPS oder Plazebo erhielten und anschließend den Social Interaction Empathy Task (SIET) durchgeführt haben. Bei dem SIET sollten die Probandinnen einerseits angeben, wie sehr sie mit körperlichem und psychologischem Schmerz einer anderen Person mitfühlen und andererseits bewerten, wie schmerzhaft die gezeigten Situationen für sie selbst wären. Die Probandinnen der LPS-Gruppe zeigten weniger Empathie für den psychischen Schmerz einer anderen Person als die Probandinnen der Plazebogruppe. Diese Studie zeigt, dass LPS-induziertes SB einen Einfluss auf Empathie für psychischen Schmerz hat

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