Biologie in unserer Zeit (BiuZ - E-Journal)
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Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde gegenüber der Referenzperiode der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) von 1961 bis 1990 kontinuierlich erhöht. Besonders deutlich war der Temperaturanstieg in den letzten 30 Jahren [1]. Die Temperaturerhöhung wird als Folge des erhöhten Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre auf Grund der industriellen Entwicklung angesehen. Die auf einen langfristigen Klimawandel hindeutende globale Erwärmung hat auch Auswirkungen auf die typischen jahreszeitlichen Erscheinungen in der Pfanzenwelt
Evolution of “irreducibly complex systems“: the lever mechanism of meadow sage:
Evolutionskritiker verwenden den Hebelmechanismus in der Blüte des Wiesensalbeis als Beispiel, um die Existenz „nicht reduzierbarer“ und „spielerisch komplexer“ Strukturen zu belegen. Bezieht man allerdings die Entwicklung und Vielfalt der Salbeiblüten mit in die Betrachtung ein, zeigt sich, dass der Hebelmechanismus nicht schlagartig entstanden ist, sondern sich im Laufe von Millionen von Jahren durch natürliche Variation und Selektion entwickelt hat.Critics of evolution use the lever mechanism in the flowers of meadow sage as an example to prove the existence of “irreducible” and “playfully complex” structures. However, considering the development and diversity of sage flowers, it becomes evident that the lever mechanism did not arise suddenly, but has evolved during millions of years due to natural variation and selection
In the realm of giant honey bees – part 1: Distribution, nesting traditions, and seasonal migration behaviour:
Riesenhonigbienen sind nur in Südostasien verbreitet. Sie gehören zu den ältesten Bienenarten und haben ihre Entwicklung als frei nistende Bienen beibehalten. Die beiden Art-Linien (Apis dorsata, A. laboriosa) unterscheiden sich im Wesentlichen in ihrer Anpassung an die ökologischen Bedingungen: A. dorsata kommt in den Tieflagen der Subtropen und Tropen vor, A. laboriosa dagegen hauptsächlich in den subtropischen montanen Zonen, wobei beide Arten in den östlichen Ausläufern des Himalayas sogar in einigen Regionen gemeinsam, also sympatrisch vorkommen, ohne zu hybridisieren. Die Einwaben-Nester der Riesenhonigbienen weisen in freier Bauweise besondere Anpassungen auf: Sie werden in Arealen gebaut, wo sie vor Wind und Wetter geschützt sind und wo auch der Räuberdruck minimiert werden kann. Die Waben werden von der Kolonie in mehreren Lagen bedeckt und bilden den sogenannten Bienenvorhang, in dem die wesentlichen Funktionen einer Kolonie organisiert sind: Reproduktion, Verteidigung, Nahrungserwerb, Nahrungsspeicherung, und periodische funktionale Neuordnung. Die Bienen sind obligatorische Migranten, sie ziehen zur Reproduktion von den „Regenzeit“-Quartieren, wo sie vereinzelt und versteckt vorkommen, zu traditionellen Aggregationsstellen, wo sie auf engsten Raum, zum Beispiel auf großen Bäumen, Felsen oder Bauten, Ansammlungen von über 200 Nestern bilden können. Dabei weisen die Königinnen eine erstaunliche räumliche Gedächtnisleistung auf, die sie mittels kognitiver Karten punktgenau zu den angestammten Nistplätzen zurückbringen kann. A. dorsata hat sich noch dazu als Kulturfolger an landwirtschaftliche Anbauzyklen angepasst. Die Himalaya-Kliffhonigbiene A. laboriosa wandert dagegen saisonal antizyklisch von den Sommerquartieren, wo sie in den Hochlagen des Himalayas in den Rhododendronwäldern bis zu Höhen von 3400m vorkommt, zu den Winterquartieren in tiefere Tallagen.Giant honeybees are only found in Southeast Asia. They are among the oldest bee species and have retained their development as free-nesting bees. The two species lines (Apis dorsata, A. laboriosa) differ mainly in their adaptation to ecological conditions: A. dorsata occurs in the lowlands of the tropics and subtropics, whereas A. laboriosa mainly occurs in the subtropical montane zones – and even though both species occur together, i. e. sympatrically, in some regions in the eastern foothills of the Himalayas they do not hybridize. The open single-honeycomb nests of the giant honeybees exhibit particular adaptations: they are built in areas where they are protected against wind and weather, and where the risk of predation can also be minimized. The combs are covered by the colony members in several layers, forming the so-called bee curtain, in which the essential functions of a colony are organized: reproduction, defence, food acquisition, food storage, and periodic functional reorganization. Bees are obligatory seasonal migrants, moving from their “rainy season” quarters, where they occur in scattered, hidden locations, to their traditional aggregation sites, where – close together – they can form aggregations of over 200 nests in the smallest of spaces, for example on large trees, rocks or buildings. The queens have an amazing, spatial memory that allows them to be guided back to their original nesting sites with pinpoint accuracy by means of cognitive maps. On top of that, A. dorsata has also adapted to agricultural cultivation cycles as a synanthropic species. In contrast, the Himalayan bee A. laboriosa migrates seasonally anticyclically from its summer quarters, where it occurs in the rhododendron forests of the Himalayas at altitudes of up to 3400 m, to its winter quarters in lower valley locations
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Kinder für Biologie begeistern, Umweltthemen erklären und einen Anreiz zum Experimentieren im Klassenzimmer schaffen – dies ermöglicht das neue Unterrichtsmaterial von Science on Stage für die Klassenstufen 1 bis 6