regiopen.journals - Publikationsplattform der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart
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250 Jahre Badische Landesbibliothek
Der Beitrag vergleicht die historischen Anfänge der Badischen und der Württembergischen Landesbibliothek, insbesondere die unterschiedlichen Benutzungsmöglichkeiten, die an den beiden erhaltenen ersten Benutzungsordnungen der Bibliothek abzulesen sind
Hölderlin-Ausstellung und Begleitprogramm: Oktober 2020 bis April 2021
Der Beitrag zeichnet die Chronologie der Ausstellung und des Begleitprogramms von Oktober 2020 bis April 2021 wider. Durch den erneuten Lockdown ab November 2020 folgen getreu dem Ausstellungstitel auf die „Aufbrüche“ wiederum die „Abbrüche“. Völlig ungewiss bleibt der Verlauf der letzten Phase von März bis April 2021
Aufwendig illustrierte Vulgata
Eine neu erworbene (lateinische) Vulgata-Ausgabe, Venedig 1574 (Ba graph.1574 81), zeichnet sich durch ca. 600 kleinformatige, kolorierte Textholzschnitte sowie Holzschnitt-Initialen aus. Die erzählenden Texte der Bibel einschließlich der Evangelien sind ungewöhnlich ausführlich und komplex illustriert
Veranstaltungen auch in Zeiten von Corona: Die Videoreihe der Bibliothek für Zeitgeschichte
2020, das als Corona-Jahr in die Geschichtsbücher eingehen wird, machte allen Organisatoren von kulturellen und wissenschaftlichen Veranstaltungen das Leben schwer. In dieser Situation erwies es sich als überaus glückliche Fügung, dass die BfZ im Januar 2020 begonnen hatte, ihre Vortragsreihe in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung aufzuzeichnen. Die Vorträge, Lesungen und Gespräche der BfZ sind nun auf dem Wissenschaftsportal L.I.S.A. als Video und Audiomitschnitt abrufbar
Bibliotheken als Orte der kulturellen Bildung
Fragen über die Verhältnisse zwischen Bibliotheken und Kultur, über die Bibliothek als kulturellen Ort zu stellen, bedeutet das schliesslich nicht, den Begriff « Bibliothek » selbst zu befragen? Wenn hinter dem Wort « Bildung » gleichzeitig die Kultur als eine Sammlung von Kenntnissen (Wissen) und die Kenntnisse (das Wissen) als ein Grundverfahren der Erziehung stecken, muss eines festgestellt werden: die Bibliothek ist die kulturelle Bildung, da das Buch (zumindest bis heute) das Hauptmedium ist, das den Erwerb der Kultur ermöglicht – und dank dieses Erwerbs kann sich dann jeder buchstäblich intellektuell ausbilden. Die Bibliothek ist also wesensmässig ein Ort der Kultur, da sie Sammlungen von Büchern und Drucksachen jeglicher Art bewahrt. Die Bibliothek ist aber zunächst ein Ort, der als Ort seine Funktion verrät und selbst zum kulturellen Objekt wird: so zum Beispiel der berühmte Raum, der im Vatikanpalast dem Pabst Julius II. als Bibliothek und Arbeitszimmer diente. Jeder kennt diese « Stanza della Signatura » mit den Fresken von Raffael ausgestattet (darunter die « Schule von Athen »), wo die Ordnung der Welt und die Ordnung des Wissens sich verbinden und das Chaos überwinden. Was die Bücher möglich machen, das zeigt das Fresko, und dieses Verfahren zeichnet den Ort der Bibliothek als einen Ort der Kultur aus, der als solcher bestehen bleibt, auch wenn er seine ursprüngliche Funktion verloren hat
Protest dokumentieren: Die Sammlung „Neue Soziale Bewegungen“ im 21. Jahrhundert
In Deutschland wird protestiert. Gegen Stuttgart 21, für mehr Klimaschutz, für bezahlbaren Wohnraum, eine Verkehrswende oder den Erhalt des Hambacher Forstes. Aber auch für den Diesel, gegen Corona-Maßnahmen und gegen die Aufnahme von Geflüchteten. Die neue Protestkultur wirft viele Fragen auf, mit denen sich auch die Wissenschaft intensiv auseinandersetzt. Mit Blick auf die große Bedeutung des Themas Protest plant die BfZ, ihre Sammlung „Neue Soziale Bewegungen“ neu aufzustellen
Deutsch Deutsch: Deutsch
Jedes Archiv kennt sie. Die Bestandskisten, die sich nicht einreihen lassen in die eigene Sammlung und deshalb erst einmal zurückgestellt werden. So auch ein Filmnachlass aus dem Archiv der Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) der 2019 wiederentdeckt wurde. Die Filmrollen wurden zusammen mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Negativen und einem Fotoalbum schon vor mehreren Jahrzehnten – vermutlich in den 1980er Jahren – an die BfZ abgegeben. Es handelt sich um die privaten Aufnahmen des Soldaten Emil Brater, die wenige Jahre vor und während des Zweiten Weltkrieges entstanden sind. In einer Kooperation mit der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg war es möglich die Filme nach langer Zeit endlich zu sichten. Der Beitrag stellt diesen Bestand anhand von Beispielen genauer vor
regiopen: Ein Publikationsdienst der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart
Die WLB baut eine Publikationsplattform auf, die landesgeschichtliche Literatur in Zeitschriften, perspektivisch auch in Schriftenreihen und Einzelmonographien, Open Access zugänglich machen soll. Dabei will sie mit größeren und kleineren Verlagen, aber auch mit den zahlreichen wissenschaftlichen und heimatkundlichen Vereinigungen bzw. Museen und Archiven zusammenarbeiten
Peter Amelung 1934 – 2020
Der langjährige Leiter der Sammlung Alte und Wertvolle Drucke der Württembergischen Landesbibliothek, Peter Amelung, starb Ende 2020. Er ist insbesondere als international bekannter Inkunabel-Forscher zu würdigen
Erste Hilfe für Originale im Notfall
Vielen ist noch der Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek Weimar oder der Einsturz des Stadtarchivs Köln in Erinnerung. Unvorhergesehene Wassereinbrüche, Feuer oder sogar ganze Gebäudeeinstürze können wertvolle Bestände von Kultureinrichtungen beschädigen und im schlimmsten Fall sogar vernichten. Viele Objekte des Kölner Archivs sind bis auf Briefmarkengröße zerfetzt worden, geborgene Bände der Anna-Amalia Bibliothek derart verkohlt und verblockt, dass an ein Blättern nicht mehr zu denken ist.
Solche Katastrophen lassen sich nicht vorhersagen und kommen immer unangekündigt – und sie zeigen eindrücklich, wie notwendig es ist, sich auf Notfälle vorzubereiten und zu wappnen, um ein schnelles Handeln zu ermöglichen.